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Punkteteilung ist gerecht, der SpVg aber zu wenig

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Von: Boris Baur

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Lange mehr vom Spiel hatten die Bönener um Florian Bednarek (rechts), das Remis war letztlich aber gerecht.
Lange mehr vom Spiel hatten die Bönener um Florian Bednarek (rechts), das Remis war letztlich aber gerecht. © Boris Baur

Die SpVg Bönen tritt knapp über der Abstiegszone der Fußball-Kreisliga A1 auf der Stelle. Das 1:1 (0:0) war am heimischen Rehbusch gegen den SV Wesfalia Rhynern II zwar am Ende gerecht, brachte dem Gegner aber mehr als dem Gastgeber.

Bönen – „Das Unentschieden nehmen wir mit. Wieder ein Punkt mehr“, sagte Rhynerns Trainer Luca Schmitz nach dem Abpfiff. „Am Ende müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein, aber unterm Strich ist ein Zähler zu wenig“, war sein Bönener Kollege Cengiz Güner weniger angetan. Kein Wunder, die Westfalia-Zweite, Aufsteiger in der ersten Corona-Abbruch-Saison, bleibt Neunter. Vier Punkte dahinter und drei vor dem ersten Abstiegsplatz sind die Sorgen der SpVg größer.

Rhynerns Coach war auch deshalb mit dem Remis zufrieden, weil er mit der Vorstellung seiner Mannschaft vor der Pause nicht einverstanden war. „Wir waren gar nicht im Spiel. Dass es da noch 0:0 steht, war glücklich für uns.“ Bönen presste früh, eroberte so immer wieder den Ball. „Wir waren am Drücker“, meinte Co-Trainer Hendrik Dördelmann. So kam die Rehbusch-Elf vor dem Wechsel durchaus zu guten Aktionen, wirklich gefährlich wurde es aber vor dem Rhyneraner Tor nicht.

Symmank sorgt von Außen für Gefahr

Die Gäste steigerten sich nach der Halbzeit, druckvoller blieb aber Bönen. So sorgte Sören Symmank mit zwei scharfen Hereingaben kurz hintereinander für Gefahr. Erst verpasste in der Mitte Sercan Ersan (52.), dann Florian Bednarek (54.). Zwischenzeitlich hatte Dennis Schlenkhoff von der Strafraumgrenze knapp den Pfosten verfehlt.

In der 70. Minute war es dann soweit: Symmank zwang Luca Frey nach einem langen Ball an der Außenlinie zu einem Fehler, zog von rechts in den Sechzehner und behielt die Übersicht, als er Ersan den Ball mustergültig auflegte. Die Freude der Bönener währte aber nur kurz. Maurice Nüse bekam in der Mittelfeldzentrale ungehindert das Leder, marschierte Richtung Strafraum und schoss aus 23 Metern. Sein Versuch wurde leicht, aber unhaltbar abgefälscht (75.).

Rhynern mit viel Power in der Schlussphase

Das Tor gab Rhynern Oberwasser. Michael Schaefers vergab die größte Chance vor SpVg-Keeper Justin Nowak (82.). Jonas Lüke (84.) und Tim Witte (89.) zielten nach Standards vorbei. Auf der anderen Seite hatte auch Bönen seine Aktionen, Ersan legte sich erst den Bal zu weit vor (82.) und beförderte eine flache Hereingabe von Schlenkhoff aus kurzer Distanz in den Abendhimmel (85.).

„Wir waren vorne nicht clever genug. Aber ich bin mit der Mannschaft zufrieden. Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht und uns spielerisch deutlich verbessert“, meinte Güner. Dördelmann lobte das Pressing: „Jetzt müssen wir gucken, dass wir das 90 Minuten schaffen.“

SpVg: Nowak – Y. Senel, Stappert, Gür, Lange – F. Bednarek, Gercek – Schlenkhoff, Symmank (75. Walter), Iscan (61. Öztürk) – Ersan
Westfalia II: Hammerl – Jung, Schakulat, Lüke, Frey – Nüse, Naumann (63. Gerling) – Schaefers, Velmerig, Masella (72. Witte) – Neuhardt
Tore: 1:0 Ersan (61.), 1:1 Nüse (75.)

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