Pokalaus für SpVg gegen Mühlhausen

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Die Bönener (links Ruchan Akman) waren erst in der zweiten Hälfte richtig drin in der Partie gegen Mühlhausen.

BÖNEN -  Durch einem strittigen Elfmeterpfiff, aber letztlich nicht unverdient hat sich der SSV Mühlhausen in der zweiten Runde des Fußball-Kreispokals bei der SpVg Bönen mit 2:1 (1:0). Der Bezirksliga-Aufsteiger vom Rehbusch bot dem Landesligisten nach einer gewissen Warmlaufphase einem unterhaltsamen Pokalfight, in dem Manuel Stiepermanns Kaltschnäuzigkeit den Unterschied ausmachte.

Der Beginn des Spiels gehörte aber eindeutig dem Favoriten vom Mühlbach. Die SpVg ließ den klassenhöheren Gegner respektvoll im Mittelfeld gewähren, die neu formierte Zentrale stand zu weit von den Leuten weg. „Die Räume waren viel zu offen“, meinte Bönens Trainer Axel Maurischat. Mühlhausen brachte den Gastgeber immer wieder mit Spielverlagerungen und langen Bällen in die Spitze in Bedrängnis. In höchster Not musste der frühere Mühlhausener Alexander Berchem zweimal gegen den enteilten Manuel Stiepermann retten (8., 21.). „Berchem hat klasse gehalten“, lobte Maurischat. Zwischenzeitlich hatte räumte der Keeper allerdings SSV-Kapitän Peter Rentsch im Strafraum ab. „Ein klarer Elfmeter und Rote Karte für den Torwart“, meinte Gästetrainer Hartmut Sinnigen zu der Szene.

So war die Führung für den Landesligisten in der 23. Minute überfällig, als Berchem gegen Stiepermann aus kurzer Distanz machtlos war. Kurz darauf parierte der SpVg-Keeper wieder stark den Kopfball von Mauritz Kruse (26.), ehe Hakan Elik per Kopf nach Freistoß von Ramazan Dincer die erste Chance für Bönen vergab (38.).

Die Gastgeber waren mittlerweile besser im Spiel und nahmen den Schwung auch mit in die zweite Hälfte. „Wir haben gemerkt, dass etwas drin war“, so Maurischat. Die SpVg war nun viel besser in den Zweikämpfen. Und nachdem die Bönener noch eine Schrecksekunde überstanden hatten – Ballverlust von Sören Symmank im Strafraum, doch Raphael Mark trifft nur das Außennetz (56.) –, glich Thorsten Renk mit einem schnellen Konter aus (66.).

Die Partie war nun offen, doch dann entschied der Unparteiische auf Foul von Berchem gegen Hakan Sezer, den Sohn von IG-Trainer Ayhan, und auf Elfmeter. Eine Szene, die weniger deutlich war, als Berchems Aktion in Durchgang eins. Stiepermann verwandelte eiskalt zum Siegtreffer (73.).

Die SpVg warf noch alles in die Waagschale, doch spätestens als Dincer wegen zu ungestümen Einsatz vom Platz flog, liefen die Bemühungen zumeist ins Leere. Dincer fehlt damit beim Saisonauftakt gegen Sassenberg in einer Woche.

„Mühlhausen hat nicht unverdient gewonnen“, bilanzierte Maurischat, was auch Sinnigen so sah: „Wir hätten in der ersten Hälfte den Sack zumachen müssen. Danach haben wir es uns selbst schwer gemacht.“ - bob

SpVg: Berchem – Symmank, Elik, Holtbrügger, Wündisch – Dördelmann (46. Güney), Akman – Renk, Wittwer, I. Oturak (80. Lehnertz) – Dincer

Mühlhausen: Gregorz – Wycisk, Rosemeyer, Kruse, Krahn – Rentsch (46. Mark), Szymaniak – Kwiotek, Sezer, Hoffmann – M. Stiepermann

Tore: 0:1 M. Stiepermann (23.), 1:1 Renk (66.), 1:2 M. Stiepermann (73./Foulelfmeter)

Gelb-Rote Karte: Dincer wegen wiederholten Foulspiels (86.)

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