SpVg kassiert heftige Schlappe gegen Warendorf

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Warendorfer Übermacht: Furkan Aydeniz steigt gegen Oliver Glöden vergeblich zum Kopfball hoch.

BÖNEN - Am Ende schienen alle Bönener Fußballer nur noch den Abpfiff herbeizusehnen. Mit hängenden Schultern, ohne eine Spur von Kampfgeist ergaben sie sich ihrem Schicksal. Dieses hielt nach schwachen 90 Minuten eine enttäuschende 2:6 (1:2)-Pleite gegen einen direkten Konkurrenten in der Bezirksliga-Staffel 7, die Warendorfer SU parat. „Das war eine hochverdiente Niederlage. Für uns wird es jetzt natürlich immer enger“, nahm SpVg-Coach Axel Maurischat angesichts der miserablen Tabellensituation seines Teams kein Blatt vor dem Mund.

Von Beginn an zeichnete sich am Rehbusch ein kampfbetontes Kellerduell ab, in dem sich beide Parteien nichts schenkten. Allerdings kamen beide im letzten Drittel des Spielfeldes zunächst nicht über Ansätze hinaus. In der 28. Minute schockte Warendorfs Kapitän Bernd Kieskemper die SpVg, als er nach einem Klärungsversuch von Felix Holtbrügger von der Strafraumkante zur Führung traf. Der Gastgeber blieb weiter harmlos, während die WSU durch Pavel Borisov (30.) und Oliver Glöden (34.) weitere Chancen liegen ließ. So kam der Bönener Ausgleich überraschend, Niclas Arenz verwandelte einen Foulelfmeter, nachdem WSU-Keeper Thomas Wilmer Durim Feta von den Beinen geholt hatte (44.). Doch die Bönener Euphorie war nur von kurzer Dauer, denn Bastian Groethues schob nach einer Glöden-Hereingabe zum 1:2 ein.

Und die Gäste kamen auch frischer aus der Kabine, denn Glöden erhöhte per Kopf völlig freistehend auf 3:1. Der frühe Gegentreffer lähmte die Angriffsbemühungen des Aufsteigers zusehends, der ohne Kreativität und Durchschlagskraft auftrat. Doch erneut hielt ein überraschender Treffer die Maurischat-Elf im Spiel. Diesmal köpfte der gerade eingewechselte Kevin Scheibke nach einer punktgenauen Flanke von Ramazan Dincer zum 3:2-Anschlusstreffer ein.

Tatsächlich gab Warendorf die Partie nun ein wenig aus der Hand, doch Bönen blieb offensiv zu einfallslos. Letztlich schoss Pavel Borisov das Heimteam mit seinem Treffer zum 2:4 in der 70. Minute endgültig in die Resignation. Von der SpVg kam kaum noch Gegenwehr, mühelos erhöhten Christoph Kuhlmeier (75.) und erneut Glöden eine Minute vor Schluss auf 2:6.

„Ich bin sehr zufrieden mit meinem Team. Das war das beste Spiel der letzten Wochen“, lobte Trainer Andre Lütke Frie. Sein Kollege Maurischat war hingegen geladen. „Das Mittelfeld existierte gar nicht, die Abwehr wurde komplett im Stich gelassen“, schimpfte der Coach, der jetzt Aufbauarbeit leisten muss. - krz

SpVg: Behrend – Aydeniz, Holtbrügger, Sorge (54. Dördelmann), Symmank – Elik, Wittwer – Arenz, Feta, Güney (50. Scheibke) – Dincer (79. F. Bednarek)

WSU: Wilmer – P. Grothues, Glöden, Kieskemper, Simon, Kuhlmeier (M. Schubert), Borisov (80. Steinkamp), Bonin, Tünte (68. Wacker), B. Grothues, Schwienhorst

Tore: 0:1 Kieskemper (28.), 1:1 Arenz (44.), 1:2 Grothues (45.+1), 1:3 Glöden (47.), 2:3 Scheibke (57.), 2:4 Borisov (70.), 2:5 Kuhlmeier (75.), 2:6 Glöden (89.)

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