Maurischat heizt den Konkurrenzkampf an

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Malik Öncül hat sich seinen Stammplatz auf der rechten Seite der SpVg vorerst zurückerobert.

BÖNEN -  Die SpVg Bönen pendelt sich in der Fußball-Bezirksliga ein. Seit dem dritten Spieltag rangiert der Aufsteiger zwischen Platz neun und zwölf – immer mit etwas Luft zur Abstiegszone, aber nie mit einem beruhigen Polster. Der Sieg über den TuS Wiescherhöfen am Sonntag kann dabei dem Selbstvertrauen einen Schub geben, schlug Bönen doch erstmals ein Spitzenteam.

Von Bonuspunkten wollte Trainer Axel Maurischat deshalb nach dem Erfolg über den Tabellendritten nur bedingt sprechen. „Es ist schon ein Bonuspunkt. aber wenn wir eine Woche vorher gegen Herringen gewonnen hätten, hätten wir die Punkte jetzt vergolden können“, ärgerte sich der SpVg-Coach noch immer über die dummen Patzer, die zur 1:3-Niederlage beim Tabellennachbarn führten. „Da haben wir uns selber geschlagen“, erklärte Maurischat.

Gegen Wiescherhöfen leistete sich Bönen wieder einen Aussetzer, als Yusuf Güney im Strafraum einen Querschläger fabrizierte und sich dann mit einem Mitspieler uneins war, wer den Ball klären sollte (19.). Doch diesmal gelang es der SpVg mit geeinter Kraft, die selbst heraufbeschworene Gefahr zu beseitigen. Es war aber der einzige richtige Patzer. Die Gastgeber holten sich vielmehr mit jedem Zweikampf Selbstvertrauen, hatten zum Ende der ersten Hälfte auch die besseren Offensivaktionen und gingen verdient in Führung. „Der ein oder andere hat sich immer mehr gepusht“, freute sich Maurischat.

Torschütze war bereits zum zweiten Mal in Folge Neuzugang Durim Feta, der eine echte Verstärkung zu werden scheint. Der körperliche robuste Kosovare bringt ein neues Element in den SpVg-Angriff. Er kann die Bälle behaupten, ist schnell und hat einen richtigen guten Schuss. Außerdem findet er sich langsam ins Spiel der Bönener ein, auch wenn er hin und wieder zu überhastet agiert. Maurischat zog Feta gegen Wiescherhöfen den kleinen Offensivleuten Ramazan Dincer und Thorsten Renk vor, die ihm beide zu wenig trainiert hatten. Mit Kevin Scheibke und dem ständig aufrückenden Niclas Arenz hatte die Rehbusch-Elf drei Akteure, die vorne die langen Bälle aus der absichtlich tief stehenden Abwehr verarbeiten konnten.

Überhaupt macht Maurischat derzeit reichlich Gebrauch von seinem breiten Kader. Am Sonntag fehlte lediglich Ruchan Akman, deshalb schickte er mit Dincer, Renk sowie Dominik Sorge und Ismail Oturak gleich vier Spieler zur zweiten Mannschaft. Sorge und Dincer wurde gegen Wiescherhöfen immerhin eingewechselt. „Es tut mir immer leid, wenn ich jemanden auf die Bank setzen muss“, erklärt der Coach, will aber weiter auf die Trainingsbeteiligung und -eindrücke setzen. Wenn die Spieler dann in die Partie kommen, erwartet er die richtige Reaktion. „Malik (Öncül - Anm. d. Red.) hat sich voll reingehangen, und drei starke Spiele gemacht“, lobt Maurischat. Der Außenverteidiger war zuletzt zweimal nur eingewechselt worden, nutzte die Gelegenheit und stand gegen den TuS wieder in der Startelf. „Bei anderen sehe ich die Reaktion nicht“, sagt der Trainer dagegen zum Beispiel in Richtung Renk und Oturak, deren jüngste Leistungen ihm nicht gefallen haben.

Aber die werden sicher eine neue Chance erhalten. Vielleicht schon am Sonntag bei der SG Bockum-Hövel, dem nächsten Spitzenteam. Das hat aber Personalsorgen, eine Sache, die am Rehbusch momentan unbekannt ist. - bob

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