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SpVg mit Befreiungsschlag in Stockum

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Von: Markus Liesegang

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Befreiender Jubel: Torschütze Yusuf Senel (rechts) und Sören Symmank feiern das 3:0 gegen Stockum.
Befreiender Jubel: Torschütze Yusuf Senel (rechts) und Sören Symmank feiern das 3:0 gegen Stockum. © Liesegang Markus

Richtig gute Laune gab es auf der Bank der SpVg Bönen schon lange nicht mehr. Nach dem befreienden wie verdienten 4:0 (1:0)-Sieg im Kellerduell beim SV Stockum schon. Coach Cengiz Güner und Torwart Patrick Heller frotzelten über Florian Bednarek nach der zweiten vergebenen „100-Prozentigen“. Co-Trainer Hendrik Dördelmann schonte seine Stimme. Schließlich steht er nach Ferienende wieder tagtäglich vor einer Schulklasse. Grund zu Meckern gab es in der zweiten Hälfte auch allerhöchstens wegen der Schlampigkeit bei der Arbeit fürs Torverhältnis.

Werne – Entschieden war die Partie quasi schon mit dem 1:0 durch Sercan Ersan kurz vor der Pause. Es war die erste bemerkenswerte Aktion im Spiel. Dennis Schlenkhoff setzte sich gegen drei Stockumer auf der rechten Seite durch. Seine Hereingabe war aus der Not geboren, eigentlich zu schwach. Aber Torhüter Andreas Betke und Innenverteidiger Soufian Bhihi waren sich uneins, wer den Ball nimmt, Ersan der Nutznießer. Kurz danach ein spielerisches Highlight, als Sören Symmank Schlenkhoff schickte. Der Bönener Rechtsaußen traf nur den Pfosten.

Der 1:0-Führungstreffer brachte den Gästen Selbstvertrauen. Direkt nach Wiederanpfiff köpfte Ersan knapp über das Stockumer Tor. Die Flanke kam von Schlenkhoff. Der Vorbereiter spielte anschließend von der Grundlinie Florian Bednarek an. Der stand frei am Elfmeterpunkt, traf den Ball auf holprigem Untergrund aber nicht perfekt – drüber. Auf der Gegenseite in der 60. Minute die einzige Torannäherung des Gastgebers: Hüseyin Yilmaz’ Schuss aus 25 Metern war kein Problem für den an diesem Nachmittag beschäftigungslosen Justin Nowak.

In Überzahl fallen die Treffer

„Die Rote Karte war spielentscheidend“, beurteilte Stockums Co-Trainer und Sportlicher Leiter Oliver Gutsche den Platzverweis gegen Zouhir Naciri. Der hatte Yussuf Senel mit einem Ellbogencheck in der 65. Minute getroffen.

Sechs Minuten später gelang den überlegenen Bönenern durch Schlenkhoff das beruhigende 0:2, Senel traf vier Minuten darauf zum 0:3, Walter in der Nachspielzeit noch zum 0:4.

„Hochverdient“, meinte Güner zum Erfolg nach langer Durststrecke kurz und knapp. „Wir sind gelaufen, haben gekämpft. Wir wollten den Sieg mehr als der Gegner.“

Elias verlässt die Sportanlage

Einer, der keine gute Laune hatte, war Mohammed Elias. Der Linksaußen verschwand schon zur Pause. Verärgert, weil Güner ihn ausgewechselt hatte. Elias war von der Ampelkarte bedroht. Die erste Gelbe kassierte er nach 20 Minuten wegen Meckerns. Dann sah er kurz vor dem Seitenwechsel die Bestrafung für einen Bodycheck nicht ein. Eine „letzte Ermahnung“ durch den Unparteiischen folgte.

SVS: Betke – Partlak, Flüß, S. Bhihi, Böhme (75. Löbbecke) – Yilmaz, Tas – N. Bhihi (69. Bernholz), Naciri, Saffour – Samadi (57. Acar)
SpVg: Nowak – Lange, Walter, Stappert, Y. Senel (65. Gür) – Gercek, Bednarek – Elias (46. Öztürk), Symmank, Schlenkhoff – Ersan
Tore: 0:1 Ersan (42.), 0:2 Schlenkhoff (71.), 0:3 Senel (75.), 0:4 Walter (90.)
Rote Karte: Naciri wegen Tätlichkeit (65.)

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