Sommerturnier des RFV Nordbögge-Lerche erstmals zweigeteilt

Dressurreiter fühlen sich bei Premiere in Nordbögge wohl

Bei der A*-Dressur waren Nina Mülders und Davina (links) nicht so erfolgreich, dafür landeten sie in der Klasse L auf Rang vier.
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Bei der A*-Dressur waren Nina Mülders und Davina (hier im Bild) nicht so erfolgreich, dafür landeten sie in der Klasse L auf Rang vier.

Als die letzten Schleifen verteilt waren, begannen die Aufräumarbeiten – so wie jedes Jahr, wenn das Sommerturnier des RFV Nordbögge-Lerche vorbei ist. Diesmal ist es aber nur ein kurzes Wegräumen, denn schon in weniger als zwei Wochen werden auf der Reitanlage am Schmerhöfeler Weg wieder die Pferdeanhänger ausgeladen, dann für die Springpferde. Das Dressurturnier am vergangenen Wochenende war für den Veranstalter aber schon mehr als nur ein schöner Vorgeschmack.

Bönen – Erstmals hatten die Nordbögger ihr Sommerturnier aufgeteilt. Wegen der bei der Planung noch unsicheren Coronalage wollten sie mehr Raum für Teilnehmer und Zuschauer schaffen. Es stand eine ganz eigene Atmosphäre. Geht es sonst recht hektisch zu am Schmerhöfeler Weg, waren nun an zwei Tagen lediglich zehn Wettbewerbe ausgeschrieben. Dadurch war mehr Luft und Ruhe.

Die Befürchtung der RFV-Verantwortlichen, dass zur Dressur nur wenige Zuschauer kommen, bestätigte sich nicht. Der Samstag war gut besucht, und auch am Sonntag füllte sich im Verlauf des Tages die Anlage. „Die Leute haben scheinbar nach Corona Lust, etwas zu unternehmen. Und vom Wetter haben wir natürlich auch profitiert. Viele sind mit dem Fahrrad vorbeigekommen“, meinte Lisa Kissing, die Pressewartin des Vereins.

Sommerturnier des Reit- und Fahrverein Nordbögge - das Dressur-Wochenende

Sommerturnier des Reit- und Fahrverein Nordbögge - das Dressur-Wochenende
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Sommerturnier des Reit- und Fahrverein Nordbögge - das Dressur-Wochenende

Viel Lob von den Reitern

Auch die Nennzahlen ließen mit über 250 kaum zu wünschen offen. Dass das Nordbögger Dressurturnier durch die Verlegung parallel mit der großen Veranstaltung in Rhynern stattfand, bedeutete keine Konkurrenz. „Wir haben uns mit den Verantwortlichen in Rhynern abgesprochen, damit das für beide Seiten okay ist“, meinte Kissing. War es, auch weil in Hamm Springen und Gelände im Vordergrund stehen.

Durch den neuen Termin fanden einige Reiter zum ersten Mal den Weg nach Nordbögge. „Viele haben gesagt, dass es ihnen hier gefallen hat“, erzählte Kissing. Außerdem hätten sich die Teilnehmer gefreut, dass der RFV nach den vielen „Corona-Turnieren“ mit wenig Drumherum, eigentlich fast alles aufgefahren hatte – vom Bierwagen, zum Kuchenbüffet bis zur Kaffeebar. Besonders der Eiswagen war sehr beliebt.

Für die Dressurreiter waren die Bedingungen ein Traum. Statt in der Halle fanden auch die großen Prüfungen diesmal draußen statt. Das Viereck war – mit viel Platz außen herum – auf dem Springplatz aufgebaut worden. Zum Warm- und Abreiten standen drei Flächen zur Verfügung. Wenig verwunderlich, dass Kissing davon berichtete, dass Teilnehmer schon gefragt haben, ob das mit den separaten Dressurtagen wiederholt wird. Kissing wollte nicht vorgreifen, gab aber zu bedenken, dass alle Helfer in diesem Jahr fünf statt drei Tagen im Einsatz sein werden – und kürzer sind die Tage kaum geworden.

Heimische Reiter freuen sich über vordere Plazierungen

Sportlich heimsten Franziska Halfenberg aus Werne und Alina Strauch vom RFV Wickede-Asseln-Sölde die Siege in den hochwertigsten Prüfungen ein. Halfenberg gewann mit Fresco die L*-Dressur Trense am Samstag mit einer Note von 7.50. Als heimische Reiterin folgte Nina Grünhagen mit Dortmund City Girl und einer 7.10 auf einem starken Rang vier. Strauch erhielt für ihre Vorstellung mit Quinton zum Abschluss am Sonntag in der L*-Prüfung Kandare sogar eine 7.80. Hier konnten sich heimische Reiter nicht platzieren.

Dafür erhielten die Nordbögger in anderen Wettbewerben Schleifen. In der Dressurreiterprüfung Klasse A und in der A*-Dressur wurde Alina Timpeltey mit Totally Temptation jeweils Dritte. In letzterer Prüfung platzierten sich auch Jana Sümnick mit Crazy Classica und Nina Mülders auf Davina als Zehnte. Sümnick und ihr Pferd landeten mit einer 7.50 nur knapp geschlagen hinter der Schwerterin Rovena Schäfers im Dressurwettbewerb auf Rang zwei und wurden Fünfte in der Dressurreiterprüfung.

Die gleiche Note brachte Mia-Sophie Bauer und Amy die goldene Schleife im Reiterwettbewerb Schritt-Trap-Galopp ein. Eve Müntefering vom RFV Bönen wurde mit Totally Temptation und einer 7.30 hier Dritte. Im Schritt-Trab-Wettbewerb, den Mara Beher aus Kamen mit einer 7.50 gewann, ritten die Nordböggerinnen Neele Sebo mit Wuschel (7.30) und Ewa Kivitz mit Lady (7.10) auf Rang zwei und drei.

Ab auf die Ehrenrunde: Mia-Sophie Bauer erhielt die goldene Schleife im Reiterwettbewerb.

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