Spitzenspiel am Rehbusch / Kellerduell in Nordbögge

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Sedat Cakir traf gegen den HSC dreifach, jetzt bangt die SpVg Bönen vor dem Spitzenspiel gegen den VfL Mark um den Einsatz des Stürmers.

Bönen - Der Spitzenreiter gegen den potenziellen Tabellenführer. Am Rehbusch steigt für die SpVg Bönen das absolute Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga A1 gegen den VfL Mark. Am unteren Ende der Tabelle will der VfK Nordbögge am letzten Spieltag des Jahres den Kontakt zur Konkurrenz wiederherstellen. Die IG Bönen hofft mit einem Sieg in Stockum, Abstand zur Abstiegszone zu gewinnen.

SpVg Bönen – VfL Mark (Sonntag 14.30 Uhr/Rehbusch).

Als einziges Team ist die SpVg auch vor dem letzten Hinrundenspieltag noch ungeschlagen und führt die Tabelle an. Das allerdings unter Vorbehalt, denn sowohl Mark als auch der TuS Uentrop liegen bei einem Spiel weniger nur zwei Punkte dahinter. Der VfL wäre angesichts der besten Tordifferenz auch der potenzielle Kandidat für die Spitzenposition. Das unterstrichen die Marker am Dienstag im Nachholspiel in Nordbögge, in dem sie trotz angezogenener Handbremse sechs Mal einnetzten.

SpVg-Coach Hendrik Dördelmann schaute sich wie auch einige Bönener Spieler den Auftritt des VfL an, ohne jedoch allzu große Erkenntnisse zu gewinnen. „Mark ist eine gute Mannschaft, die sehr gut und schnell über Außen spielt“, so Dördelmann, der mit einem klassischen 50:50-Spiel rechnet, das wohl auf der Rehbusch-Asche angepfiffen wird. „Wir müssen gut gegen den Ball arbeiten – gemeinsam als Mannschaft“, sagt Dördelmann.

Bei der SpVg ist das Selbstvertrauen nach 15 Begegnungen ohne Niederlage groß. Dazu kommt die neu gewonnene Torgefährlichkeit. „Wir haben spielerisch einen Schritt nach vorne gemacht und sind hinten weiter stabil“, freut sich Dördelmann, der nun unbedingt ungeschlagen in die Winterpause gehen will. Zehn Gegentreffer sind gemeinsam mit Mark Liga-Bestwert. Der VfL stellt mit 51 Toren zudem den besten Angriff.

Fatih Korkmaz ist aus dem Urlaub zurück. Fragezeichen stehen aber hinter dem dreifachen Torschützen vom Vorsonntag Sedat Cakir sowie Torhüter Patrick Heller.

VfK Nordbögge – Hammer SC (Sonntag 14.30 Uhr/Feuerwache).

Aus der letzten Reihe wird der VfK auf jeden Fall in die Rückrunde starten. Am Sonntag aber entscheidet sich, wie groß der Rückstand auf das restliche Feld sein wird. „Das wird ein ganz wichtiges Spiel“, sagt Trainer Jürgen Serr vor der Partie gegen den Tabellen-13. Hammer SC. Derzeit beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer fünf Punkte.

„Verlieren ist eigentlich verboten, selbst ein Unentschieden ist zu wenig“, macht Serr den Ernst der Lage deutlich. Der HSC steckt auch mitten im Abstiegskampf, hat nur sechs Zähler mehr als Nordbögge. „Wir wollen aus einer sicheren Deckung nach vorne spielen, weil wir hinten relativ anfällig sind“, setzt Serr zunächst auf defensive Stabilität. Zuletzt gelang das nicht, der Gegner ging meist früh in Führung – und anschließend tat sich der VfK sehr schwer. „Wir verlieren dann die Ordnung“, bemängelt Serr.

Personell bessert sich die Lage im Vergleich zum Nachholspiel gegen den VfL Mark am Dienstag ein wenig. Abel Rodriguez hat seine Gelbsperre abgesessen, die dafür nun Philip Wittenborn zum Zuschauen zwingt. Marco Schelte aus der zweiten Mannschaft hilft wieder aus, der am Dienstag eingewechselte Philip Rudolph könnte nach langer Verletzungspause erneut eine Option sein. Ein wichtiger Baustein wäre die Rückkehr von Innenverteidiger Kevin Garske, der trotz einer Sprunggelenkprellung einen Versuch unternehmen wird.

SV Stockum – IG Bönen (Sonntag 14.30 Uhr/Boymerstraße).

Die Nachfrage der Stockumer, die Partie schon am Samstag steigen zu lassen, lehnten die Bönener mit dem Verweis auf ihre dann beruflich verhinderten Spieler ab. Der Hinweis, dass die Begegnung am Sonntag dann wohl auf Asche stattfinden würde, führte bei den Gästen natürlich nicht zu einem Umdenken. „Wir haben gesagt, das ist traurig. Das wollen wir nicht“, erklärt Trainer Ayhan Sezer mit feinem Sinn für Ironie. Seine Schützlinge sehen den roten Grund schließlich als ihren großen Vorteil in der Kreisliga A1. Immerhin elf von zwölf Punkten holten sie zuhause.

Am Sonntag sollen unbedingt weitere dazukommen, denn derzeit sind es nur fünf Zähler Vorsprung auf einem Abstiegsplatz. Doch vor dem Spiel beim Tabellensiebten hat Sezer erst einmal andere Probleme. „Wir müssen zusehen, dass wir elf Spieler zusammenbekommen – und dann vielleicht noch ein, zwei für die Bank“, hat der Trainer wieder einen ausgedünnten Kader. Zwar kehrt Ramazan Dincer wieder zurück, doch dafür ist das Mitwirken von Mehmet Duman (Oberschenkel), Ali Soyarslan (Leiste) und Arif Suludere (Arbeit) höchst fraglich. Akteure aus der zweiten Mannschaft werden wohl das Aufgebot auffüllen. Mit einem ebensolchen Rumpfkader zeigte die IG in der Vorwoche eine starke Leistung, ging gegen den SVF Herringen jedoch leer aus. Das will Sezer in Stockum ändern. - bob

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