SpVg mit Masters gleich doppelt zufrieden

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Die rote Karte für Björn Kempe war der einzige Wermutstropfen für die SpVg Bönen als Ausrichter des Masters.

Bönen - Den Vormittag nach dem Warsteiner Masters verbrachte Peter Hahnemann am Leergut-Automaten. Fast 100 Flaschen hatten sich nach zwei langen Hallenfußballturniertagen angesammelt, die nun auf ihre Rückkehr in den Pfandkreislauf warteten.

Dass das Gerät für diese Behältnisse zwischenzeitlich wegen Überfüllung außer Betrieb war, verdarb dem Vorsitzenden der SpVg Bönen die gute Laune allerdings nicht, schließlich war er mit dem Ablauf der Veranstaltung hochzufrieden.

Zum dritten Mal war die SpVg Bönen am Wochenende Ausrichter einer Vorrunde des großen Hallenspektakels der Bierbrauerei. Und zum dritten Mal hat es sich für den Verein gelohnt. 410 Zuschauer zahlten am Wochenende Eintritt und sorgten für Umsatz an den von fleißigen Helfern betreuten Verkaufsständen. „Wir sind auch besser eingespielt nach den Jahren“, freute sich Hahnemann über einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Mittlerweile ist die Goethehalle wieder sauber und das Masters in Bönen Geschichte.

Masters in Bönen / Vorrunde

Für die SpVg allerdings noch nicht, denn die qualifizierte sich als Zweiter nach der Finalniederlage gegen Westfalia Rhynern (1:5) für die Lucky-Loser-Runde am 23. Januar in der Werler Dreifachhalle. Dort wird Bönen in einer Fünfergruppe ab 13 Uhr um einen Platz für die Endrunde der besten 16 von insgesamt 140 Mannschaften spielen. Da die meisten anderen Vorrunden erst am kommenden Wochenende ausgetragen werden, muss die SpVg noch auf ihre Gegner warten. Es werden der Zweite der Halle Bad Sassendorf, die Dritten aus Bergkamen und Rüthen sowie der beste Viertplatzierte aller neun Hallen werden. Bönens erstes Spiel steigt um 13.40 Uhr, das letzte wird um 16 Uhr angepfiffen.

Masters in Bönen / Quali- & Zwischenrunde

Die Mannschaft von Hendrik Dördelmann war mit viel Glück bis ins Finale vorgedrungen. 13 Punkte in den fünf Spielen am ersten Tag folgte eine Auftaktniederlage in der Zwischenrunde gegen den Lokalrivalen IG Bönen. Anschließend kämpfte sich die SpVg für die mit Arif Suludere (IG), Omar Hussein (Wiescherhöfen) und dem 19-jährigen Jannic Weißenberg drei neue Leute aufliefen, durch die Trostrunde, hatte gegen Frömern und den TSC Hamm jeweils im Neunmeterschießen das bessere Ende für sich. Drei Spiele in Folge musste die Bönener am Schluss abliefern, weil dem Modus nach in der Endphase nur noch wenige Teams um die begehrten drei Plätze fürs Weiterkommen kämpfen. Neben dem Gastgeber waren das der TSC und Rhynern, das sich direkt für die Endrunde qualifizierte. Den Bönenern war nach der Führung gegen den Oberligisten durch Hussein im Finale verständlicherweise die Kraft ausgegangen.

Masters in Bönen / Quali- & Zwischenrunde II

Die IG hatte war als Fünfter unglücklich an Frömern  nach Neunmeterschießen gescheitert, hatte zuvor auch gegen den TSC erst nach Verlängerung verloren. Den Bezirksligisten hatten die Bönener dabei in der Vorrunde noch geschlagen.

Hahnemann hatte „grundsätzlich faire Spiele gesehen“. An seiner Meinung änderten auch nichts die drei roten Karten – darunter Kempe und Pazari aus Bönen –, viele Zeitstrafen vor allem in den K.-o.-Spielen der Zwischenrunde sowie diverse Diskussionen mit den Schiedsrichtern um Entscheidungen und Regelunklarheiten (wie bei Rhynerns 1:1 gegen den TSC nach der Schlusssirene, das Luca Perschke richtigerweise gab). Ansonsten hatten sich die Akteure im Griff, und böse Fouls waren auch nicht zu sehen.

 

„Ich würde das Turnier gerne wieder ausrichten“, denkt Hahnemann daher in die Zukunft. Doch bei diesem Vorhaben tauchen bereits Probleme auf. Die Lauffreunde wollen laut Hahnemann am ersten Januar-Wochenende (7./8.1.) an gleicher Stelle ihren dann zweiten Lauf am Förderturm starten. Eine Woche später sei die TuS bereits wieder mit diversen Mannschaften und Veranstaltungen in der Halle. Für eine vierte Auflage des Masters in Bönen scheinen noch einige Hürden aus dem Weg geräumt werden müssen.

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