SpVg übernimmt die Tabellenführung

+
Bönens Kapitän Tobias Wittwer glänzte beim Hammer SC als Vorbereiter und Vollstrecker.

Bönen - Die SpVg Bönen ist offensichtlich ein Team für die zweite Hälfte. „Es ist so, dass die Gegner nach der Pause nachlassen und wir mehr Räume bekommen“, erklärte Trainer Hendrik Dördelmann, „obwohl wir Hamm auch schon in der ersten Hälfte im Griff hatten.“

2:1 führte der neue Tabellenerste der Fußball-Kreisliga A1 – das Spiel der Uentroper fiel aus – nach einem Blitztor von Tobias Wittwer (1.) zur Pause gegen den Hammer SC, der aus 25 Metern in den Winkel abschloss. Sedat Cakir legte einen zweiten Treffer (32.) nach. Der Bönener Stürmer nutzte die gute Vorarbeit von Manuel Müller, der sich über die rechte Seite gut durchgesetzt hatte. Den Gegentreffer erzielte Philipp Krabus in der 27. Minute. Der HSC-Akteur nutzte eine Unstimmigkeit zwischen SpVg-Torwart Alexander Berchem und „Sechser“ Björn Kempe. „Das passiert eben manchmal, wenn man so hoch verteidigt wie wir“, so Dördelmann lapidar.

Trotzdem gerieten die Gäste ab der 40. Minute ein wenig ins Schwimmen. Die Hammer kombinierten gefällig, kamen dem Bönener Tor aber selten gefährlich nahe. Bis auf jene zehn Minuten um den Seitenwechsel herum. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit war Alexander Janzen nach drei Zwischenstationen alleine vor Berchem, scheiterte aber. Direkt nach Wiederanpfiff hatte Hendrik Schroth eine weitere Großchance. Er verzog freistehend aus zehn Metern. Das war aber auch die letzte Möglichkeit des Tabellen-13.

In der 51. Minute machte Wittwer mit seinem zweiten Treffer alles klar. Der Bönener Mittelfeldmotor nahm eine kluge Ablage von Cakir mit und drosch den Ball aus acht Metern unhaltbar ins Hammer Tor. Cakir war es, der wenige Minuten später (59.) die Torschützen-Bilanz in diesem Spiel wieder ausglich: Die Sturmspitze profitierte diesmal von der guten Vorarbeit von Raphael Thiemann, der in der 70. Minute selber vergab. So war es erneut Cakir, der in 81. Minute den 5:1-Endstand besorgte – wieder auf Pass von Wittwer.

Neben den insgesamt sechs Toren, sorgte das Spiel am Pilsholz mit zwei Kuriositäten für Unterhaltung: Zunächst mussten beide Torhüter in der 22. Minute das Feld räumen. Patrick Heller holte sich bei einem Ausfalschritt eine Zerrung. Hamms Julian Liedke konnte nach einem Zusammenprall mit einem Mitspieler nicht mehr weitermachen.

Und dann ergriff Schiedsrichter Franz Stehula, augenscheinlich genervt durch beständiges Meckern des Böneners, zu einer erzieherischen Maßnahme: Ali Öncül sah zunächst gelb, musste sich dann Schienbeinschoner anziehen und drei Minuten draußen schmoren, bevor er zurück aufs Feld durfte.

„Wir müssen uns erst auf den Gegner einstellen, aber dann sind wir sehr effektiv“, lobte Lehrer Dördelmann die Lernfähigkeit seiner Elf, die auch im 14. Spiel weiter ungeschlagen bleibt. - ml

HSC: Liedke (22. Große-Allermann) – Steiger, Meller, Janzen, Beckschäfer, Staubus, Grobbel, Stricker, Bittner, Kerkhoff (74. Dröhgehoff), Krabus (36. Schroth)

SpVg: Heller (22. Berchem) – Müller, A. Öncül, Thiemann, Holtmann (51. Poljsak), Wittwer, M. Öncül, Schneck, Cakir, Kempe (61. Senel)

Tore: 0:1 Wittwer (1.), 1:1 Krabus (27.) 1:2 Cakir (32.), 1:3 Wittwer (51.), 1:4 Cakir (59.), 1:5 Cakir (81.)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare