SpVg Bönen plant zweigleisig mit neuem Trainer-Duo

+
Viel Rauch um (fast) nichts: Peter Hahnemann (rechts).

BÖNEN -  Durch sind die Bönener noch nicht. Fünf Punkte Vorsprung hat der Tabellenführer vor Verfolger FC Pelkum. Vier Spieltage sind es noch, maximal 12 Punkte zu vergeben, bevor ein Meister der Kreisliga A (1) gekürt wird. Dass der mit hoher Wahrscheinlichkeit die schwarz-weiße Kluft der Bönener tragen wird, dessen sind sich auch die Verantwortlichen am Rehbusch bewusst.

„Natürlich bereiten wir uns auf alle Möglichkeiten vor“, sagt SpVg-Vorsitzender Peter Hahnemann. Mit Axel „Aki“ Maurischat verlängerte er bereits per Handschlag. Als sportlichen Leiter engagierte der Verein zudem den Bönener Hansi Sack, der schon die A-Junioren von Rot-Weiß Ahlen und später die der Hammer Spielvereinigung trainierte. Er wie Maurischat seien auch bereit, in der Kreisliga zusammenzuarbeiten, sagt Hahnemann.

Der genaue Aufgabenbereich Sacks ist momentan schwer zu beschreiben. Spielt Bönen in der Bezirksliga, wird der Neuzugang auf der Bönener Bank Gegner beobachten und deren Spielweise analysieren. Die Rehbusch-Elf wird dann dementsprechend zusammengesetzt. „Er wird dann mit Aki zusammen aufstellen“, erklärt Hahnemann. Die Übungseinheiten unter der Woche bestreitet Cheftrainer Maurischat. „Es sei denn, er kann mal nicht“, so der SpVg-Chef, „dann wird Hansi sicherlich auch in der Woche auf dem Platz stehen.“ Er sieht die Konstellation als eine Art gleichberechtigtes Trainer-Duo – Maurischat Sack eher als Co-Trainer.

Beide sind sich hingegen einig, was die Beziehungen des „Neuen“ angeht. „Punktuell werden wir uns sicher verstärken müssen“, sagen Trainer und Vorsitzender unisono. Maurischat denkt an erfahrene Fußballer aus höheren Ligen: „Die müssen aber auch menschlich passen“, sagt er, „so eine Ballerbirne kann ich nicht gebrauchen.“ Hahnemann macht die Geschichte rund. „Die Hammer Reserve könnte ja aus der Landesliga absteigen. Dann sind vielleicht einige bereit, für uns in der gleichen Liga zu spielen“, orakelt er. Da kommt dann Sack ins Spiel – die Hammer SpVg war sein letzter Verein. Er kennt nicht nur die Verantwortlichen, sondern sicher auch einige zu Bönen passende Spieler.

Die Chancen, sich in der Bezirksliga einzurichten, sehen Maurischat wie Hahnemann. „Da müssen wir gerade als Neuling sicher konzentrierter auftreten und zwar jedes Spiel 90 Minuten lang“, sagt der Coach. Außerdem müsse die Bindung zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen gestärkt werden. „Wenn wir zusammenspielen, dann sehen die Ergebnisse entsprechend aus.“ Wenn nicht, käme es zum Gepöhle, wie am vergangenen Sonntag beim 0:0 gegen Wiescherhöfen.

Wie gesagt, die Vorbereitungen auf die kommende Saison laufen. Hahnemann und Obmann Andre Nitsche führen Gespräche mit den Spielern der mutmaßlichen Meisterelf. „Trotz einiger Zusagen von Spielern – es ist noch nicht alles in trockenen Tüchern“. Sicher ist neben der Unsicherheit, wo die Bönener in der kommenden Saison auflaufen allerdings, dass Daniel Sadrinna und Hristos Solakis den Verein verlassen wollen. Sie werden mit der Reserve des SSV Mühlhausen in Verbindung gebracht. - ml

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare