Fußball-Kreisliga B

Darum stecken SpVg II und VfK im B-Liga-Abstiegskampf

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Es wird eng im Tabellenkeller für die SpVg Bönen II und den VfK Nordbögge (links Benjamin Lehnertz im Zweikampf mit Danny Strauß).

Mit dem VfK Nordbögge und der SpVg Bönen II sind zwei Mannschaften aus Bönen in der Fußball-Kreisliga B abstiegsgefährdet. Beide haben 30 Punkte, die Bönener stehen aber wegen eines katastrophalen Torverhältnisses von minus 55 auf dem Relegationsplatz 14. Die beiden Trainer kennen den Grund für den Absturz.

Bönen - Wer am Saisonende Platz 14 belegt, bestreitet am 1. Juni um 14 Uhr auf der Sportanlage bei Eintracht Werne ein vorsorgliches Entscheidungsspiel gegen den Drittletzten der anderen B-Liga-Staffel. Nach derzeitigem Stand wäre dies der TIU Rünthe. Ein Sieg in dieser Partie bedeutet die Rettung, wenn beide Meister der A-Kreisligen in die Bezirksliga aufsteigen.

Das Saisonfinale gegen den drohenden Abstieg sieht VfK-Trainer Sven Kaczor nicht ganz so dramatisch. „Es sind ja noch mehrere im Topf“, weist er auf VfL Mark II (33 Punkte) und den SSV Hamm (34), den nächsten Gegner der Nordbögger, hin. „In jedem Fall heißt es, zu gewinnen, sechs Punkte zu holen“, fordert Kaczor. Das will auch SpVg-Trainer Ralf Thiemann: „Ich steige nicht ab. Zur Not laufe ich selber auf“, gibt er sich kämpferisch.

Schwache Trainingsbeteiligung als Ursache für Absturz in Tabellenkeller

Die Ursachen für die schlechte Lage ist bei beiden ähnlich. „Die Jungs trainieren nicht, weniger als eine Thekenmannschaft. Und ohne Kondition fehlt die Konzentration, zum Beispiel bei den Torabschlüssen“, macht es Thiemann fest. Mangelnde Trainingsbeteiligung, wenn auch aus nachzuvollziehenden Gründen, beklagt auch Kaczor. „Die Jungs müssen arbeiten, sind verletzt oder studieren“, erklärt er. 

Die Quote liege bei 60 Prozent. „Und wenn bei uns einer ausfällt, ist es ja nicht wegen einer Grippe. Der wird gleich operiert“, sagt er. Meist seien das die so genannten Leistungsträger. Eine Bezeichnung, die Kaczor ein wenig schwer über die Lippen kommt. „Oft fehlte bei ihnen die Bereitsschaft und die richtige Einstellung, Grundtugenden, die nötig sind, ein Spiel zu gewinnen.“

Da treffen sich die Trainer wieder: „Wir haben ja einige Akteure, die durchaus höher spielen könnten. Keine Chance hatten wir doch nur gegen Pelkum und Uentrop. Die Möglichkeiten sind da, mehr aber auch nicht“, ärgert sich Thiemann über die Unzuverlässigkeit des Personals. Samstags abends hänge er am Telefon, um eine Mannschaft zusammenzubekommen. Die Angesprochenen würden zusagen und dann am Sonntag doch nicht kommen.

Direkter Vergleich steht am Saisonende über der Tordifferenz

„Es tut mir in der Seele weh, am Anfang der Saison Leute aussortieren zu müssen, weil sie im bestehenden Kader keine Chance gehabt hätten“, erinnert sich Thiemann an den optimistisch stimmenden Start in die Saison.

Mit Blick auf den direkten Vergleich, der über der Tordifferenz steht, sieht es übrigens für die SpVg Bönen nicht mehr ganz so schlecht aus. Die Rehbusch-Elf hat gegen den Ortsnachbarn (3:1, 1:1) und gegen den VfL Mark (4:3, 4:2) gewonnen, gegen den SSV Hamm aber verloren (3:8, 2:0). Der VfK hat gegen die Marker einmal 6:3 gewonnen, einmal 0:5 verloren und unterlag gegen den SSV mit 0:4.

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