SpVg triumphiert wieder durch ein spätes Tor

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Schon wieder der Joker: Christoph Wöllert (links) beschert der SpVg Bönen bei Eintracht Werne mit seinem Tor den Sieg. Die Teamkollegen freut´s.

Werne -  Ein Rückstand zur Pause, ein spätes Siegtor – das kommt den Spielern der SpVg Bönen bekannt vor. Schon in der Vorwoche drehte die Rehbusch-Elf die Partie gegen den BV 09 Hamm noch in einen Erfolg um (4:3). An diesem Sonntag gewann der Tabellenführer bei Eintracht Werne mit 2:1 (0:1) dank eines Treffers von Christoph Wöllert in der 89. Minute und schlug damit den zweiten direkten Konkurrenten in Folge.

„Ich würde mir wünschen, dass wir in der erste Halbzeit auch mal die Aggressivität wie dann im zweiten Durchgang zeigen – und vor allem auch gegen Mannschaften von weiter unten“, meinte am Ende ein glücklicher SpVg-Trainer Hendrik Dördelmann, dessen Team sich zudem über die Niederlage von Uentrop in Herringen freuen durfte und damit Gewinner des Spieltages ist. „Unser Ziel ist es, vorzulegen. Wir wollen Mark und Uentrop ein bisschen unter Druck setzen. Das ist uns gelungen. Dabei war es ein reines Unentschieden-Spiel, bei dem wir am Ende mehr Glück hatten“, sagte Dördelmann.

Eine geordnete Partie auf dem matschigen, weichen und an den Seiten von Pfützen übersähten Aschenplatz war kaum möglich – und so neutralisierten sich beide Teams zwischen den Strafräumen und lieferten sich eine ausgeglichene Partie.

Gleich zu Beginn gab es einen ersten Aufreger: Dario Obrenovic brachte einen Freistoß von der rechten Seite in den Strafraum und Bönens Keeper Heller ließ den Ball ins Tor gleiten. Allerdings entschied der Schiedsrichter sehr zum Unmut von Eintracht-Trainer Jörg Fiebig auf Abseits. „Da war drei Meter vom Torwart entfernt kein Gegenspieler“, meinte Fiebig. Danach passierte lange nichts – außer Kampf. Als Mario Martinovic 20 Meter von der linken Seite einen Freistoß aufs Tor schoss, ließ Bönens Keeper Patrick Heller den Aufsetzer nach vorne abprallen. Matthias Müller staubte aus vier Metern ab (45.+2).

Nach 50 Minuten setzte der Gast das erste offensive Lebenszeichen, als eine verunglückte Flanke von Malik Öncül die Latte berührte. Die Eintracht hatte die Partie weiter im Griff, schaffte es auf dem Platz aber nicht, gute Konter zu fahren. So fiel nach 72 Minuten der eher überraschende Ausgleich. Ali Öncül schoss einen Freistoß von der rechten Seite an der Grundlinie scharf vor das Tor, Keeper Manuel Linke verschätzte sich und der eher klein gewachsene Fatih Korkmaz köpfte ungehindert ein (72.). Eine weitere Chance für die Gastgeber vergab Mario Martinovic, der aus 13 Metern knapp verzog (83.).

In der vorletzten Minute brachte Ali Öncül erneut einen Freistoß in den Strafraum, diesmal kam Linke nicht entschlossen genug heraus und auch die Eintracht-Abwehr war zu passiv, so dass Wöllert den Ball aus acht Metern am Keeper vorbei ins Tor spitzelte. In der 96. Minute verpasste auf der Gegenseite noch Dario Obrenovic den möglichen Ausgleich. - fraz

Eintracht: Linke – Matula, Pra, Do. Obrenovic (88. Scharein), Bajric, Schynol, Pawlik, Da. Obrenovic, Müller, Hessfeld, Mario Martinovic (84. Baslarli)

SpVg: Heller – M. Öncül (81. Sanel), Korkmaz, Schneck, Holtmann, Kempe, Weißenberg, A. Öncül, Scheibke (59. Hussein), Wittwer (84. Wöllert), Güner

Tore: 1:0 (45.+2) Müller, 1:1 (72.) Korkmaz, 1:2 (89.) Wöllert

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