SpVg ist stolz auf die gute Hinrunde

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Tobias Wittwer, Sedat Cakir und Fatih Korkmaz (von links) bejubeln einen der vielen Bönener Treffer in der Hinrunde.

Bönen - „Scheiß egal, Scheiß egal, Scheiß egal“, sangen die Bönen Bulldogs am Sonntag nach dem Schlusspfiff des Spitzenspiels der Fußball-Kreisliga A1. Und damit traf der stimmgewaltige Fanclub der SpVg Bönen genau die Stimmung der Spieler und Verantwortlichen, die gerade ihre erste Saison-Niederlage gegen den VfL Mark (1:4) hatten hinnehmen müssen. Die wollten sich davon nämlich nicht den Stolz auf eine gelungene Hinrunde nehmen lassen.

„Wer hätte das erwartet nach dem Neuaufbau, den wir betreiben mussten“, sagte mit einem Tag Abstand auch der Sportliche Leiter Hansi Sack angesichts des dritten Platzes mit dem die Bönener in die Winterpause gehen. Nur ein halbes Jahr nachdem die SpVg aus der Bezirksliga abgestiegen und dabei in der Endphase ein peinliches Bild abgeben hatte, stimmt die sportliche Situation am Rehbusch wieder optimistisch.

Erst am 16. Spieltag kassierte Bönen die erste Niederlage, stand am Spieltag davor sogar an der Tabellenspitze und geht nun mit einem geringen Abstand in die Rückrunde. Derzeit liegt die SpVg als Dritter mit 37 Punkten einen Zähler hinter dem VfL Mark und dem TuS Uentrop, die am Wochenende noch ein Nachholspiel bestreiten. „Wir können von einer richtig positiv verlaufenen Hinrunde sprechen. Wir sind alle sehr zufrieden“, sagt Sack nicht ohne Stolz. Schließlich standen im Sommer zwölf Abgängen ebensoviele Zugänge gegenüber.

Mit Hendrik Dördelmann hat seitdem auch ein neuer Coach das Sagen. Der 30-Jährige war erst als Co-Trainer angedacht, übernahm nach dem Rücktritt von Axel Maurischat dann gleich den Chefposten – und erhält von allen Seite Lob. „Hendrik macht ein gutes Training und entwickelt die Spieler weiter“, erklärt Sack.

Zunächst sah es nicht so aus, als ob sich Bönen oben einsortieren würde. Pleiten in den Vorbereitungsspielen ließen Schlimmes erahnen, zumal gleich zu Beginn hochgehandelte Teams wie die HSV III, der BVH und Werne warteten. Doch die SpVg gewann alle drei Partien. „Da ist das Selbstvertrauen der Spieler gewachsen. Sie haben gesehen, dass sie mithalten können“, rechnet der Sportliche Leiter dem Saisonstart eine ganz wichtige Bedeutung für den weiteren Verlauf zu.

Bei ihrer 15 Spiele langen Serie ließen sich die Bönener auch von vielen Verletzungen nicht stoppen, durch die der Kader zwischenzeitlich arg geschrumpft war. „Wir haben uns gut behelfen können“, findet Sack, dem eigentlich nur zwei Ergebnisse ärgern: „Die Unentschieden gegen Lohauserholz und Nordbögge tun mir viel mehr weh als die Niederlage gegen Mark.“ Die vierte nicht siegreiche Partie bestritt die SpVg in Uentrop.

Obwohl sie am letzten Spieltag die Chance auf den Herbstmeistertitel vergaben, fühlen sich die Bönener in der Position des Verfolgers durchaus wohl. „Wir haben immer noch große Möglichkeiten, am Saisonende ganz oben zu stehen“, sagt Sack, der derzeit Gespräche mit potenziellen Verstärkungen führt. Handlungsbedarf besteht in der Offensive, wo durch die Ausfälle von Oliver Hartmann und Kevin Scheibke ein Engpass entstanden ist. „Vorne fehlt uns die Durchschlagskraft“, weiß auch Sack. In einigen Partien musste die SpVg lange um den Sieg bangen, weil sie ihre Tore nicht machte. Derzeit ist Sedat Cakir mit sieben mageren Treffern bester Bönener Schütze. Das ist ligaweit nur Rang 13.

Defensiv steht die Rehbusch-Elf sicher. 14 Gegentreffer sprechen da Bände. „Die Abwehr und das Mittelfeld sind unser Prunkstück“, erklärt Sack. Das könnte in der Rückrunde weitere Verstärkung erhalten. Hakan Elik befindet sich nach seiner schweren Knieverletzung im Aufbautraining, könnte bei gutem Verlauf in die Vorbereitung, die in der ersten Januarwoche beginnt, einsteigen. Von Abgängen zur Winterpause weiß Sack nichts. Er hat zwar Gerüchte gehört, „aber mit mir hat noch kein Spieler gesprochen“. Die SpVg könnte einen breiten Kader gebrauchen. Denn, so Sack: „Das wird vorne eine ganz enge Kiste.“ - bob

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