Fußball

SpVg gewinnt, doch Mark ist besser

Die Abwehrkette um Linksverteidiger Marvin Stappert (rechts) ließ trotz Dauerdruck nur wenige Chancen zu.

Bönen – Die Defensive der SpVg Bönen ist weiterhin nicht zu überwinden. Auch nach dem fünften Spieltag der Fußball-Kreisliga A1 ist die Rehbusch-Elf ohne Gegentor. Diesmal lag es allerdings neben einem glänzend aufgelegten Keeper Patrick Heller auch am Unvermögen des VfL Mark, der die bessere Mannschaft in Bönen war, aber mit 0:2 (0:2) unterlag.

„Wir hätten noch zwei Stunden spielen können, wir hätten kein Tor gemacht“, sagte VfL-Coach Kevin Schulzki, der die fehlende Durchschlagskraft schon bei der vorangegangenen 1:2-Niederlage gegen den FC Pelkum beklagte. Besonders im zweiten Durchgang war Mark drückend überlegen, machte daraus jedoch nichts.

Basyigit lobt den Gegner

Bönens Spielertrainer Tayfun Basyigit war nach der Partie auch voll Lobes für den Gegner. „Mark steht nicht da, wo sie hingehören. Das war die spielstärkste Mannschaft, gegen die wir bisher gespielt haben.“ Auch von der Fitness her habe der VfL, der nur auf Rang zehn liegt, Vorteile gehabt.

Bönen hatte schon nach fünf Minuten Dusel, als Silas Dankert aus aussichtsreicher Position an Heller scheiterte. Drei Minuten später spielte Dominik Sorge Robin Gessinger mit einem herrlichen Pass frei. Der Stürmer umkurvte den Torhüter und wollte einschieben, als er von einem Feldspieler umgegrätscht wurde. Den Elfmeter verwandelte Cihad Gün zum 1:0.

Ein kurioses Eigentor

Mark übernahm die Kontrolle über die Partie, dennoch war es die SpVg zum zweiten Mal jubeln durfte – ohne allerdings allzuviel dafür zu können. Malte Finger misslang ein Rückpass, den er an Torhüter Moritz Klink vorbeispielte. Der Keeper kam vor der Linie nicht mehr an den Ball (22.). In der Folge zog sich Bönen endgültig zurück und überließ den Gästen den Ball, die bis zur Pause jedoch keine Ideen mehr entwickelten.

Der Trainer nahm in der Kabine Korrekturen vor, weswegen Mark nach dem Wechsel regelrecht dominant auftrat. Der VfL setzte den ballführenden Akteur ständig unter Druck, Bönen wusste damit nichts anzufangen und verlor das Spielgerät meist sofort wieder. Spätestens die hochstehende Viererkette der Marker erstickte die Angriffe im Keim. Mit zwei Ausnahmen: Gessinger besaß in der 52. Minute die riesige Chance auf das 3:0, nachdem ein Schuss von Sorge abgefälscht wurde und zehn Meter vor dem Tor vor seinen Füßen landete. Er verzog jedoch. Zwei Minuten darauf scheiterte er aus spitzem Winkel an Klink. Das waren die einzigen nennenswerten Szenen der SpVg.

"Wir hatten Matchglück"

„In der zweiten Halbzeit waren wir in allen Belangen unterlegen. Das einzige Gute war, dass wir diszipliniert verteidigt haben“, sagte Bas-yigit. Mark entwickelte zwar viel Druck, wurde aber nur selten gefährlich. Den Schüssen aus der Distanz fehlte die Genauigkeit. Aus der Nähe visierte Lucas Röder genau Heller an (64.), zielte Dankert neben den Pfosten (70.), köpfte Finger vorbei (78.) und schossen Bastian Wappler (87.) und Niklas Jürgen Knothe drüber (90.+1). „Wir hatten Matchglück“, bilanzierte Bönens Co-Trainer Hendrik Dördelmann daher zurecht.

SpVg: Heller – Y. Senel (59. Gözütok), Güner, Aydeniz, Stappert – O. Basyigit, Elik (72. T. Basyigit), Gün, Sorge – Gessinger (90. B. Akkaya), Symmank (74. Iscan)
VfL: Klink – Schürkamp, Finger (80. Weber), Hartmann Operskalski (65. Kunz) – Knothe, Horn (39. Brinkwirth), Heße, Röder – Dankert, Lorenz (46. Wappler)
Tore:  1:0 Gün (8./Foulelfmeter), 2:0 (23./Eigentor)

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