SpVg will dranbleiben, VfK sich gut präsentieren

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Nrodbögge Justin Seepe fällt mit einem Bänderriss länger aus.

Bönen - Durch das Ruhrpottderby am Sonntag ist der Spielplan in der Fußball-Kreisliga A1 etwas auseinandergezerrt. Aus Bönener Sicht ist nur die SpVg betroffen, die schon um 13 Uhr antritt. Der VfK Nordbögge und die IG Bönen treten zur gewohnten Uhrzeit an.

SVF Herringen – SpVg Bönen (Sonntag 13 Uhr, Schachtstraße/Hinspiel 0:1).

Seit Mittwochabend ist die Tabellenführung der SpVg futsch. Der VfL Mark gewann sein Nachholspiel gegen Lohauserholz II mit 3:0 und liegt nun mit einem Punkt und einem Spiel weniger vor den Bönener. Doch aufgeben ist für die Rehbusch-Elf keine Option. „Es wird natürlich schwer. Aber wir versuchen dranzubleiben. Die Chancen sind noch da“, sagt SpVg-Coach Hendrik Dördelmann auch nach dem unerwarteten 1:1 gegen Rünthe am vergangenen Sonntag. Auf die Bönener wartet aber eine schwere Aufgabe am Sonntag. Mitaufsteiger Herringen spielt nach Startschwierigkeiten mittlerweile eine ordentliche Runde und belegt Platz sieben. „Ich zähle sie zu den Top Fünf“, sagt Dördelmann: „Das wird eine echte Herausforderung für uns.“

Das Unentschieden gegen Rünthe war Bönens erster Ausrutscher in der Rückrunde. Die Bilanz kann sich mit acht Siegen und einem Remis weiter sehen lassen. Auf dem Platz ist aber noch Luft nach oben. Das weiß auch der Trainer: „Die letzten beiden Spiele waren spielerisch nicht so gut“, sagt er und erhofft sich eine Steigerung. Die Probleme hängen eng mit den Verletzungssorgen zusammen, die die Rehbusch-Elf seit Mitte der Hinrunde plagen. Auch diesmal hat Dördelmann wieder eine lange Ausfallliste. Neben den Langzeitverletzten fehlt erneut der privat verhinderte Kapitän Tobias Wittwer. Auch Christoph Wöllert muss ein letztes Mal seine Rotsperre absitzen. Arif Suludere baut aus beruflichen und privaten Gründen einen immer größeren Trainingsrückstand auf. Der Einsatz von Fatih Korkmaz ist wegen Wadenproblemen „sehr fraglich“. Immerhin ist der zuletzt kranke Torhüter Patrick Heller wieder fit.

IG Bönen – TuS Wiescherhöfen II (Sonntag 15 Uhr, Schulzentrum/1:5).

Es gab ein wenig Hektik aufgrund einer Verlegung der Partie, die letztlich aber nicht vorgenommen wurde. „Meine Spieler gucken lieber Galatasaray gegen Fenerbahce“, sagt IG-Trainer Sven Kabutke zum Derby. Der freut sich, dass sein unter der Woche dezimierter Kader wieder breiter aufgestellt ist, als er es beim Nachholspiel bei Yunus Emre gewesen wäre. „Ich bin selten so froh gewesen, dass ein Spiel ausgefallen ist“, sagt Kabukte. Da die Schichtdienstler am Sonntag zur Verfügung stehen, fehlt eigentlich nur Mehmet Duman. Hinter den Einsätzen von Nihat Isik und Tato Tsekvashvili stehen Fragezeichen.

Die Vorzeichen vor dem Spiel gegen den Tabellenzehnten sind klar. Die Konkurrenz im Abstiegskampf punktet munter, wodurch die Lage Bönener trotz einiger Bonuszähler und guter Leistungen eher bedrohlicher wird. „Die Ergebnisse müssen jetzt kommen“, fordert Kabutke. Für die Partie gegen Wiescherhöfen ist der Trainer zuversichtlich. „Wir steigern uns von Spiel zu Spiel. Wobei nichts antrainiert ist, sondern nur angeredet“, sagt er mit Blick auf die schwierige Trainingssituation: „Dafür klappt es ganz gut.“

SuS Rünthe – VfK Nordbögge (Sonntag 15 Uhr, Schacht 3/4:2).

Zweimal hatte der VfK gegen zwei direkte Konkurrenten im Abstiegskampf das Pech, dass der Gegner Verstärkung aus der ersten Mannschaft erhielt. Dementsprechend deutlich fielen die Packungen gegen Lohauserholz II und TSC Hamm II aus. Die gute Nachricht: In Rünthe wird das nicht passieren. Dafür hat der SuS aber von vorneherein mehr Potenzial im Kader. Erst vor einer Woche machte der Tabellenneunte der SpVg Bönen das Leben schwer, knüpfte dem damaligen Spitzenreiter ein Unentschieden ab.

Für Nordbögge geht es angesichts von nun zwölf Punkten Rückstand auf rettende Ufer darum, „sich ordentlich zu präsentieren“, wie Trainer Sven Kaczor sagt. Das wird schwer genug, denn die Ausfallliste ist lang. Zu ihr gesellt sich bis auf Weiteres mit Justin Seepe der Akteur, der die letzten beiden Tore für das Schlusslicht geschossen hatte. Er zog sich einen Bänderriss zu. Philip Rudolph, Samed Özgüc, Sven Koslowski und Philip Preiß fallen außerdem aus. Hinter dem Mitwirken von Andre Juraschuk und Kevin Garske steht ein Fragezeichen. „Wir werden wieder mit A-Jugendlichen und Überraschungen auffüllen“, sagt Kaczor, den die ersten Eindrücke seiner Nachwuchsspieler gut gefallen: „Wir planen schon langfristig und wollen jetzt die A-Jugendlichen fürs nächste Jahr integrieren“. - bob

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