SpVg schlägt sich bei Pokalaus gegen Kamen achtbar

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Die Bönener (hier Sedat Cakir) lieferten sich einen spannenden Pokalfight mit dem favorisierten Bezirksligisten VfL Kamen, schieden letztlich aber aus.

Bönen - Bereits in der ersten Runde verabschiedete sich die SpVg Bönen aus dem Krombacher Kreispokal. Und doch war der Pflichtspielauftakt der Saison 2015/16 ein guter, auf dem aufgebaut werden kann. Denn der Bezirksligist VfL Kamen hatte „Am Rehbusch“ seine liebe Mühe mit den ebenbürtigen Gastgebern, die am Ende knapp 1:2 (0:1) unterlagen.

„Wir haben gut mitgehalten gegen eine starke Mannschaft“, lobte SpVg-Coach Hendrik Dördelmann, „dementsprechend bin ich zufrieden mit der Leistung.“ Denn seine Schützlinge wirbelten die Abwehrreihen des Bezirksligisten schon von Beginn an durcheinander. Mit einem Lupfer von Oliver Hartmann über das Kamener Tor besaßen sie nicht nur die beste Chance der Anfangsphase (11.), sondern zeigten sich auch griffiger, indem sie den VfL früh unter Druck setzten.

Erst ab der 20. Minute schlichen sich vermehrt Ungenauigkeiten in das Spiel der Bönener ein. Bis dato harmlos hatten die Gäste plötzlich eine Dreifach-Chance: Erst zischte ein abgefälschter Schuss von Justin Franke knapp vorbei, darauf folgten zwei gefährliche Kopfbälle nach Eckbällen (26.). Knapp zehn Minuten später parierte Keeper Patrick Heller gegen David Marscholek glänzend. Beinahe folgerichtig traf Özkan Saka nach einer schlecht geklärten Ecke zum 1:0. Bei Standards sieht Dördelmann auch noch am meisten Arbeit vor sich: „Da sind wir noch zu anfällig.“

Doch ansonsten hatte der Trainer wenig zu bemängeln, denn sein Team blieb im zweiten Durchgang stets gefährlich. Sven Koslowski (50.) und Raphael Thiemann (52.) besaßen die größten Bönener Chancen, zielten aber beide aus kurzer Distanz knapp vorbei. Nach spielerischer Flaute versemmelte auch noch Sedat Cakir eine Möglichkeit aus aussichtsreicher Position (80.). Die umgehende Strafe: Das zweite Tor der Gäste durch Elyesa Dumanli, der eine Hereingabe von Johannes Potthoff einschob (81.). Der Anschlusstreffer von Tobias Wittwer nach einem langen Pass von Björn Kempe kam zu spät (83.). Kamen brachte die Führung auch trotz gelb-roter Karte gegen Bastian Sudhaus souverän über die Zeit. Dördelmanns Pendant Marko Barwig zeigte sich zufrieden: „Das war insgesamt ein guter Auftritt, zumal wir drei Spiele in den letzten vier Tagen hatten.“ - krz

SpVg: Heller – M. Öncül (59. Poljsak), Schneck, Kempe, Korkmaz – Wittwer, Güner – Müller (46. Koslowski), Hartmann (65. Scheibke) – Thiemann, Cakir

VfL: Lassak – König, Saka (83. Lindner), Dumanli, Franke (73. K. Rothe), Marscholek (59. Hirsch), Berndt, M. Rothe, Potthoff, Milk, Sudhaus

Tore: 0:1 Saka (37.), 0:2 Dumanli (81.), 1:2 Wittwer (83.)

Gelb-Rot: Sudhaus (90., wiederholtes Foulspiel)

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