Spannende Ringkämpfe sorgen für langen Abend in Bönen

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Fehmi Güney zeigte mit dem 1:0-Sieg über Beytullah Gülay, dass Freistil auch ohne Beinarbeit zum Erfolg führt.

Bönen - Es war ein harter Fight am Samstagabend zwischen der TuS Bönen und dem Tabellenzweiten VfK Lünen-Süd. Der Ausgang war knapper als es die nackten Zahlen (12:21) aussagen. Vier Kämpfe gingen über die volle Distanz von sechs Minuten. Bei den Gästen fehlten aber auch Harun Uzun (8:1-Bilanz) und Mesut Kayar (10:0).

Marvin Manz (80 kg, GR) verpasste im letzten Kampf des Abends knapp einen Schultersieg gegen Burak Ertas. Vor der Kampfpause konterte er einen 1:4-Punkte-rückstand durch einen Dreher und das Beinaheschultern in ein 5:4, gab aber kurz darauf wieder zwei Punkte ab. Manz verlor schließlich mit 7:1. „Es war aber auchnicht seine Stilart“, erklärte TuS-Trainer Ingo Manz die Niederlage seines Neffen.

Ein Erfolg Manz wäre sowieso nur Ergebniskosmetik gewesen, da Bönen mit 12:19 hinten lag. Der Auftakt des Abends verlief mit einem 3:4 noch vielversprechend. Die Kämpfe in 75 kg waren beide vorgezogen worden. Lukas Korte, der in der klassischen Stilart aufgestellt wurde, holte mit einem überdeutlichen 14:2 über Ulrich Obst nach sechs Minuten drei Punkte. Im Freistil der Gewichtsklasse lag Abdussamed Ünal nach 22 Sekunden auf der Schulter. Er hatte aber auch keine Chance gegen den bisher ungeschlagenen Stefan Obst. Kurz darauf revanchierte sich Marc Hauke für seine Niederlage gegen Senad Osmani in der Hinrunde: Das Bönener Leichtgewicht schulterte den Lünener nach 21 Sekunden.

„Bei Fehmi war mehr drin“, erklärte Ingo Manz nach dem Punkt seines 86-Kilomannes gegen Beytullah Gülay. Griechisch-Römisch-Spezialist Güney musste im freien Stil antreten, brauchte entsprechende Anlaufzeit. Es war ein packender Fight. Der Bönener lag bereits 0:8 zurück und drehte den Kampf in der Endphase in ein 11:9. Gülay ging nach sechs Minuten, die trotz der Stilart nahezu ohne Beinarbeit abliefen, die Luft aus. Gar nicht wohl fühlte sich offensichtlich TuS-Mannschaftssprecher Daniel Keim in der „falschen Stilart“. Der Bönener Routinier überließ Muhammed Kalabalik die meisten Aktionen, trat sehr verhalten auf. Keim gab den Kampf mit 6:17 ab. „Es waren schon einige spannende Kämpfe dabei“, sagte Manz abschließend.

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