Maurischat nimmt Spieler in Lohauserholz in die Pflicht

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Sören Symannk (links) und die SpVg wollen die Scharte gegen Warendorf auswetzen.

BÖNEN -  Die 2:6-Pleite gegen den Mitkonkurrenten Warendorfer SU am vergangenen Wochenende hat Axel Maurischat noch nicht verdaut. In der Partie am Sonntag (14.30 Uhr) beim TuS Germania Lohauserholz fordert der Trainer der SpVg Bönen von seinen Spieler Wiedergutmachung. „Alles“, sagt er, „alles muss besser werden.“

Bisher hatte der Coach seine Mannschaft immer in Schutz, auch nach ärgerlichen, weil durch persönliche Fehler selbst verschuldeten Niederlagen betonte er immer wieder, dass sein Team in der Liga mithalten kann. Das tat er zwar diesmal indirekt, indem er von der „ersten hochverdienten Niederlage in dieser Saison“ sprach, doch eine solche Leistung wie gegen Warendorf will er nicht noch einmal sehen. „Die einzelnen Spieler müssen sich an die eigene Nase fassen und nicht die Schuld bei anderen suchen. Damit kommt man nicht weiter. Jeder muss sich hinterfragen“, erklärt er: „Ich mache auch Fehler, und dann sage ich das auch.“

Besonders die Art und Weise, wie die Pleite zustandekam, brachte Maurischat auf die Palme: „Der Rest der Mannschaft hat die Viererkette und den Torwart im Stich gelassen. Verteidigung fängt im Sturm an“, ermahnte er seine Akteure zu mehr Zusammenarbeit auf dem Platz.

Die Mitkontrahenten im Abstiegskampf drohen dem Aufsteiger so langsam zu entwischen. „Wir müssen die Ärmel hochkrempeln und kämpfen“, sagt der Trainer, dem sonst für die Begegnung am Hahnenbach Übles schwant: „So holen wir dort nicht einen Punkt, der eigentlich schon zu wenig wäre.“

Die Hölzkener haben aus den vergangenen sieben Partien 14 Punkte geholt, nur gegen die mit einigen Oberliga-Spielern verstärkte Reserve des SV Lippstadt verloren und nach schwachem Start als Achter den Kontakt zum vorderen Mittelfeld hergestellt. „Lohauserholz gehört noch weiter oben rein“, sieht Maurischat im TuS gar ein Spitzenteam.

Hoffnung macht dem Trainer, das seine am vergangenen Wochenende ersatzgeschwächte Mannschaft wieder Zuwachs erhält. Malik Öncül hat seine Gelbsperre abgesessen, Niklas Link seine Erkältung überwunden, und David Wündisch sowie Ruchan Akman müssen nicht arbeiten. Felix Holtbrügger hat zudem seinen Trainingsrückstand aufgeholt. Lediglich Dominik Sorge und der Langzeitverletzte Thorsten Renk fehlen. In deutlich besserer Besetzung sollte die SpVg also ein anderes Gesicht als zuletzt zeigen. - bob

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