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Sportpark am Förderturm: Warten auf Nachrichten aus Berlin

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Von: Boris Baur

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Bald soll es am Zechenturm um Tore und Punkte gehen. Derzeit steht die Entscheidung aus, ob die Fördergelder für den Sportanlagenneubau bewilligt werden
Bald soll es am Zechenturm um Tore und Punkte gehen. Derzeit steht die Entscheidung aus, ob die Fördergelder für den Sportanlagenneubau bewilligt werden © Markus Liesegang

Auf die Bönener Fußball-Landschaft kommen in den nächsten Jahren einige gravierende Veränderungen zu. Die altehrwürdige Anlage der SpVg Bönen am Rehbusch und der einzigartige Sportplatz am Butterwinkel, Heimat des TVG Flierich-Lennigsen, haben keine Zukunft mehr, Auch die ungeliebte Asche am Schulzentrum wird die Kicker bald nicht mehr ärgern. Dafür entsteht rund um den Förderturm ein komplett neues Gelände mit zwei Plätzen, während die Germanen an die ehemalige Ermelingschule umziehen und auf einem ebenfalls neuen Rasenfeld den Ball ins Tor schießen werden. Bis das Realität wird, wird aber noch viel Zeit vergehen.

Bönen – Die IG und die SpVg Bönen sollen eine gemeinsame Heimat mit zwei Kunstrasenplätzen am Förderturm finden. Rund 5,3 Millionen Euro wurden dafür veranschlagt, von denen das meiste in das Vereinsgebäude fließen wird (2,6 Millionen Euro). Auch sollen Outdoor-Workout-Anlagen entstehen und die Stockschützen der SpVg eine neue Bahn erhalten. Schließlich soll der Rehbusch im Gegenzug für eine Nachnutzung freiwerden.

Für ein solches Projekt hat der Bund zudem das Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen im Bereich Sport, Jugend und Kultur Projektaufruf 2020“ mit einer Laufzeit von 2021 bis 2026 aufgelegt. Drei Millionen Euro könnte die Gemeinde aus dem Topf erhalten, grundsätzlich grünes Licht gab es aus Berlin schon. Die darüber hinaus benötigten Gelder sind bereits im Haushalt angelegt und aufgrund der aktuellen Marktentwicklung mit entsprechenden Anpassungen versehen worden. Etwaige Kostensteigerungen, zum Beispiel durch gestiegene Preise für Baumaterialien gehen zulasten des kommunalen Eigenanteils, der wiederum durch die Vermarktung der Fläche am Rehbusch finanziert werden könnte.

Zweistufiges Verfahren

Die Bundesförderung sieht ein zweistufiges Verfahren vor, ehe der Förderantrag komplett bewilligt wird. Die erste Hürde hat die Bönener Verwaltung genommen, als das Projekt in den Haushaltplan im Bund aufgenommen wurde. Anschließend muss noch das eigentliche Antragsverfahren durchlaufen werden. Dieser Prozess ist aktuell im Gange.

Die Gemeinde hat die verschiedenen Punkte in ihrem Antrag abgearbeitet und abgeschickt, teilt Robert Eisler mit. „Eine zusätzlich verlangte Wirtschaftlichkeitsuntersuchung wurde extern beauftragt, fertiggestellt und zwischenzeitlich ebenfalls eingereicht“, erklärt der Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen, Umwelt: „Insofern warten wir nun auf die Bewilligung des Antrages“, betont Eisler. Erst dann weiß die Verwaltung genau, wann welche Mittel fließen werden. „Wir hoffen natürlich auf eine positive Bescheidung, da das Projekt für den Sport, für das Umfeld und für die Gemeindeentwicklung insgesamt zahlreiche Vorteile aufzeigt.“

Im ersten Quartal des kommenden Jahres wird die Bundesbauverwaltung, noch eine technische Prüfung vornehmen. „Erst dann können wir die nächsten Schritte zur Umsetzung anstoßen“, meint der Fachbereichsleiter. Die IG und die SpVg sollen danach wieder miteinbezogen werden, um die Planungsentwürfe weiter zu konkretisieren. Eisler peilt dafür das erste Quartal 2022 an.

TVG-Platz weiter in der Bauleitplanung

An der ehemaligen Ermelingschule, deren Sporthalle der TVG bereits in Eigenverwaltung nutzt, befindet sich das Projekt neuer Rasenplatz noch in der Phase der Bauleitplanung. Das bedeutet, dass gerade der Flächennutzungsplan entsprechend geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt wird. Dies war allerdings auch schon vor etwa einem halben Jahr der Stand. Immerhin ist laut Eisler die erste Stufe der sogenannten frühzeitigen Beteiligung erreicht. „Und wir sind dabei die Stellungnahmen auszuwerten und die Unterlagen für die vorgeschriebene Offenlage vorzubereiten.“ Eine konkrete visuelle Planung, die das Ganze besser vorstellbar macht, gibt es für das Gelände noch nicht.

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