Die Vorfreude auf das Derby steigt schon seit Sonntag

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Noch gar nicht so lange her: Manuel Müller (hier im Nordbögger Trikot) wechselte erst im Sommer vom VfK zur SpVg. Jetzt kommt es zum ersten Aufeinandertreffen mit seinem alten Verein.

BÖNEN -  Das erste Lokalderby der Saison in der Fußball-Kreisliga A1 steigt am Sonntag am Rehbusch. In diesem Jahr birgt die Tabellensituation vielleicht weniger Brisanz, wenn die SpVg Bönen als Dritter den Vorletzten VfK Nordbögge empfängt. Dafür sorgten die vielen Spielerwechsel in der Sommerpause für reichlich Diskussionsstoff.

Nach dreieinhalb Jahren beim VfK Manuel Müller war einer der sieben Akteure, der der Feuerwache den Rücken kehrte. Ihn hat die Vorfreude bereits gepackt, wie er im Gespräch mit Boris Baur verriet.

Herr Müller, am Sonntag steht das Derby SpVg gegen VfK an. Steigt langsam schon die Vorfreude auf das Spiel?

Manuel Müller: Ja, klar. Ehrlich gesagt, habe ich am Sonntag schon vor dem Spiel gegen den TSC zu den anderen gesagt, dass ich das Spiel irgendwie schon ausgeblendet habe und an das Derby denke. Die Vorfreude steigt definitiv – und ich bin sicher nicht der einzige, der sich auf das Spiel freut.

Dabei spielen Sie in ihrer neuen Mannschaft sogar mit mehr alten Mitspielern aus Nordbögge zusammen, als Sie jetzt am Sonntag beim VfK im gegnerischen Team wiedersehen werden. Das ist schon ungewöhnlich, oder?

Müller: Ich spiele jetzt auch schon 22, 23 Jahre Fußball, aber das habe ich auch noch nicht erlebt, dass so ein Block gemeinsam wechselt. Aber es ist schon gut, dass es so geklappt hat. Ich bin gut aufgenommen worden. Alles ist gut so wie es ist.

Was erwarten Sie denn von dem Spiel?

Müller: Auch die Jungs in Nordbögge wie Jonas Wiggermann oder der Ex-Bönener Nikolaj Kirmse werden sich auf das Spiel freuen und werden alles geben. Tabellarisch spricht nichts für Nordbögge, aber sie werden sich mit allen Mitteln wehren. Doch wir sind gewappnet.

Mit fünf Siegen und einem Unentschieden hält die SpVg Kontakt zum Spitzenduo. Mit dem Saisonstart kann man zufrieden sein.

Müller: Für mich ist er sogar beeindruckend. Ich habe persönlich nicht mit so einem guten Start gerechnet, weil wir auch starke Gegner hatten. Bis auf den Ausrutscher gegen Lohauserholz haben wir alles gewonnen. Das Spiel gegen den TSC war jetzt nicht so gut, aber wir können zufrieden sein.

Trainer Hendrik Dördelmann war mit den Vorstellungen gegen Schlusslicht Lohauserholz II (1:1) und die TSC-Reserve (3:0) nicht einverstanden. Woran lagen die eher schwachen Leistungen?

Müller: Wir haben Lohauserholz, glaube ich, nicht auf die leichte Schulter genommen. Das ist eine schwierige Mannschaft, die defensiv kompakt gestanden hat. Und wir haben aus unseren Möglichkeiten nicht viel gemacht. Und als wir in Überzahl spielten, kriegen wir aus einer ganz dummen Aktion ein Gegentor. Sven Koslowski macht da ein Foul im ganz toten Raum. So etwas wird uns nicht noch einmal passieren. Ich hoffe, dass das etwas Einmaliges bleibt.

Und gegen den Tabellen-15., den TSC Hamm II, tat sich ihre Mannschaft auch schwer.

Müller: Den TSC haben wir definitiv zu leicht genommen. Da haben wir Glück in den ersten Minuten. Da rettet uns Patrick (Torhüter Patrick Heller – Anm. d. Red.). Wir haben nicht umgesetzt, was wir können, haben schlechtes Pressing gespielt. Wir hatten dann auch zweimal Pech mit der Latte, aber so dürfen wir gegen Nordbögge nicht auftreten.

Gibt es jemanden beim VfK, bei dem Sie sich besonders auf ein Wiedersehen freuen?

Müller: Das Wiedersehen mit Jonas Wiggermann. Wir unternehmen immer noch viel zusammen. Wir gehen zusammen raus oder schauen zusammen Fußball und sind ständig in Kontakt.

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