RSV als Spitzenreiter in die Pause

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In der Anfangphase gerieten Bernd Lublow (Mitte) und der RSV gegen Werl in Schwierigkeiten. Am Ende wurde aber es lockerer Sieg.

BÖNEN -  Es war ein hartes Stück Arbeit und sah nicht immer gut aus, aber am Ende stand der verdiente Lohn: Nach dem 39:21 (19:12)-Sieg über den Werler TV rutschen die Handballer des RSV Altenbögge als Tabellenführer der Kreisliga in das neue Jahr.

„Wir waren mental schon unter dem Weihnachtsbaum und sind grottenschlecht ins Spiel gekommen“, kritisierte Betreuer Björn Dörnemann sein Team allerdings für einen mauen Auftritt in den ersten zehn Minuten. Der WTV nahm Tino Stracke durch Sven Kröllken an die kurze Leine, worauf der RSV zunächst nur schwer eine Antwort fand.

„Werl war schon immer ein unangenehmer Gegner für uns“, meinte Dörnemann, der vor allem das Abwehrverhalten gegen Kreisläufer Torben Rottmann monierte, der immer wieder Lücken schaffte. So lag der Gast in der MCG-Halle nach sechs Minuten mit 4:2 vorne.

Erst unter Mithilfe der Werler nahmen die Bönener, die allmählich variabler agierten, Fahrt auf. Durch technische Fehler und eine schlechte Wurfauswahl, die es dem erneut gut aufgelegten RSV-Keeper Michael Springhoff leicht machten, die Bälle zu parieren, brachte sich der WTV selbst aus dem Spiel. Altenbögge kam zu einfachen Treffern und hatte bereits nach 17 Minuten mit Dennis Geckerts Tor zum 10:4 die Vorentscheidung herbeigeführt. Kontinuierlich setzten sich die Gastgeber 12:7 (20.) zum 19:12-Pausenstand ab, weil Werl in der Offensive zu ungefährlich war. Zum Ende der ersten Hälfte verbuchte der Gast 16 Angriffe ohne Wurf auf Springhoffs Tor. Der Keeper hielt zudem weitere zwölf Versuche. „Die erste Halbzeit war grausam“, fand Dörnemann jedoch auch für seine Mannschaft keine guten Worte.

Das änderte sich mit Wiederanpfiff. „Da haben wir die Räume eng gemacht“, lobte Dörnemann. Der RSV zog weiter auf 24:12 davon, ehe die Werler per Siebenmeter von Rottmann ihren ersten Treffer erzielten (37.). Anschließend spielten die Altenbögger trotz vieler Wechsel die Partie locker runter, ließen gegen den Tabellen-13. allerdings zahllose Chancen leichtfertig aus, weswegen nach drei Heimspielen in Folge erstmals nicht die 40-Tore-Marke geknackt wurde.

In der Schlussviertelstunde ging dann Matthias Czok zwischen die Pfosten, der für den fehlenden Dirk Joneleit eingesprungen war. Auch ihm gelangen einige sehenswerte Paraden. Überhaupt musste er in den 15 Minuten Spielzeit lediglich zweimal den Ball aus dem Netz holen.

„Wir können ganz gemütlich sagen, wir haben unser Ziel erreicht“, war Dörnemann nach dem sechsten Sieg in Folge versöhnt. Zwei Wochen werden die Bönener nun komplett Abstand vom Handball gewinnen. Die Pause tue not, so der Betreuer abschließend. -  bob

RSV: Springhoff (1.-45.), Czok (46.-60.) – Michalik (3), Lublow (5), Stracke (10/3), Geckert (8), Pieper (3), Bajramovic (5), Althaus, Florian (1), Richter, Pflug (2), Wöllert (1)

WTV: Dorschu (1.-30.), Gerling (31.-60.) – Wittig, Junker (3), Höller, Menge, Rottmann (6/2), Kröllken (6), Golisch (1), Paul, Riskop (6)

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