SpVg veranstaltet Feriencamp mit dem ehemaligen Bönener

Ex-Profi Peter Peschel schwelgt am Rehbusch in Erinnerungen

2012 gründete Peter Peschel seine „Soccer-Academy“, die jetzt am Rehbusch Station machte.
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2012 gründete Peter Peschel seine „Soccer-Academy“, die jetzt am Rehbusch Station machte.

Das Ende der Mittagspause mochten die 24 Kinder und Jugendlichen am Samstag gar nicht abwarten. Sie ließen den Rest der Pizza im Karton und kehrten zurück zu den Bällen auf den Rehbusch-Rasen. Schließlich ging es um Fußball. Die Soccer-Academy von Peter Peschel gastierte bis Montag auf der Spielstätte der SpVg Bönen.

Bönen – Ziel des Ex-Profis des VfL Bochums und seines hochkarätigen Trainerteams war es, dem Bönener Nachwuchs im Alter von sechs bis zwölf Jahren die Feinheiten im Umgang mit dem Ball näherzubringen. „Und dann sollen die Kinder Spaß haben“, erklärte Peschel. „Wir legen hier weniger Wert auf ein klassisches Training nach Schema F, das kennen die Jungs schon aus ihren Vereinen.“

Sein Team, unter anderem mit Schwager Norbert Pannek, dem schwarz-gelben Ex-Profi Salvatore Gambino und dem Schalker Jugendcoach Mahdi Hamzei, würde auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen. Eine beliebte Aufgabe am Ende des ersten Tages war es zum Beispiel, einem „Torwart“ Gambino den Ball ins Minitor zu legen.

Er beschäftige zwar immer ein hochkarätiges Trainerteam, erklärte Peschel, wichtiger als die Lizenz sei aber, gut mit Kindern umgehen zu können. Das schafften die vier Übungsleiter in ihren drei nach Alter aufgeteilten Gruppen, mit Leichtigkeit. Allerdings auch, weil die Teilnehmer, wie gesagt, hochmotiviert mitmachten. Egal, ob Schusstraining, Passspiel oder Koordinationsübungen angesagt waren.

Familien- und Freundetreffen am Rehbusch

Es war ein erweitertes Familientreffen am Samstag. Kein Wunder, Peschel ist Bönener, spielte in der Jugend für den VfL Altenbögge und die SpVg. Seine Schwester Renate ist mit Pannek verheiratet, Gambino mit dessen Tochter Miriam.

Opa Pannek baut gerade den nach zwei Stunden Training leicht erschöpften Milan Gambino auf. „Es ist auch sein erstes Mal. Er ist gerade in der F-Jugend des VfK Nordbögge angefangen. Sonst hat er mit Salvatore und mir im Garten gekickt.“ Pannek, der in der Region gelegentlich als Academy-Trainer einspringt, hat die Gruppe der Jüngsten übernommen. „Man muss Geduld haben, aber sie sind lernfähig“, sagt er.

Viel Spaß am Fußball hatten die 24 Kinder bei der „Soccer-Academy“ des früheren Böneners Peter Peschel am Rehbusch.

Früher jede freie Minute auf dem Sportplatz

Am Spielfeldrand standen Peschels ehemalige Mitspieler Guido Bauer, Michael Riefer und Bülent Orhan. Letzterer hat Sohn Koray (10) mitgebracht. Die drei schwelgen in Erinnerungen an ruhmreiche Zeiten, als sie im Team der SpVg mit dem Wahlbochumer im Endspiel um die westfälische Meisterschaft der D-Jugend in Kaiserau dem VfL Bochum mit 1:2 unterlagen. „Und ich wurde dann nach zwei Flugkopfbällen in die Westfalenauswahl eingeladen, und nicht Michael, der ja eindeutig der bessere Fußballer war“, unkt Bauer. „Dafür hat Peter ja alles von Michael abgeguckt“, sagt Orhan augenzwinkernd. „Kannste Peter fragen.“

Natürlich sei es genau andersherum gewesen, entgegnet der selbstredend. Aber es sei eine tolle Zeit gewesen damals. „Wir waren ja tatsächlich noch Straßenfußballer“, bemüht er das Klischee. „Wir haben jede freie Minute auf der Wiese hinter der Goetheschule gekickt“, erzählt Riefer. „Und wenn dann am Rehbusch mal das Netz am Tor hängengeblieben war, war es ein Festtag“, ergänzt Peschel. Das sei auch der größte Unterschied in der Ausbildung als Fußballer. Den, der jede frei Minute dem Ball hinterherjagt, gebe es nicht mehr. „Die Jungs haben heute viele andere Dinge im Kopf.“

Und auch, wenn die Kinder einen Peter Peschel aus aktiven Zeiten nicht mehr kennenlernten, den Promistatus als Bundesligaspieler hat der Bochumer. „Die Eltern erzählen ihnen vorher immer, wer ich bin, dass ich mal für den VfL in der ersten Bundesliga gespielt habe. Und dann kommen die auch zu mir und holen sich ein Autogramm ab.“ Zudem gab es für die Teilnehmer am Montagnachmittag zum Abschluss noch Pokal und Trikot mit nach Hause.

Werbung für die SpVg

Dass ein Ex-Profi wie Peschel das dreitägige Trainingslager leite, sei auch der besondere Reiz, freut sich Daniel Bednarek über die Resonanz. Und auch, wenn das Gros der Teilnehmer beim VfK Nordbögge aktiv ist. „Für uns ist es eine Gelegenheit, zu zeigen, uns als Jugendabteilung der SpVg Bönen, gibt es noch“, so der Jugendvorstand des Vereins. „Wir sind nicht der Veranstalter, aber es ist Werbung für uns.“ In der kommenden Saison meldeten die Bönener wieder eine F- und eine C-Junioren als Jugendspielgemeinschaft mit der IG Bönen.

Bednarek und Klubchef Peter Hahnemann freuten sich auch über das Engagement ehemaliger Spieler aus den Bönener Senioren bei der Gestaltung des Events: Adam Karwoth übernahm über seine Rewe-Filiale die Vitaminversorgung mit Obst, Fatih Yolcu versorgte die Teilnehmer am Montagmittag mit Döner.

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