SpVg konkretisiert die Planungen für die Bezirksliga

+
Hansi Sack (links) wird künftig Berater bei der SpVg. Das Aufstiegsspiel in Oberaden schaute er sich natürlich an.

BÖNEN -  Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Das Herberger-Zitat trifft. Auch die SpVg Bönen. Nach dem 4:2-Sieg im Entscheidungsspiel gegen die SG Massen am Mittwochabend steht fest, dass die Rehbusch-Elf die Saison in der Fußball-Bezirksliga bestreitet. Was heißt, dass die Bönener Verantwortlichen ganz konkret in die Planung einsteigen können. Vielleicht müssen?

„Ich denke, die Mannschaft ist in der Lage in der Bezirksliga mitzuhalten, wenn auch nicht oben“, beantwortet SpVg-Vorsitzender Peter Hahnemann die Frage. „Wir können keinesfalls fünf Neue gebrauchen“, befürchtet er dann Unruhe im Team, dass in jetzt zwei Jahren zusammen gewachsen ist.

Trotzdem seien sich die Verantwortlichen mit zwei Neuzugängen bereits einig. Namen nannte Hahnemann nicht, beschrieb den einen aber als Stürmer, den anderen als so genannten Allrounder. „Wir kennen beide, wissen also, woran wir sind.“

Offensichtlich waren im Spiel gegen Massen Mängel in der Defensive: Die Viererkette stand nicht immer auf einer Linie, war gedanklich manchmal nicht auf der Höhe des Geschehens. „Ohne das gute Schirigespann (Lukas Sauer mit den Assistenten Chris Nielinger und Pasqual Schmidt, Anm. d Red.), dass auch knappes Abseits erkannt hat, hätten wir leicht zurückliegen 0:2 können“, gab auch Hahnemann zu. In der Drangperiode der SG nach dem schnellen 2:1 der Bönener durch Thorsten Renk (46.) konnten sich die Bönener bei Torwart Marco Behrend bedanken, dass der knappe Vorsprung hielt. Auch weil das Bönener Mittelfeld – in der ersten Hälfte Fehlpass-behaftet – quasi gar nicht mehr vorhanden war.

„Aber wir haben verdient gewonnen, vor allem in der zweiten Hälfte waren wir die bessere Mannschaft“, so Hahnemann. Was auch daran lag, dass die SG durch den Rückstand offensiver auftreten musste, Bönens Sturmspitze Thorsten Renk dadurch den Raum bekam, seine Schnelligkeit auszuspielen. Und daran, dass die früheren „Egoisten“ der Rehbusch-Elf am Mittwochabend den seltenen Blick für den Nebenmann hatten. Den 2:1-Führungstreffer leitete Niclas Arenz mit einem „Zuckerpass“ ein, auf das 4:1 verzichtete Ramazan Dincer zugunsten des Dreifach-Torschützen Renk. Ein Mannschaftsgeist, der sich entwickelt hat, wie Hahnemann feststellte. Und der soll weiter gepflegt werden soll.

„Der größere Wille“, war für Spielbeobachter Hansi Sack ausschlaggebend für einen „gewollten und verdienten Sieg“ der SpVg Bönen. „Auch wenn Massen zu früh aufgesteckt hat“, wunderte er sich ein wenig. Sack, der seinem Heimatverein „als sportlicher Berater und nicht als sportlicher Leiter“, unterstützt, wird nun aktiv, Verstärkungen zu finden: „Ich werde jetzt drei wirklich gute Fußballer ansprechen, die ich noch aus meiner Ahlener Zeit kenne“, erklärte der aktuelle sportliche Leiter der A-Junioren der Hammer SpVg. „Und die können mehrere Positionen spielen.“

995 zahlende Zuschauer sahen das Spiel im Römerbergstadion. Eine tolle Kulisse. Damit die Saison 2014/15 Zuschauer in die Rehbusch-Arena lockt, will die SpVg einen Antrag auf Zuteilung in die Hammer Gruppe (7) stellen. Dort spielen mit Rhynern II, Lohauserholz, Herringen, Bockum-Hövel, Wiescherhöfen und dem TSC Hamm attraktivere Mannschaften als in der Unnaer Bezirksliga-Staffel.

Dass sich das Entscheidungsspiel für Bönen nicht nur sportlich, sondern auch finanziell gelohnt hat, stellt Hahnemann in Abrede. Nach Abzug von 15 Prozent der Einnahmen für Ausrichter SuS Oberaden, wird der Rest des Eintritts gedrittelt. „Wir können dann davon vielleicht den Fan-Bus bezahlen“, rechnet der Vorsitzende nicht mit einem Plus in der Kriegskasse. - ml

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare