SpVg Bönen will alle Teams zum Rehbusch holen

BÖNEN -  Die SpVg Bönen will endlich zusammenwachsen. Nach fast 30 Jahren soll die räumliche Trennung von Senioren- und Jugendteams aufgehoben werden. Ab 1. Juli sollen alle Mannschaften am Rehbusch trainieren und spielen. Die Anlage will der Verein künftig in Eigenverantwortung betreiben.

Die „innere Fusion“ war in der Vergangenheit immer wieder Thema bei der SpVg, doch erst der Druck durch die Einführung von Sportstätten-Nutzungsgebühren hat die Planungen forciert. „Wir können es uns nicht leisten, auf vier Plätzen zu spielen. Der Umzug der Jugend-Mannschaften vom Sportzentrum zum Rehbusch ist für die Zukunft des Vereins von zentraler Bedeutung“, sagt Michael Ritter, der die Pläne am Montagabend den Vereinsmitgliedern vorstellte.

In den kommenden Wochen wird die SpVg in die Detailplanung gehen. Geklärt werden muss fast alles von den Kabinenkapazitäten bis hin zum Trainingsplan. „In der Vergangenheit hat jede Abteilung viele Freiheiten genossen. Künftig werden sie sich mehr abstimmen müssen, denn bei so vielen Teams auf einer Anlage kann man nicht mehr einfach ein Testspiel abmachen. Das tut sicher weh, aber das schaffen andere Vereine auch seit Jahrzehnten“, sagt SpVg-Vorstand Friedhelm Wittwer, der wie Ritter um Verständnis wirbt: „Wir können diesen Schritt nur gemeinsam gehen. Anders geht es nicht.“

Der Umzug soll nicht nur die Finanzen entlasten, er soll auch das Vereinsleben stärken. Die SpVg erhofft sich durch den Schritt mehr Identifikation mit der SpVg, weniger Verluste beim Übergang von Jugend- zu Herren-Teams und ein größeres Verantwortungsgefühl für die gemeinsame Anlage am Rehbusch.

Die will die SpVg künftig in Eigenverantwortung betreiben. Auf Nutzungsgebühren – Höhe noch unbekannt – will sich der Verein nicht einlassen. Sie sind ihm zu wenig kalkulierbar. „Wir sind als Verein bereit, Verantwortung zu übernehmen. Ohne Planungssicherheit werden wir aber nicht in die marode Anlage investieren. Wenn wir Zeit und Geld opfern, darf die Gemeinde das nicht plötzlich als Bauland verkaufen“, sagt Ritter. Als Grundlage für die Vertragsverhandlungen benötigt die SpVg eine detaillierte Aufstellung, wieviel Geld die Gemeinde pro Jahr für den Rehbusch aufwendet. Auf die wartet sie derzeit.

„Wir wollen nicht mehr abhängig sein. Ich denke, dass wir in Eigenregie kostengünstiger arbeiten können. Das sollte auch im Interesse der Gemeinde sein“, sagte Ritter. Der im September beschlossene Sanierungsplan sieht die Übertragung von Sportplätzen auf die Vereine als Einsparmöglichkeit vor.

„Der Umzug zum Rehbusch und die Übernahme der Anlage sind zwei unterschiedliche Maßnahmen, die aber eines sichern sollen: die Zukunft der SpVg“, sagt Ritter. - sst

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