Fußball

SpVg zwischen Traumstart und fadem Abschluss

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Acht Spieltage lang blieb die SpVg (hier Torwart Patrick Heller) ohne Gegentor.

Bönen - Mit einem fadem Beigeschmack verabschiedete sich die SpVg Bönen in die Winterpause. Nach einer tollen Hinserie holte die Rehbusch-Elf aus den ersten beiden Rückrundenspielen nur noch einen Punkt. Die Freude über den vollbrachten Umbruch überwiegt aber.

Platz vier steht für die SpVg Bönen nach 17. Spieltagen in der Fußball-Kreisliga A1 zu Buche. Damit liegt die Mannschaft von Trainer Tayfun Basyigit genau in dem vor der Saison angepeilten Zielkorridor. „Wir haben uns die Top Fünf vorgenommen. Wenn wir da bleiben, sind wir zufrieden. Wir gehen glücklich in die zweite Halbserie“, wollte sich Dördelmann, der im Sommer das Zepter auf der Bank an Basyigit übergeben hatte, die gute Laune von den jüngsten beiden Auftritten gegen Pelkum (0:2) und gegen Lohauserholz II (2:2) nicht kaputtmachen lassen: „Uns ist am Ende die Puste ausgegangen, aber wir sind insgesamt zufrieden.“

Traumhafter Start

Die Bönener sorgten vor allem zu Saisonbeginn für Aufsehen, als sie die ersten acht Partien ohne Gegentor blieben und die Tabellenspitze bekleideten. Gerade angesichts des Umbruchs im Sommer war das nicht zu erwarten gewesen. Auch danach zeigte die SpVg, wozu sie in der Lage sein kann: Gegen die Meisterschaftsfavoriten SVE Heessen (3:3) und Eintracht Werne (1:0) feierte die Rehbusch-Elf – sicherlich glücklich – Erfolgserlebnisse.

Überheblichkeit bekommt SpVg nicht gut

Solche Spiele würden, laut Dördelmann, im Kopf bleiben, aber auch diejenigen, in denen sein Team Punkte gegen die vermeintlich schwächeren Mannschaften liegen gelassen habe. Allen voran natürlich die 1:2-Pleite gegen den zuvor sieglosen TuS Uentrop II am zehnten Spieltag, als die Serie ohne Gegentor abrupt endete, aber eben auch das jüngste 2:2 gegen Lohauserholz. Eine Spur Überheblichkeit war in diesen Spielen nicht wegzudiskutieren.

Warum die SpVg die zweite Hälfte des ersten Saison-Halbjahres allerdings nicht mehr so erfolgreich auftrat wie zuvor, lag für den Co-Trainer an der fehlenden personellen Kontinuität. „In den letzten Spielen war unsere Innenverteidigung durcheinandergewürfelt und wir mussten aufgrund der Trainingsbeteiligung improvisieren“, so Dördelmann. Außerdem sei auf der Rehbusch-Asche zuletzt ein ordentliches Training nicht möglich gewesen.

Plan zu mehr Offensive wird von der Realität überholt

Das war im Sommer auf Rasen noch anders. Die SpVg reaktivierte schon in der Vorbereitung ihr altbekanntes Abwehrbollwerk. Mit dem war sie lange erfolgreich gewesen, ehe sich die Bönener in den vergangenen zwei Jahren aufgrund des großen Verletzungspeches von der Spitzengruppe entfernten. Dabei war der Plan ursprünglich ein anderer gewesen: „Wir wollten im Verlauf der Serie offensiver auftreten. Aber das geht nicht von heute auf morgen. Wir haben schnell gemerkt, dass wir defensiv gut stehen, und uns auf das besonnen, was wir wirklich gut können“, erklärt Dördelmann: „Es ist aber schon unser Ziel, in den Spielen dominanter aufzutreten.“

Zu wenig Torgefahr - Neuzugänge sollen helfen

Denn die Seite hat zwei Medaillen: „Wir müssen gucken, dass wir gegen die Mannschaften von unten souveräner auftreten“, fordert Dördelmann. Keines der Topteams ließ so viele Punkte gegen vermeintlich schwächere Gegner wie die Bönener. Die Rehbusch-Elf tut sich im Spiel nach vorne schwer, 29 Tore sind der sechstschlechteste Wert der Liga. „Offensiv müssen wir uns steigern“, so der Co-Trainer.

Neben den beiden Neuzugängen für die Außenbahnen (Ramazan Dincer/TSC Hamm und Yasin Öztürk/TSC Kamen) soll daher auch Tayfun Basyigit wieder mehr Einsatzzeiten erhalten. Der Coach, immerhin gelernter Stürmer, hatte sich angesichts des großen Kaders zunächst zurückgenommen, ehe ihn ein Muskelfaserriss lange außer Gefecht setzte. „Am Anfang hatten wir nicht den Bedarf, jetzt denken wir anders darüber.“ In der Vorbereitung, die bereits am 6. Januar startet, wird Basyigit also aktiver werden.

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