SpVg und Pelkum trennen sich im Spitzenspiel torlos

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Bönen und Pelkum schenkten sich im Spitzenspiel nichts. Der Kopfball von Hakan Elik verfehlte sein Ziel aber deutlich.

BÖNEN -  Ali Soyarslan hätte zum Helden bei der SpVg Bönen werden können. In der Nachspielzeit seines ersten Seniorenspiels rannte der A-Jugendliche alleine auf den Pelkums Torwart Christoph Hankus zu, beförderte den Ball jedoch nicht am FCP-Keeper vorbei ins Netz. Dadurch blieb es beim 0:0 im Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga A1, in der die SpVg weiter zwei Zähler hinter Pelkum liegt.

Ein Treffer Soyarslans wäre der Glanzpunkt unter eine zumindest kämpferisch einwandfreie Leistung der Bönener gewesen, die nach der Gelb-Rote Karten für David Gözütok wegen wiederholten Foulspiels fast eine halbe Stunde in Unterzahl waren. „Das war auf jeden Fall eine Steigerung“, sagte SpVg-Trainer Axel Maurischat, der mit dem Punkt leben konnte. Denn insgesamt hatte Pelkum etwas mehr vom Spiel.

Zunächst mussten die Gäste am Rehbusch aber einen Schockmoment überstehen, als Tim Orminski nach vier Minuten bei einem Zweikampf im Rasen hängenblieb, sich schwer das Knie verdrehte und mit dem Krankenwagen abgeholt werden musste.

Die Bönener starteten stärker, doch Pelkum übernahm zunehmend die Kontrolle über das Spiel – und erarbeitete sich die besseren Chancen. So scheiterte David Oles per Kopf an SpVg-Schlussmann Marco Behrend (22.), der vier Minuten später einen Freistoßnachschuss von Mario Martinovic von der Linie kratzte. Die beste Möglichkeit vergab aber Andreas Pawlik, der schön freigespielt aus kurzer Distanz zu lässig abschloss, so dass Felix Holtbrügger noch retten konnte (28.). Im direkten Gegenzug hatte Thorsten Renk Pech, als er allein vor Hankus nur den Pfosten traf. In der Schlussviertelstunde nutzten Oles (32.) und Adrian Wilczek (39., 45.+2) ihre Gelegenheiten nicht. „In der ersten Halbzeit muss Pelkum eigentlich 3:1 führen“, sah Maurischat den Gast deutlich besser. „Wir hatten mehr Spielanteile und die klareren Torchancen“, meinte FCP-Coach Reiner Fiebig.

Aus der Kabine kam aber die SpVg besser. Sie griffen nun früher an, erkämpften sich die Bälle und spielten schnell nach vorne. Bei Tobias Wittwer (50.) und Renk (52.) fehlte jedoch die Präzision. Auf der anderen Seite hatte Bönen Riesenglück, dass das Schiedsrichtergespann das klare Handspiel des grätschenden Hendrik Dördelmanns im Strafraum übersah (55.).

Dann flog Gözütok vom Platz, und das Spiel kippte erneut. Die Pelkumer drückten, wussten mit ihrer numerischen Überlegenheit allerdings wenig anzufangen. Ein Freistoß von Martinovic direkt nach der Ampelkarte sowie ein Versuch von Sven Ludyga (72.), die beide knapp vorbeiflogen, waren die einzigen gefährlichen Szenen für die Gäste. „Wir machen zu viele individuelle Fehler. Da ist die Mannschaft zu grün“, ärgerte sich Fiebig – und war froh, dass Soyarslan das in der Nachspielzeit nicht be-strafte. Bönen tauchte acht Minuten vor Schluss ein weiteres Mal aussichtsreich vor Hankus auf, doch Scheibke verpasste die Hereingabe von Sercan Engin um Zentimeter.

„Wir waren mehr als 25 Minuten in Unterzahl. Das haben die Jungs gut gemacht“, erklärte Maurischat. Die Entscheidung im Meisterschaftsrennen ist nach der Nullnummer jedenfalls vertagt. - bob

SpVg: Behrend – Öncül, Dördelmann, Holtbrügger, Güney – Elik, Gözütok – Wittwer (81. Engin), Renk, Symannk – Scheibke

FCP: Hankus – S. Fiebig – Schynol, Frost – Ludyga, Chojka, Schmidt (82. C. Wilczek) – Oles, Pawlik, Orminski (7. A. Wilczek) – Martinovic

Gelb-Rote Karte: Gözütok wegen wiederholten Foulspiels (63.)

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