SpVg zeigt bekannte Stärken und Schwächen

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Yusuf Güney (rechts) und die SpVg Bönen bekamen lange keinen Zugriff auf den Gegner aus Sassenberg.

BÖNEN -  Den Nachweis der Bezirksliga-Tauglichkeit ist die SpVg Bönen am ersten Spieltag nach dem Aufstieg schuldig geblieben. Der war schließlich auch nicht möglich, spielte die Rehbusch-Elf doch mit dem VfL Sassenberg gegen einen Mitaufsteiger. Die ersten Aufschlüsse über das Leistungsvermögen gab die Partie aber schon ab.

So können sich nach dem 2:2 sowohl die Pessimisten als auch die Optimisten in ihrer Meinung bestätigt fühlen. Die SpVg offenbarte die erwarteten Schwächen und zeigte die erhofften Stärken. Bis aber wirklich klar ist, auf welchem Level die Bönener einzusortieren sind, werden noch ein paar Wochen vergehen, denn mit der Oberliga-Reserve des SV Lippstadt 08 wartet am Sonntag gleich der nächste Aufsteiger.

Zunächst offenbarten die Bönener die befürchteten Schwächen. Schon im Vorjahr brauchte das Team des Öfteren eine gewisse Anlaufzeit, ehe die Räder ineinandergriffen. So schien es auch am Sonntag – und Sassenberg nutzte das im Gegensatz zu vielen früheren Kreisliga-Konkurrenten schon nach vier Minuten zum 0:1. Maurischat attestierte seiner Mannschaft zu diesem Zeitpunkt noch eine Schlafmützigkeit. Danach holte sich die SpVg zwar langsam Sicherheit, fand aber kein Mittel, um sich Lücken gegen die konzentrierte VfL-Abwehr zu erspielen. Bei Ballverlusten kam die Rehbusch-Elf zudem kaum einmal in Pressingsituationen gegen die technisch ordentlichen Verteidiger. So blieben Torchancen Mangelware.

Das änderte sich erst nach dem Wechsel, als der Gastgeber wesentlich höher aufgestellt war, und Zugriff auf die Defensive der Sassenberger erhielt. „Wir waren davon beeindruckt, dass die Bönener mit ihren schnellen Leuten auf uns zugerannt sind“, registrierte VfL-Trainer Daniel Strotmann zerknirscht. Maurischat hatte früh mit Ismail Oturak eine weitere Offensivkraft gebracht (55.). Richtig gut wurde die SpVg aber erst nach dem Anschlusstreffer durch Sören Symmank (63.) und dem fast folgerichtigen Ausgleich von Ruchan Akman (65.). Die Körpersprache erinnerte nun an die besten Spiele in der Kreisliga, als die Bönener mit vollem Ehrgeiz ihre Gegner förmlich überrannten. Mit dieser Einsatzbereitschaft und Aggressivität werden auch in der Bezirksliga viele Teams Probleme bekommen. Nicht zuletzt deshalb war Maurischats Stimmung bei Abpfiff gut. - bob

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