SpVg verliert Spitzenspiel und Tabellenführung

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Pure Enttäuschung: Jörn Holtmann holt nach dem 0:2 den Ball aus dem Netz. Im Hintergrund feiern die Marker das Tor.

Bönen - Beim letzten Auftritt der Hinserie hat es auch die SpVg Bönen erwischt. Im Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga A1 unterlag die Mannschaft von Trainer Hendrik Dördelmann nicht nur dem VfL Mark, sondern gab auch die Tabellenführung an den Kontrahenten ab.

Die SpVg rutschte auf den dritten Platz liegt einen Zähler hinter Mark und Uentrop, die beide ein Spiel weniger absolviert haben. „Mark hat eine starke Mannschaft, die stark verteidigt hat“, bilanzierte Dördelmann: „Der Unterschied heute war, dass Mark gnadenlos effektiv war. Der Sieg ist verdient.“ VfL-Spielertrainer Thorsten Heinze war natürlich rund um glücklich: „Wir haben es konsequent und gut gemacht. In der ersten Hälfte hatte Bönen vielleicht einen halben Abschluss.“

Der VfL erwischte auf der Rehbusch-Asche einen Traumstart. Drei Minuten waren gespielt, als Björn Kempe an der eigenen Strafraumgrenze zu einem leichtsinnigen Dribbling ansetzte und den Ball an Hendrik Kunz verlor. Dessen flache Hereingabe spitzelte Sven Rüther SpVg-Keeper Alexander Berchem aus der Hand und bugsierte den Ball ins Tor. Ein irreguläres Tor, das aber entscheidenden Einfluss auf das weitere Spiel hatte. Den Bönen war sichtlich geschockt, fand überhaupt keine Einstellung zur matschigen Asche. Mark agierte einfach und schnörkelös und profitierte von den Fehlern des Gastgebers.

In der 17. Minute hatte Bönen Glück, dass Jörn Holtmann für seine elfmeterreife Grätsche gegen Kunz nach einem haarsträubenden Fehler seiner Teamkollegen am eigenen Sechzehnmeterraum weder mit Strafstoß noch mit einer roten Karte wegen Notbremse bestraft wurde. Zwei Minuten später schob Sascha Horn den Ball frei vor Berchem am Tor vorbei. Der Marker Stürmer war in der 38. Minute aber zur Stelle, als Kunz nach einem abgefangenen Abstoß von Berchem wieder als Vorbereiter glänzte. Horn hätte zwei Minuten vor der Pause sogar auf 0:3 stellen können, scheiterte diesmal aber an Berchem.

Das Versäumte holte der Angreifer zwei Minuten nach Wiederbeginn, als Bönen erneut problemlos über die linke Seite ausgespielt wurde. Horn brauchte in der Mitte nur den Fuß hinhalten. „Perfekt“, nannte Heinze den Beginn der beiden Durchgänge aus seiner Sicht.

Doch jetzt wachte die SpVg auf. Sie übernahm die Kontrolle und verkürzte früh durch Raphael Thiemann, der nach starker Vorarbeit von Kempe eiskalt einschob (54.). Der Gastgeber war nun drückend überlegen. Doch die Marker verteidigten geschickt, hatten es mit vielen Bällen aus dem Halbfeld aber auch leicht. Bönen hatte einmal Pech, als Holtmann nach einem Durcheinander im Anschluss an einen Freistoß nur den Pfosten traf (71.). „Uns fehlte auch das Quäntchen Glück“, sagte Dördelmann und meinte zwei weitere Szenen, in den Holtmann knapp verpasste. Die waren aber schon in der Schlussphase (89., 90.+3). Zwischenzeitlich hatte Bastian Wappler die Partie nach einer Ecke längst entschieden (76.). - bob

SpVg: Berchem – M. Öncül, Schneck, Holtmann, A. Öncül (84. Senel) – Korkmaz, Kempe – Wittwer, Güner, Thiemann (79. Poljsak) – Müller (50. Cakir)

VfL: Teepe – Wappler, Heinze, Hartmann, Y. Giersch Lange – Rüther (86. Pietrucha), R. Giersch – Schulzki (73. Schulzki) – Kunz (77.), Horn

Tore: 0:1 Rüther (3.), 0:2 Horn (38.), 0:3 Horn 47.), 1:3 Thiemann (54.), 1:4 Wappler (76.)

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