SpVg will Hebel umlegen / IG vor Kellerduell / VfK gegen SVF

Tobias Wittwer ist der einzige Rückkehrer bei der personell gebeutelten SpVg Bönen. - Fotos: Liesegang

Bönen - Die SpVg Bönen will nach zwei Spielen ohne Sieg in der Fußball-Kreisliga A1 wieder zurück in die Erfolgsspur, die IG gegen eine Mitkonkurrenten die Abstiegssorgen beseitigen und der VfK Nordbögge es besser als die SpVg vor Wochenfrist machen.

SpVg Bönen – SV Stockum (Sonntag 15 Uhr, Rehbusch/Hinspiel 2:2).

Zwei Spiele in Folge hat die SpVg jetzt nicht gewonnen. Nach sieben Rückrundensiegen in Serie macht der Tabellenzweite aktuell eine Schwächephase durch. „Wir müssen den Hebel wieder umlegen“, fordert Hendrik Dördelmann. Und der Trainer weiß auch, wie es geht: „Wir müssen den Ball laufen lassen und uns mehr bewegen.“

Soweit die Theorie, die Krux liegt bekanntlich in der Praxis, und da macht die lange Verletztenliste den Bönener das Leben schwer. Die Trainingstage sind eher spärlich besucht, die Einheiten daher nicht so intensiv. „Uns fehlt derzeit ein wenig die Spannung“, sagt Dördelmann. Gegen Stockum fällt Christoph Wöllert noch einmal aus, weil das vom TSC Hamm II abgesagte Spiel nicht auf seine Rotsperre angerechnet wird. Malik Öncül pausiert mit der zehnten gelben Karte, Yannic Weißenberg ist privat verhindert, Ali Öncül (Sprunggelenk) gesellt sich zu den vielen Langzeitverletzten, während Lars Lenser ein dickes Knie hat. „Vielleicht muss ich selber spielen“, sagt Dördelmann, der lediglich Kapitän Tobias Wittwer wieder zurückbegrüßt.

Stockum liegt aktuell auf Platz sieben, gehört damit zu den vielen starken Teams im Tabellenmittelfeld. Dördelmann hofft dennoch auf einen Sieg und eine Leistungssteigerung seiner Mannschaft. „Wir wollen auf jeden Fall Platz zwei sichern, aber wir haben ein schweres Restprogramm. Uns fehlt das Erfolgserlebnis, um wieder in Tritt zu kommen.“

VfK Nordbögge – SVF Herringen (Sonntag 15 Uhr, Feuerwache/4:5).

Der VfK erkämpfte sich am vergangenen Sonntag beim SuS Rünthe dank einer starken zweiten Hälfte eine Punkt, es war allerdings erst der sechste in einer insgesamt mageren Saison. Dennoch: „Darauf lässt sich aufbauen“, war Trainer Sven Kaczor mit der Leistung zufrieden. „So muss man aber kontinuierlich spielen und nicht nur eine Halbzeit“, fordert Kaczor. Ein 0:3-Rückstand ist nun einmal nicht leicht aufzuholen.

Gegen eine Mannschaft wie Herringen schon mal gar nicht. Der Bezirksliga-Absteiger spielt eine ordentliche Saison, hat als Tabellensiebter vom Potenzial her aber durchaus Luft nach oben. Die Stärke des SVF bekam vor Wochenfrist die SpVg Bönen zu spüren. Mit dem 1:0-Sieg sorgte Herringen vermutlich für die Vorentscheidung im Meisterschaftsrennen zugunsten des VfL Mark.

In der Hinrunde lieferte sich Nordbögge mit den Herringern ein wildes Spiel. 5:4 hieß am Ende, ein 8:2 oder ein VfK-Sieg wären aber auch möglich gewesen. Vor dem Rückspiel plagen Kaczor einmal mehr Personalsorgen. Im Vergleich zur Vorwoche in Rünthe sind Frederik Bennemann und der A-Jugendliche Luis Peitsch privat verhindert. In den Kader zurück kehrt wohl einzig Sascha Frey. Ungewiss sind das Mitwirken von Thomas Kul und Andre Juraschuk.

TuS Germania Lohauserholz II – IG Bönen (Sonntag 15 Uhr, Hahnenbach/0:2).

Für die IG bietet sich am Hahnenbach die nächste Chance, die Abstiegszone hinter sich zu lassen. Der Tabellenzwölfte gastiert beim 14., der zwei Zähler zurückliegt. Der Vorsprung der Bönener auf die Abstiegsplätze beträgt aktuell sechs Punkte. Allerdings weisen die Hölzkener die mit Abstand beste Defensive aller Kellerkinder auf (50 Gegentore) und erhalten seit Wochen Unterstützung aus der Bezirksliga-Mannschaft, die am Wochenende auch noch spielfrei hat. „Lohauserholz gehört eigentlich ins obere Mittelfeld“, sagt Kabutke. Der Trainer betont aber auch: „Wir haben die Qualität, auch gegen solche Mannschaften zu bestehen.“ Die Rückrundenbilanz mit nur zwei Niederlagen aus neun Partie unterstreicht diese Aussage. Dementsprechend will Kabutke die Partie unbedingt gewinnen: „Erstmal möchte ich einen Dreier, wenn dann ein Punkt dabei herumkommt, wäre das je nach Spielverlauf auch in Ordnung.“

Im Vergleich zum Nachholspiel bei Yunus Emre am Mittwoch (2:2) kehren Ramazan Dincer und Mücahit Dikenli nach ihren Sperren zurück. Auch Ufuk Turan sollte nach Krankheit wieder fit sein. Dafür fehlen Arman Kuba und Nihat Isik weiter gesperrt, wobei Letzterer eh keine Zeit gehabt hätte. - bob

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare