Spiel gegen Dellwig für den RSV vor allem Kopfsache

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Melwyn Leniger musste seit Oktober verletzt pausieren. Jetzt soll er die Lücke auf halblinks nach dem Abgang von Tom Beutner mithelfen zu schließen.

Bönen -  Spitzenreiter gegen Schlusslicht – da sind die Rollen klar verteilt. „Vom Papier her ist es vielleicht die leichteste Aufgabe, vom Kopf her die schwierigste“, sagt RSV-Trainer Mike Rothenpieler zum ersten Spiel nach der Weihnachtspause. 21 Tage sind vergangen, seitdem sich die Altenbögger die Herbstmeisterschaft in der Handball-Bezirksliga gesichert haben. Am Sonntag soll die Erfolgsserie von acht Siegen in Folge auch im Heimspiel gegen den TuS Jahn Dellwig (18 Uhr/MCG-Halle) halten.

Der RSV ist natürlich klarer Favorit gegen die Fröndenberger, die erst dreimal gewonnen haben. Das Hinspiel entschieden die Bönener überdeutlich mit 33:21 für sich. „Wir müssen mit hundertprozentigem Ernst spielen. Wenn wir das tun, werden wir das Spiel gewinnen. Sind es nur ein paar Prozentpunkte, die wir liegen lassen, nutzt Dellwig das aus“, erklärt Rothenpieler klipp und klar, was er erwartet: eine hochkonzentrierte Mannschaft. Zur Warnung erinnert er an die Schlussviertelstunde im letzten Spiel des Jahres 2015 beim 27:25 gegen Eintracht Overberge, als der RSV beinahe eine 25:16-Führung weggeben hätte. Da haben wir gesehen, wie schwer es ist, umzuschalten, wenn man zwei Gänge runtergeschaltet hat.“

Dass es nach der Trainingspause schwer sein wird, sofort in den Rhythmus zu kommen, weiß der Coach. „Man merkt einigen an, dass sie zwei Wochen nichts getan haben“, schildert er seine Eindrücke von den Einheiten in den vergangenen Tagen. „Ich hoffe, dass es einigermaßen klappt“, sagt er vorsichtig. Die Gäste werden mit ähnlichen Vorzeichen ins Spiel gehen, haben aber als Außenseiter nichts zu verlieren. Rothenpieler erwartet einen um jeden Ball kämpfenden Gegner, der sich gegen den drohenden Abstieg stemmen wird.

Durch den Abgang von Tom Beutner nach Leipzig ist bei den Bönenern eine Lücke auf der halblinken Position entstanden, die nicht so leicht zu schließen ist. „Tom hat in den letzten Spielen richtig gut gespielt, nicht nur vorne, sondern auch hinten. Wir werden das auf mehrere Schultern verteilen müssen“, sagt Rothenpieler. Der Trainer will verschiedene Dinge ausprobieren, bis er die optimale Lösung gefunden hat. Seine Kandidaten sind Lukas Florian, der zuletzt meist halbrechts im Einsatz war. Außerdem hat Melvyn Leniger seine Verletzung überwunden. Nach vier Monaten Pause „wird er aber noch brauchen, um in Topform zu kommen“, sagt Rothenpieler. Oliver Eißing hat indes seine Beschwerden auskuriert, überstand am Mittwoch bereits den Härtetest bei der Reserve ohne Probleme.

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