Arenz eröffnet mit Traumtor Bönener Meisterfeier

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Groß war die Erlösung bei der SpVg, als Niclas Arenz (ganz unten) kurz vor der Pause zum 1:0 gegen den Hammer SC traf.

BÖNEN -  Die Meisterschaft ist perfekt, gewonnen ist aber noch nichts: Die SpVg Bönen bejubelte ausgelassen den mit einem 5:0 (1:0)-Sieg über den Hammer SC vorzeitig geschafften Titelgewinn in der Fußball-Kreisliga A1, muss sich aber mit der Aufstiegsfeier noch bis zum Entscheidungsspiel gedulden.

Gegner am 11. Juli (Anstoß 18.30 Uhr) wird die SG Massen sein, die sich ebenfalls am Sonntag die Meisterschaft in der A2 sicherte (siehe Bericht links). Denn erstmals in dieser Saison bestreiten die besten Teams der beiden Staffeln eine Aufstiegsrelegation. Der Verlierer erhält eine zweite Chance gegen einen Tabellenzweiten aus dem Kreis Dortmund. „Damit hätten sie gerne noch ein Jahr warten können“, fand es Tobias Wittwer nicht gut, dass seine SpVg als Erster von dieser Regelung betroffen ist. „Das ist doof in der Relegation, aber wir sind optimistisch“, fügte Felix Holtbrügger hinzu.

Am Sonntag am Rehbusch knallten aber die Sektkorken und spritzten die Bierdusche. „Jetzt wird gefeiert“, meinte Coach Axel Maurischat, dessen Meister-T-Shirt schnell durchnässt war.

Die Partie gegen den mittlerweile auf Rang acht zurückgefallenen Aufsteiger war aber alles andere als ein Selbstläufer. Der HSC wusste, dass die SpVg unbedingt gewinnen musste, und ließ den Gastgeber kommen. So war ein Nachschuss nach einer Ecke von Hakan Elik (13.) lange die einzige gefährliche Szene. Bönen profitierte nach einer halben Stunde davon, dass der schnelle Hammer Angreifer Robin Czeloth verletzt aus dem Spiel musste. Das schränkte die Offensive des HSC merklich ein.

SpVg wird Kreisliga-Meister

Defensiv stand der Gast aber weiter sicher. Zumal Yusuf Güney aus sechs Metern eine Unsicherheit von Torwart Thomas Vogt nach flacher Hereingabe von Thorsten Renk nicht zu nutzen wusste (36.).

Die Erlösung brachte Bönen ein schmeichelhafter Freistoßpfiff. Niclas Arenz nahm in der 45. Minute aus 17 Metern Maß und schlenzte die Kugel in den Winkel. „Er hat so oft Latte und Pfosten getroffen. Den hat er sich für heute aufbewahrt, um ihn reinzunageln“, jubelte Wittwer. Holtbrügger fand es einfach nur „sensationell“.

Vor allem war der Treffer aber wichtig. „Das war der Türöffner“, so Arenz. Und vier Minuten nach Wiederanpfiff stand das Tor zur Meisterschaft sperrangelweit offen, als Ruchan Akman nach einem langen Pass von Dominik Sorge vor dem zögernden Vogt an den Ball kam und per Heber zum 2:0 traf. „Das hat uns in die Karten gespielt“, wusste Holtbrügger, dass eine Entscheidung gefallen war.

Bönen nutzte nun die Freiräume, die sich gegen kräftemäßig abbauende Hammer boten. Holtbrügger traf bei einer Ecke den Innenpfosten. (72.). Renk schraubte nach schönem Solo von Sorge das Ergebnis auf 3:0 hoch (76.). In der Schlussphase köpfte Sören Symmank (81.) das vierte, und Akman (88.) markierte das fünfte Tor.

Dann gab es kein Halten mehr. Oder wie es Marco Behrend sagte: „Jetzt lassen wir die Sau raus, ab Mittwoch wir sich wieder konzentriert.“ Da ist schließlich noch das Aufstiegsspiel. J bob

SpVg: Behrend – Öncül, Holtbrügger, Sorge, Güney – Elik, Wittwer – Solakis (68. Symmank), Arenz (76. Scheibke), Akman – Renk

HSC: Vogt – Stricker – Strüwer, Brunsmann, Meller (81. Wienkamp)– Janzen, Staubus, Weber, Steiger (76. Brucks), Schmidt – Czeloth (37. Frey)

Tore: 1:0 Arenz (45.), 2:0 Akman (49.), 3:0 Renk (76.), 4:0 Symmank (81.), 5:0 Akman (88.)

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