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Kriselnde SpVg: Coach Güner will vor Herringen-Spiel den Druck nehmen

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Von: Boris Baur

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Gegen Herringer wieder einsatzbereit ist Bönens Offensivflitzer Robin Gessinger.
Gegen Herringer wieder einsatzbereit ist Bönens Offensivflitzer Robin Gessinger (rechts). © Baur Boris

Die SpVg Bönen unternimmt den nächsten Anlauf, um in die Erfolgsspur zu finden. Nachdem es zuletzt in Lohauserholz II (1:1) und in Pelkum (2:3), gegen zwei Teams aus der unteren Hälfte der Fußball-Kreisliga A1 nicht mit dem erhoffen Befreiungsschlag geklappt hat, soll nun am Sonntag im Heimspiel gegen den Tabellensechsten SVF Herringen (15 Uhr/Rehbusch) der zweite Saisonsieg her. Trainer Cengiz Güner nimmt im Vorfeld allerdings den Druck von seiner Mannschaft.

Bönen – „In der jetzigen Lage haben wir nichts zu verlieren und können frei aufspielen“, sagt der Coach und lässt dabei den Blick auf die Tabelle außen vor. Die weist Bönen als Viertletzten mit einem Zähler Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz aus. Doch Güner sieht eben im Aufeinandertreffen am Sonntag keine Partie, die Bönen gewinnen muss. „Die Herringer werden am Ende der Saison weit oben landen“, gibt er dem Gegner die klare Favoritenrolle. „Natürlich wollen wir die drei Punkte, aber ich bin auch zufrieden, wenn wir mal eine ordentliche Partie zeigen und keine Geschenke verteilen.“

Mit vier Punkten aus sieben Spielen hinken die Bönener den eigenen Erwartungen hinterher. „Es ist Woche für Woche dasselbe“, ärgert sich Güner über die vielen vermeidbaren Fehler, die zu Gegentoren wie zuletzt in Pelkum führen oder einen vernünftigen Spielaufbau unterbinden. „Wenn wir zwei, drei Torabschlüsse haben, läuft auch offensiv einiges falsch“, sagt der Trainer.

Den Spaß am Fußball bewahren

Dennoch will er nicht auf die Mannschaft draufhauen. „Ich stelle den Spaß in den Vordergrund“, betont er. Zumal er erkannt hat, dass die Spieler reflektiert mit der Situation umgehen, um ihre vielen Fehler wissen und um Besserung bemüht sind. Güner geht es darum, die Köpfe freizubekommen. „Step by Step“ soll es gehen.

Personell deutet sich eine leichte Verbesserung der Lage an. Timo Walter hat seine Zerrung aus dem Hölzken-Spiel überwunden und soll der Abwehr Stabilität verleihen. Robin Gessinger fiel zuletzt in Pelkum mit einer Lebensmittelvergiftung aus, meldete sich wieder fit. Dazu wird auch Patrick Heller das Abschlusstraining absolvieren, wobei sein Vertreter Justin Nowak am wenigsten Schuld an der Misere trägt, sondern im Gegenteil überzeugende Leistungen ablieferte und zum Beispiel den Punkt in Lohauserholz festhielt. Güner selbst wird wegen seiner Achillessehnenprobleme nur für den Notfall bereitstehen.

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