Fußball

SpVg-Kapitän Wittwer: "Die vielen Ausfällen schlagen nicht auf die Stimmung"

+
„Wir wollen die Großen ärgern“, sagt SpVg-Kapitän Tobias Wittwer und peilt einen Platz zwischen vier und sechs an. 

Bönen - Durch den Aufstieg der IG Bönen und den Abstieg des TVG Flierich-Lenningsen ist die SpVg Bönen der einzige Vertreter aus der Gemeinde in der Fußball-Kreisliga A1. Und die Rehbusch-Elf hat sich viel vorgenommen für die am Sonntag beginnende Saison. Kapitän Tobias Wittwer weiß aber, dass die Vorbereitung nicht wie gewünscht verlaufen ist. Im Gespräch mit Boris Baur erzählt er, warum es bei der SpVg noch hakt, von seinen Zielen und über den aktuellen „Wahnsinn“ in der Kreisliga A1.

Die Rückrunde war von vielen Ausfällen geprägt, und in der Vorbereitung ging es gleich so weiter. Teilweise hätte die SpVg ohne Verstärkung aus der zweiten Mannschaft gar nicht antreten können. Wie hoch ist der Frust bei Ihnen?

Tobias Wittwer: Man stellt sich das natürlich komplett anders vor. Man hat ja die Hoffnung, in der neuen Saison wird alles besser – und dann haben immer sechs, sieben Leute gefehlt. So konnten wir nicht so spielen, wie wir uns das vorgestellt haben. Und wenn wir spielen konnten, sagte der Gegner ab. Das war ärgerlich. Aber das schlägt nicht auf die Stimmung über, die ist in der Mannschaft gut. Die Intensität im Training ist hoch, und alle Spieler, die da sind, ziehen voll mit. Es könnten nur ein paar mehr sein.

Gerade die Neuzugänge fehlten durch lange Verletzungen oder verschiedene Blessuren. Dadurch wird es schwieriger, dass sie sich ins Team einfinden können.
Wittwer: Wir werden auf jeden Fall noch einige Zeit brauchen, um spielerisch zusammenzufinden und etwas reißen zu können. Wir hatten nach dem Pokalspiel gegen die HSV kein Spiel mehr, und das kann man nicht zählen, weil wir da nicht selbst spielen konnten.  

Vor zwei Jahren war die Vorbereitung wegen vieler Ausfälle ebenfalls sehr enttäuschend verlaufen. Macht das jetzt Hoffnung?

Wittwer: Wir scherzen beim Training darüber, dass, weil die Vorbereitung wieder schlecht war, der Saisonstart wieder gut wird. Wir ziehen uns daran hoch und sind guterTeam  Dinge. Wir wissen, was wir können. Und wir haben ein Auftaktprogramm, mit dem wir einen guten Start hinlegen können, weil die Topteams erst später kommen.

Die SpVg möchte die alte Saison, die unbefriedigend auf Rang neun endete, gerne vergessen lassen. Was müssen Sie denn dazu besser machen?

Wittwer: Wir haben in der vergangenen Saison ungewohnte Defensivprobleme gehabt. Die Abwehr war sonst immer unsere Stärke. Dann haben wir in den ersten zehn Minuten oft Gegentore kassiert, denen wir dann das ganze Spiel hinterhergelaufen sind. Das müssen wir abstellen. Und dann ist da noch unsere Chancenverwertung, die einfach nicht gut war.

Wie können die Neuzugänge dabei helfen?

Wittwer: Ich sehe uns überall besser aufgestellt. Viele Spieler sind vielseitig aufgestellt, aber es wird dauern bis sich das eingespielt hat, und wir wissen, wer wo mit wem am besten zusammenspielt. Ansonsten haben wir viel Qualität. Auch in der Spitze.

Wie schätzen Sie die Konkurrenz in der Liga ein?

Wittwer: Die Liga ist wieder sehr stark. Es ist Wahnsinn, was in der Kreisliga A momentan abgeht. Als wir Meister geworden sind (in der Saison 2014/2015 – Anm. d. Red.), gab es ein, zwei Teams als Konkurrenten. Jetzt sind es sieben, acht Mannschaften, die oben mitreden wollen und können. Alle rüsten auf. Ich weiß gar nicht, wo die das Geld herhaben. Werne will aufsteigen, der BVH will unbedingt hoch und Heessen und Uentrop wollen auch nach oben. Da wird es eng bleiben bis zum Ende.

Was ist denn dann in dieser Saison für die SpVg Bönen möglich?

Wittwer:  Wir wollen die Großen ärgern. Platz vier bis sechs ist mein persönliches Ziel. Und ich denke, das ist realistisch. Aufgrund der Vorbereitung müssen wir aber erstmal gucken. Wir wollen so lange wie möglich dranbleiben und die selbsternannten Favoriten ärgern. Und dann schauen wir, wo es hingeht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare