SpVg-Bollwerk hält lange, aber nicht lang genug

+
Niclas Arenz bekam gestern eine neue Rolle von Hendrik Dördelmann verordnet. Er sollte aus dem defensiven Mittelfeld genaue Pässe zum Kontern spielen.

Bönen – Das Abwehrbollwerk der SpVg Bönen hielt lange stand. Und dann ging der Gastgeber sogar noch durch Yusuf Güney 1:0 in Führung (50.) in Führung. Trotzdem bestätigte sich Mario Martinovics Vorahnung nur zum Teil. Der Trainer von Eintracht Werne hatte ein schwieriges Spiel erwartet. Dass der, der das erste Tor erzielt, wie oft in der Vergangenheit bei den beiden Teams der Fußball-Kreisliga A1 die Partie gewinnt, traf diesmal nicht zu.

Ein Sieg der Bönener hätte den Spielverlauf jedoch auf den Kopf gestellt. Die Gäste bestimmten das Spiel von Beginn an, erarbeiteten sich unzählige Chancen. „Werne hat verdient gewonnen“, gab Bönens Coach Hendrik Dördelmann, der allerdings eine Rumpfelf aufbieten musste, zu. Damit war er sich mit Martinovic auch einig.

„Ich bin aber nicht unzufrieden mit meiner Mannschaft“, lobte Dördelmann trotz der Niederlage. „Das Zerstören des Spiels von Werne ist uns gut gelungen“, meinte der SpVg-Coach, „aber am Ende fehlte einfach die Luft. Wir hatten im Mittelfeld keine Staffelung mehr.“

Bönen nutzt die erste Chance

Dördelmanns Plan war, zu kontern. Niclas Arenz fand sich in einer ungewohnten Rolle im defensiven Mittelfeld wieder. „Er sollte Pässe in die Spitze spielen.“ Eine Halbzeit hielt die Mauer, ohne aber dass Bönen zu Chancen kam. Auf der Gegenseite brannte es häufiger. Der Jubel der Werner blieb aber aus. Andreas Pawlik zielte in der 30. Minute knapp daneben. Desgleichen verfehlte auf der linken Angriffsseite Deniz Ünal das Tor. Der unglücklich spielende Eintracht-Kapitän Enes Akyüz und Nico Schiller scheiterten per Freistoß.

„Und dann wurden wir bestraft“, ärgerte sich Martinovic, „Bönen nutzte die erste Chance zum Tor.“ Robin Gessinger überlief die Eintracht-Verteidigung, scheiterte aber an Torwart Daniel Rafalski. Der Abpraller landete punktgenau beim mitgelaufenen Yusuf Güney, der aus zehn Metern traf (50.).

SpVg verpasst den zweiten Treffer

In der 55. Minute hatte der Gast zudem Glück, dass Gessinger bei einem Güney-Pass ins Abseits gepfiffen wurde. Tobias Wittwer war zunächst zu eigensinnig, ehe Justin Sporkert beim nächsten Konter sein Zuspiel nicht verarbeiten konnte.

Werne benötigte schließlich einen Linksverteidiger, um ins Tor zu treffen. Nach einer schönen Kombination über Marco Martinovic und Deniz Ünal traf Rachid Souita, von dem die Aktion auch eingeleitet wurde, zum 1:1 (74.). Auch den Pass zum Führungstreffer durch Marco Martinovic drei Minuten später kam vom Linksverteidiger der Gäste. Den 1:3-Schlusspunkt setzte der gerade eingewechselte Dennis Kozlik. Allerdings nahm er den Flankenball von Schiller mit dem Oberarm mit. Der Schiedsrichterpfiff blieb aus.

Werne macht Boden aus Heessen gut

Für die SpVg sind die verlorenen Punkte bedeutungslos. Werne verkürzte den Rückstand auf Tabellenführer Heessen auf drei Punkte. Der SVE spielte in Bergkamen 1:1.

SpVg:  Heller – Sorge, Stappert, Senel, Gercek, Arenz (80. Nowak), Wittwer, Camara, Sporkert (81. Güner), Güney (55. Akkaya), Gessinger
Eintracht:  Rafalski – Schebab, Souita (88. Kozlik), Sari, Pawlik (61. Kavakbasi), Kabakoglu (57. Matula), Schiller, Martinovic, D. Ünal, S. Ünal, Akyüz
Tore:  1:0 Güney (50.), 1:1 Souita (74.), 1:2 Martinovic (77.), 1:3 Kozlik (89.)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare