SpVg-Kapitän Özgüc vor dem Start: Mehr Tempo, mehr Tore

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SpVg-Kapitän Berat Özgüc übernahm in der vergangenen Saison auch vom Elfmeterpunkt Verantwortung und verwandelte alle seine drei Strafstöße.

Bönen – Der Umbruch bei der SpVg Bönen geht weiter. Sieben Neuzugänge haben beim Fußball-A-Ligisten in der Vorbereitung um einen Platz in der Startelf für das Auftaktspiel am Sonntag beim TuS Wiescherhöfen II gekämpft. Seine Position sicher hat Berat Özgüc. Im Interview spricht der Kapitän über die kommende Spielzeit.

Berat Özgüc hat sich gleich in seinem ersten Jahr am Rehbusch als absoluter Führungsspieler und torgefährlicher Antreiber (zehn Treffer) entpuppt. Im Gespräch mit Boris Baur erzählt er, was er von der kommenden Saison erwartet, wie ihm seine neuen Mitspieler gefallen und wohin die Reise nach Platz sechs im Vorjahr gehen soll.

Herr Özgüc, am 8. März hat die SpVg Bönen ihr letztes Pflichtspiel absolviert. Die Pokalpartie am vergangenen Sonntag beim SKC Maroc Hamm fiel kurzfristig aus. Wie sehr juckt es im Fuß, dass es wieder um Punkte geht?

Man freut sich schon drauf. Viele hat es echt aus der Bahn geworfen, dass es keinen Sport, keinen Fußball mehr gab. Sich dann wieder reinzuarbeiten, war richtig hart. Da hat man die Muskeln schon gespürt.

Wie lief denn die Vorbereitung ab? Anfangs war es ja eher ein lockeres Spielen, irgendwann wurde das Ganze intensiviert.

Das war ab Mitte Juli. Ich war jedoch selbst zwischendrin zwei Wochen im Urlaub. Die Jungs haben sich aber gut angestellt. Wir haben zunächst viel für die Ausdauer und die Kondition gemacht, danach mehr für die Offensive. Wir haben ja in der letzten Saison leider zu wenig Tore geschossen, obwohl wir gar nicht so schlecht waren. Jetzt wollen wir mehr angreifen.

Neuzugänge in der Offensive "bringen uns weiter"

Die SpVg hat viele Neuzugänge verpflichtet. Wie ist Ihr Eindruck?

Der ist sehr positiv. Allein für die Offensive haben wir viele Neue, da sind wir jetzt stärker besetzt. Das wird uns weiter bringen.

Auf der anderen Seite hat die Mannschaft auch einige Abgänge zu verzeichnen gehabt, darunter Leistungsträger wie Dominik Sorge und Furkan Aydeniz. Wie kann man das kompensieren?

Natürlich haben wir mit Dominik und Furkan wichtige Spieler verloren. Aber wir haben die durch unsere Neuzugänge auf den Positionen gut aufgefangen. Da sehe ich keine Probleme.

Viele Tore in den Testspielen

Die SpVg hat mit Ausnahme des Ausrutschers beim 3:9 gegen den SSV Mühlhausen in den Testspielen nur Siege gefeiert. Dabei mit 27 Treffern in sieben Partien auch viele Tore erzielt. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Gegen Mühlhausen kamen viele direkt aus dem Urlaub. Ich selbst habe 45 Minuten gespielt, ohne vorher einmal trainiert zu haben. Mühlhausen war da 70 Prozent fitter als wir. Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen. In den anderen Spielen haben wir besser und offensiver gespielt und auch mehr Tore geschossen.

Was ist von der SpVg Bönen in der Saison 2020/2021 auf dem Platz zu erwarten?

Wir wollen mit mehr Tempo spielen, das heißt, mehr pressen. Wir wollen weiter vorne angreifen.

Sind die Erfolge in den Testspielen ein Zeichen für eine gute Frühform oder ist das am Sonntag, wenn es um Punkte geht, nichts mehr Wert?

Da hat schon jedem von uns Selbstvertrauen gegeben, Selbstvertrauen für die komplette Mannschaft. Das zeigt, dass wir gut drauf sind, und das wollen wir am Sonntag zeigen.

In den Auftaktspielen Selbstvertrauen holen

Die SpVg trifft zu Beginn mit dem TuS Wiescherhöfen II, dem SV Stockum und dem TuS Uentrop II hintereinander auf drei Gegner, die im unteren Bereich der Tabelle erwartet werden. Das Trio belegte in der Endabrechnung der Vorsaison sogar die letzten drei Plätze. Ist das ein Vorteil, weil man so gut in die Meisterschaft reinkommen kann, oder herrscht gleich ein Druck des Gewinnenmüssens?

Das sind schon ein bisschen leichtere Nummern. Aber auch, wenn wir gegen den VfL Kamen spielen würden, den ich für einen Favoriten halte, würden wir Vollgas geben. Wir würden auch dann die Punkte mitnehmen wollen. Vielleicht kann man durch die Spiele, wenn man sie gewinnt, noch mehr Selbstvertrauen tanken, und dann können die stärkeren Gegner kommen.

Im Vorjahr ging es für die SpVg nach einem tollen Start irgendwann ergebnis-und leistungstechnisch bergab. Auch die einzigen beiden Pflichtspiele im Jahr 2020 gingen verloren. Woran hat es gelegen und was hat die Mannschaft daraus gelernt?

Gute Frage. Wir waren richtig gut anfangs und haben in den ersten acht Spielen kein Gegentor kassiert. Dann kam die Niederlage gegen Uentrop II. Irgendwann war die Moral der Spieler nicht mehr da, es hat nicht mehr funktioniert. Wir haben uns gegenseitig angemotzt und die Köpfe hängen lassen. Wir waren nicht mehr voll da und haben uns nicht mehr auf Fußball konzentriert. Das wollen wir jetzt anders machen.

Das Ziel lautet Top Fünf

Wie lautet denn Ihre Zielsetzung für die kommende Saison?

Von mir aus wollen wir oben angreifen. Ich möchte unter den ersten Fünf mitspielen.

Wer sind die größten Konkurrenten im Kampf um die Toppositionen der Kreisliga A1?

VfL Kamen, Eintracht Werne und VfL Mark. Die sind einfach von den Spielern und der Qualität gut besetzt. Auch der TSC spielt eigentlich immer eine gute Rolle. Aber wir müssen uns da auf gar keinen Fall gegen verstecken.

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