Trotz Abstiegskampf gerne weiter mit Maurischat

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Der SpVg-Trainer soll auch in der kommenden Saison Axel Maurischat heißen. Noch sind aber die Einzelheiten abzuklären.

BÖNEN - Dass der 2:1-Sieg gegen Herringen am vergangenen Sonntag die Planungen für die kommende Saison erschwert hat, war Peter Hahnemann herzlich egal. Der Vorsitzenden der SpVg Bönen war froh, dass durch die beiden Tore von Yusuf Güney und Kevin Scheibke in buchstäblich letzter Minute der Schwebezustand der Fußballer zwischen Bezirks- und Kreisliga weiter anhält.

Die Alternative wäre bei einer Niederlage, aber auch bei einem Unentschieden gegen das Schlusslicht aus Herringen schließlich gewesen, dass die SpVg den Gang in die A-Liga wohl kaum hätte abwenden können. „Unsere Situation ist immer noch nicht toll“, sagt Hahnemann angesichts von vier Punkten Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz, „aber wenn wir verloren hätten, hätten wir sagen müssen, das wars.“

Der SpVg-Vorsitzende erhofft sich von dem ersten Sieg im Jahr 2015 nun ein positiven Effekt für die letzten acht Saisonspiele. „Wir haben ja schon verzweifelt, weil die Mannschaft oft genug geführt hat. Jetzt war das Glück auf unserer Seite. Das gibt auch ein bisschen neues Selbstvertrauen, was man im Fußball – ja in jedem Sport – braucht, sonst läuft nichts“, sagt Hahnemann.

Er setzt darauf, dass nach Thorsten Renk und Tobias Wittwer weitere Verletzte Spieler möglichst bald wieder zur Verfügung stehen. Zwischenzeitlich waren die Alternativen für Trainer Axel Maurischat rar gesät. Gegen Herringen zeigte sich, was es ausmachen kann, wenn ein Coach neue Qualität von der Bank einwechseln kann. Während der SVF nur Routinier Christian Witt neu ins Spiel bringen konnte, tauschte Bönen dreimal aus und hatte wohl auch deshalb in den letzten 20 Minuten mehr zuzusetzen. Zwar überstand die SpVg einige Kontersituationen der Herringer nur mit Glück, doch unverdient war die späte Wende nicht. Der Gastgeber, dem zuvor so oft in der Schlussphase die Luft ausgegangen war, erhöhte von Minute zu Minute den Druck.

Der Vorstand um Hahnemann muss also weiter zweigleisig planen. „Das Blöde ist natürlich, dass wir nicht wissen, in welcher Liga wir bleiben“, erklärt Hahnemann die vertrackte Situation bei der Kaderzusammenstellung. Daher kann der Vorsitzende auch noch keinen Vollzug melden. Bei ein paar Weichen steht Hahnemann allerdings schon am Steller. „Wir wollen grundsätzlich mit Axel Maurischat und Hansi Sack weitermachen, egal in welcher Liga wir spielen.“ Sack ist Sportlicher Berater und hilft Maurischat auch beim Training. Gespräche seinen schon geführt worden, Einzelheiten aber noch offen. Der Vorstand stärkt den Verantwortlichen für das Sportliche also den Rücken, will bis Ende April nicht nur die Trainerfrage klären, sondern auch schon eine Mannschaft für das kommende Spieljahr weitgehend stehen haben.

Für Hahnemann ist klar, dass am Rehbusch dann weiter Bezirksliga-Fußball geboten wird. „Da bin ich ganz sicher“, sagt er – nach einer längeren Suche nach den passenden Worten. - bob

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