SpVg mit jeder Menge Selbstvertrauen

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„Wir haben gesehen, dass Rückstände nichts bedeuten“, sagte SpVg-Kapitän Tobias Wittwer (links) nach dem zweiten gedrehten Spiel in Folge.

Bönen - Eine breitere Brust ist wahrscheinlich kaum möglich: Vor dem eigenen spielfreien Wochenende steht die SpVg Bönen auf dem ersten Platz der Fußball-Kreisliga A1 und hat drei Siege im neuen Jahr im Rücken. Die letzten zwei Erfolge feierte die Rehbusch-Elf sogar gegen unmittelbare Konkurrenten, drehte dabei jeweils Rückstände und traf in den Schlussminuten zum Sieg.

„Das hebt das Selbstvertrauen“, sagt Kapitän Tobias Wittwer logischerweise: „Wir haben gesehen, dass ein Rückstand nichts bedeutet.“ Eine Lehre, die für den Endspurt im immer noch völlig ausgeglichenen Titelrennen viel Wert sein kann. Ebenso wie die Siege in den Spitzenspielen. 0:3 lagen die Bönener gegen den BV 09 Hamm nur Pause zurück, gewannen in einer spektakulären Partie noch 4:3. In Werne führte der Gastgeber bis zur 72. Minute, dann glich Fatih Korkmaz aus, ehe der neue Edeljoker Christoph Wöllert zwei Minuten vor dem Ende das 2:1 erzielte. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir da noch was holen“, gibt Wittwer zu.

Zu schwach präsentierte sich seine Mannschaft in den ersten Hälften. Die Halbzeitansprachen von Trainer Hendrik Dördelmann macht der Kapitän mitverantwortlich dafür, dass die SpVg die Rückstände noch drehte. „Er hat gesagt, dass man so nicht vom Platz gehen kann. Wir haben dann neuen Kampfgeist entwickelt.“ Fußballspielen war dabei weder auf Rehusch-Asche gegen den BVH noch in Werne möglich. „Das war noch schlimmer als in Bönen. Da war völlige Matsche“, so Wittwer, der wie seine Teamkollegen hofft, dass die Platzverhältnisse nach der Pause besser werden.

Bis dahin nutzen die Bönener ihr freies Wochenende für einen Mannschaftsabend, um die gute Stimmung weiter zu heben und die Neuzugänge weiter einzubinden. „Die sind alle schon super integriert“, betont Wittwer. Für den Kapitän war es wichtig, dass die SpVg trotz der guten Hinserie noch nachgelegt hat. Ohne die Neuen würden die vielen verletzungsbedingten Ausfälle sicherlich stärker zu Buche schlagen.

Wie gut die Ausgangsposition der Bönener ist, lässt sich angesichts der schiefe Tabelle kaum sagen. Aktuell hat die SpVg vier Spiele mehr absolviert als beispielsweise der Herbstmeister VfL Mark. Wittwer sieht übrigens als einen Vorteil darin, dass sein Team im Gegensatz zur Konkurrenz bislang keine englische Woche vor Augen hat. „Wir sind froh darüber. Ich gehe davon aus, dass wie wir viele in unserer Liga Spieler mit Schichtdienst haben.“ Die Mannschaftsbesetzungen könnten unter der Woche die tatsächliche Leistungsstärken verdecken.

Nach den schweren Spielen gegen die HSV (4:2), BVH und Werne bekommt es Bönen bis nach Oster nurmehr mit vermeintlich leichten Gegnern aus dem Mittelfeld oder Tabellenkeller zu tun. Dördelmann mahnte bereits am Sonntag die richtige Einstellung in diesen Spielen an. Wittwer ist da gelassener: „Ich glaube nicht, dass wir denken, wir spielen das einfach so runter. Das wird total schwer.“ Doch am Rehbusch macht sich niemand bange, dazu ist das Selbstvertrauen zu groß. „Mit der richtigen Einstellung ist es schwer uns zu schlagen, weil die Abwehr so stabil ist“, erklärt Wittwer, warum die SpVg noch lange oben bleiben könnte.

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