SpVg Bönen II gewinnt glücklich in Flierich

Eigentor-Bogenlampe entscheidet Derby am Butterwinkel

Als glückliche Sieger gingen die Bönener (links Atakan Iscan gegen Kevin Garske) im Derby hervor.
+
Als glückliche Sieger gingen die Bönener (links Atakan Iscan gegen Kevin Garske) im Derby hervor.

Ein kurioses Eigentor von Karsten Wegner hat das Gemeindederby am Butterwinkel entschieden. Der Abwehrspieler des TVG Flierich-Lenningsen köpfte in der 32. Minute eine Freistoßflanke der SpVg Bönen II unbedrängt zum einzigen Tor des B-Liga-Duells ins eigene Netz. Die Bogenlampe konnte Torwart Alexander Schubert nicht mehr über die Latte lenken.

VON BORIS BAUR

Bönen – „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, meinte SpVg-Kapitän Daniel Bednarek, und auch für Mittelfeldmann Hakan Elik war „der Sieg glücklich“. TVG-Coach Thorsten Müller war aufgrund „der starken zweiten Halbzeit sehr unzufrieden“ mit dem Ergebnis. „Das wäre ich auch nicht mit einem Punkt gewesen“, sagte er. Zu einem Erfolg fehlten den Flierichern letztlich jedoch die zwingenden Chancen.

Das Derby war bis zuletzt, als Dennis Unterkötter in der Nachspielzeit nach einem zu kurz abgewehrten Freistoß deutlich über das Tor schoss, spannend. Wirklich gut war es allerdings nicht. Der Kampfgeist bei beiden Teams stimmte, allzu viele Torraumszenen bekamen die Zuschauer nicht zu sehen.

Im ersten Durchgang hatte die SpVg Feldvorteile, versuchte sich in einem kontrollierten Spielaufbau, während Flierich mit schnellen Gegenstößen zum Erfolg kommen wollte. In der elften Minute klärte TVG-Verteidiger Kevin Garske nach einer schönen Aktion von Ibrahima Camara in letzter Sekunde vor dem einschussbereiten Atakan Iscan. Auf der anderen Seite brauchte Christoph Wöllert zu lange für seinen Abschluss, bei dem er auch noch wegrutschte (22.).

Gemeindederby am Butterwinkel: SpVg-Zweite schlägt Flierich

Umkämpftes Derby am Butterwinkel.
Umkämpftes Derby am Butterwinkel.
Umkämpftes Derby am Butterwinkel.
Umkämpftes Derby am Butterwinkel.
Gemeindederby am Butterwinkel: SpVg-Zweite schlägt Flierich

Flierich steigert sich, bleibt aber ohne Durchschlagskraft

Dann geriet die Germania völlig unnötig in Rückstand. „Was wir für Gegentore kriegen, ist Wahnsinn“, meinte Müller. Danach verfehlte Florian von Glahn aus kurzer Distanz vor SpVg-Keeper Eloy Hahne deutlich (40), während Iscan eine scharfe Hereingabe knapp verpasste (43.). Das war es auch schon an Chancen in Hälfte eins. „Die erste Halbzeit von uns war nicht gut“, sagte Müller – im Gegensatz zur zweiten.

Flierich steigerte sich, baute nach dem Wechsel Druck auf. Die Bönener versuchten zwar weiter, kontrolliert aufzubauen, kamen aber nicht mehr nach vorne. Selbst Konter waren selten. Dafür stand die Defensive der Gäste mit dem aufmerksamen T Hahne sicher. Durchschlagkräftig zeigte sich der TVG allerdings auch nicht. Ein Kopfball durch von Glahn nach einem Freistoß (51.), Simon Maletz‘ Schussversuch im Fallen (70.) sowie ganz am Schluss noch einmal von Glahn aus 16 Meter (88.) und ganz am Ende Unterkötter waren die nennenswerten Abschlüsse. „Uns fehlt der letzte Pass, wenn wir in Position sind“, klagte Müller, während Bednarek die „kämpferische Mannschaftsleistung“ und das „konsequente Abwehrarbeit“ lobte.

TVG: Schubert – Wegner, Garske, Lux – Unterkötter, Pauken – Henkel, Breidert – Maletz, Wöllert – von Glahn; Konrad, Garroth, Westergerling
SpVg II: Hahne – S. Özgüc, Duman, Lehnertz, E. Senel – Tasdelen, Luboch – Öncül, Elik, Camara – Iscan; Tuczuoglu
Tor: 0:1 Wegner (32./Eigentor)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare