SpVg rutscht durch Pleite in Soest auf Abstiegsplatz

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Viel Kampf, wenig Spielkultur: Trotz großen Einsatzes verlor die SpVg in Soest.

SOEST - Ein Fest für Fußballfeinschmecker war die Bezirksliga-Partie zwischen dem SV Westfalia Soest und der SpVg Bönen über weite Strecken nicht, Freunde von kampfbetonten Spielen kamen am Ardey jedoch voll auf ihre Kosten. Mit 2:1 (2:0) setzte sich der Gastgeber im Duell der Tabellennachbarn durch. Soest zog an der SpVg vorbei, die durch die Niederlage erstmals auf einen Abstiegsplatz rutschte, weil alle Konkurrenten punkteten.

„Es ist alles eng, da müssen wir uns rauswursteln. Wir müssen weitermachen, aber auch mal was Zählbares holen, sonst wird es schwer“, erklärte Trainer Axel Maurischat. Derzeit trennt Bönen nur die Tordifferenz vom rettenden Ufer.

Die Begegnung der bis dato punktgleichen Mannschaften begann durchaus vielversprechend: Nach einer kurzen Abtastphase nahmen beide Teams Fahrt auf. Den ersten Höhepunkt verzeichneten die Gäste in der 17. Minute, als Malik Öncül einen Konter zum vermeintlichen 1:0 abschloss. Doch Schiedsrichter Philipp Rosenthal entschied auf Abseits – trotz der vehementen Proteste der Bönener.

Nur sieben Minuten später stand der Unparteiische wieder im Mittelpunkt: Maik Bußmann wurde an der Sechzehnerkante schön in Szene gesetzt, netzte zur Soester Führung ein. Wieder protestierten die Gäste, diesmal wegen einer möglichen Abseitsstellung, fanden beim Mann in Schwarz jedoch erneut kein Gehör. „Das Tor war zwar Abseits, trotzdem darf der Pass nicht durchkommen“, ärgerte sich Maurischat.

Für die Hausherren lief es nun besser, Kapitän Maximilian Brenk war kurz vor der Pause der Höhepunkt der Partie vorbehalten. Nach einem Foul an Simon Bonk verwandelte Brenk den fälligen Freistoß von der Kante des Sechzehnmeterraums per sehenswertem Direktschuss.

Wer nach dem Seitenwechsel jedoch auf ähnliche Glanzpunkte gehofft hatte, wurde enttäuscht: Vielmehr verflachte das Spiel, Fehlpässe und Foulspiele häuften sich.

Bönen bestimmte nun wenigstens nun das Geschehen. „Wir haben nur auf ein Tor gespielt“, sagte Maurischat. Doch wirklich zwingend wurden die Offensivbemühungen der Gäste nicht. „Wir hatten bis auf unseren Treffer keine echte Torchance“, gab der SpVg-Coach zu. Von den Soestern kamen nur noch wenige Entlastungsangriffe. Der Anschlusstreffer in der 76. Minute von Hakan Elik, den Yusuf Güney von rechts bedient hatte, reichte letztlich nicht mehr. Nach dem Schlusspfiff jubelten nur die Bördestädter.

„Das war heute extrem wichtig, wenn auch etwas glücklich und nicht schön anzusehen“, war der neue SVW-Trainer Rüdiger Hötte mit dem ersten Sieg im zweiten Spiel unter seiner Regie zufrieden. - fst/bob

Westfalia: Ruthemeyer – L. Brenk, Resch, Bonk (66. Nrecaj), M. Brenk, Kraus, Kosharnyi, Tas, Buchowiecki (66. Schäfer), Paya Fernandez (70. Martens), Bußmann

SpVg: Behrend – Wündisch, Elik, Scheibke, Arenz (69. Symmank), Link, Akman, Feta, Sorge (45. Güney), Öncül, Dincer

Tore: 1:0 Bußmann (24.), 2:0 M. Brenk (39.), 2:1 Elik (76.)

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