SpVg-Geschenke führen zur 4:5-Pleite in Liesborn

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Das Elfmetertor von Niclas Arenz zum 4:5 kam zu spät.

WADERSLOH -  Vier Auswärtstore gehen im Fußball als stattliche Ausbeute durch. Sie relativieren sich aber da, wo ihnen fünf Treffer der Heimmannschaft gegenüberstehen. So geschehen in Wadersloh, wo der SpVg Bönen zwar vier Treffer bei Westfalen Liesborn glückten, die allerdings nicht zum Punktgewinn ausreichten.

Die Gastgeber siegten 5:4 und zogen in der Tabelle an Bönen vorbei, das eine große Chance verpasste, sich vorzeitig von der Abstiegszone der Fußball-Bezirksliga zu entfernen.

„Die Niederlage ist so ärgerlich, weil sie vermeidbar war. Vier von fünf Toren haben wir uns selbst eingeschenkt“, sagte SpVg-Trainer Axel Maurischat nach 90 abwechslungsreichen, aber nicht immer hochklassigen Bezirksliga-Fußball.

Vor allem der Start in die Partie schmeckte Maurischat nicht: „Die ersten 25 Minuten waren eine Katastrophe.“ Bönen spielte nicht nur schwach, es machte Liesborn das Toreschießen auch in der neunten und zwölften Minute ganz einfach. Die Platzherren führten früh 2:0. Nach und nach aber kam die SpVg besser in die Begegnung – und das zahlte sich aus. Tobias Wittwers Versuch in der 33. Minute wurde zunächst pariert, Ruchan Akman aber staubte zum 2:1 ab.

Die Halbzeitunterbrechung änderte nichts an der Überlegenheit der Gäste, die auch nach dem Seitenwechsel die Partie dominierten. Hakan Elik, der diesmal vor der Abwehr im defensiven Mittelfeld agierte, traf im Nachschuss zum 2:2-Ausgleich (51.). Der wäre nur eine Durchgangsstation zur ersten Bönener Führung gewesen, hätte Niklas Arenz wenige Minuten später aus aussichtsreicher Position verwandelt. „In der Phase waren wir überlegen. Gelingt uns da die Führung, gehen wir wohl nicht als Verlierer vom Platz“, sagte Maurischat.

Aber es kam anders: Liesborn gelang in der 69. und 72. Minute der Doppelschlag zur 4:2-Führung. Bönen kämpfte zwar abermals ums Comeback, das aber missglückte: Nach einer Hereingabe von Sören Symmank trafen die Westfalen in Person von Sebastian Kampmann zwar ins eigene Netz (76.), stellten nur fünf Minuten später aber den alten Abstand wieder her. Der Schlusspunkt kam vom Elfmeterpunkt: Arenz traf per Strafstoß nach einem Foul an Ismail Oturak. - jan

SpVg: Behrend – Oncül (60. D. Sorge), Dördelmann, Link, Güney, Akman, Elik, Wittwer (78. Oturak), R. Dincer, Wündisch (46. Symmank), Arenz

Tore: 1:0 Fahnenstiel (9.), 2:0 Drees (12.), 2:1 Akman (33.), 2:2 Elik (51.), 3:2 Fahnenstiel (69.), 4:2 Mönikes (72.), 4:3 Kampmann (76./Eigentor), 5:3 Holtmann (81.), 5:4 Arenz (90./Foulelfmeter)

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