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Neuerungen beim Reitturnier Hacheney kommen gut an

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Im Stilspringen der Klasse L gewann Anna Vorspohl aus Herbern mit Deister.

Bönen – Beinahe wäre Sina Becker ihren „Häschern“ entwischt. Zum Abschluss des Sommerturniers zeichnete die RG Bönen-Hacheney ihre besten Vereinsreiter bei der eigenen Veranstaltung aus. Und als Siegerin kam auch Becker wie die Zweit- und Drittplatzierten Laura-Marina Kroll und Johanna Sophie Dunkel nicht um ein Bad im Wassergraben herum. Am Zaun des Springplatzes wurde sie letztlich gestellt.

Bei immer noch sommerlichen Temperaturen auch am Sonntagabend war es eine durchaus willkommene Abkühlung, die zu jedweden erfolgreichen Meisterschaften bei den Reitern dazugehört. Zumal Becker ihre Siegesschärpe vorher noch ablegen durfte. Die Lokalmatadorin gewann neben weiteren Platzierungen mit ihrem Haflinger Sten van de Heistraat zum einem die A-Dressur für diese Pferde und wurde Zweite in einer offenen A-Dressur.

Überhaupt räumten die heimischen Reiter zumindest in den leichteren Prüfungen ab. Kimberly Duda holte auf Robin Hood Platz eins in der zweiten Abteilung im A-Stilspringen. Svenja Borghardt entschied mit Georgina die Einzelwertung des Mannschaftsspringens für sich und letztlich mit ihren Teamkolleginnen Duda, Rena Möllmann und der Kamenerin Dana-Sophia Müller auch die Teamwertung.

Das Reitturnier der RG Hacheney hat begonnen 

Lohrmann, Möllmann und Heine mit Siegen in der Dressurhalle.

In der Dressurhalle freute sich Katharina Lohrmann über eine Wertnote von 8.00 im Dressur-Wettbewerb ebenfalls mit Sten van de Heistraat. Auch der andere Dressur-WB ging nach Hacheney, da Möllmann mit Luis ganz vorne war. „Wir waren in allen Disziplinen vertreten, und unsere Reiter haben Schleifen geholt“, bilanzierte die 1. Vorsitzende der RG, Sabine Kroll, zufrieden. Nach Nordbögge ging wiederum die zweite Abteilung einer A-Dressur, denn mit einer 7.70 erhielt Hannah Heine vom RUF die beste Note.

Ein erfolgreiches Wochenende verbrachte auch Lennart Rustemeier vom RFV Bönen. Mit Chablis erreichte er das Stechen des M-Springens, das überhaupt nur drei weitere Reiter erreichten. Dort leistete er sich allerdings einen Abwurf und wurde Vierter. Mit dem gleichen Pferd erhielt er in einem L-Springen die Note 7.70 und wurde Zweiter. Platz zwei und fünf gab es zudem mit Calais und Please Tell Rose in A-Springpferdeprüfungen mit einem und zwei Sternen.

Sommerturnier RG Bönen-Hacheney: Der Samstag

Viel mehr Starter in einigen Prüfungen

1133 Starts mit 750 Pferden zählte die Meldestelle am Ende. Wie immer hatten viele Teilnehmer die Gelegenheit zum Nachmelden genutzt. Pressesprecher Rolf Aust sprach sogar von einem „fantastischen Turnier“. Der Mann am Mikrofon – und an der Zeitnahme und der Musikanlage – verwies darauf, dass zum Beispiel das A-Springen mit steigenden Anforderungen so voll wie lange nicht mehr war. Es gewann der Kamener Jörg Hattebier auf Let´s do it. Offensichtlich lag die Art des Springens den Pferdefreunden des ZRFV besonders, denn Vereinskollege Martin Brandt entschied die Klasse mit Bubble Beat für sich und meisterte ebenfalls die steigenden Anforderungen am besten. Auch die Prüfungen für junge Pferde waren gut besucht. Nachdem sie in den Vorjahren oft mit einer einstelligen Anzahl an Ritten schnell vorbei waren, freute sich Aust über jeweils mehr als 20 Umläufe.

Sommerturnier RG Bönen-Hacheney: Der Sonntag

Sontag überragend / Dibowsky stark

Die Erfolge in den höheren Prüfungen holten sich die Reiter von außerhalb. Vor allem Rene Sontag war gut drauf. Er gewann mit Chenaya nicht nur das Stechen des abschließenden M-Springens, sondern auch das L-Springen mit As of Lacarla direkt zuvor – und am Samstag das L-Punktespringen mit Joker wiederum auf Chenaya. Die höchste Dressurprüfung – die Klasse M mit Kandare – sicherte sich Ursula Hempel aus Schwerte mit einer 8.00 auf Baron. Der Rhyneraner Hendrik Dibowsky musste sich da noch mit Navalou geschlagen geben. Beide siegten aber in der L-Dressur mit Kandare.

Die Kamenerin Mia Lucia Schaper und Rantanplan schafften das Kunststück, in der Springprüfung mit Idealzeit genau jene zu treffen. Da hatte sogar Lena Schäfer aus Nordbögge mit Ralf das Nachsehen, obwohl beide die Zeit nur um eine Zehntelsekunde verfehlten.

Die neue Kür der Paare entschieden Hannah Kulisch (links) und Sarah Erlenkamp aus Fröndenberg für sich.

Hacheney misst die Lautstärke des Jubels

Zwei Besonderheiten hatten sich die Veranstalter für die diesjährige Auflage ausgedacht. Sie hatten ein Gerät besorgt, dass die Lautstärke misst und ließen zweimal das Publikum abstimmen. Natürlich landeten die heimischen Reiter in der Gunst weit vorne. Wobei Franziska Güse mit Mister Merklinghausen beim Kostümspringen als Cruella de Vil aus Disneys 101 Dalmatiner jeden Applaus verdient hatte.

Ganz neu war die Dressurkür für Paare, an der vier Duos teilnahmen. Zur Musik zeigten alle unterhaltsame Vorstellungen. Der Sieg ging ganz knapp an Sarah Erlenkamp und Hanna Kulisch (RV Fritz Sümmermann Fröndenberg/RV Menden). Bei der Phonwertung hatten sie aber keine Chance: Stolze 120 Dezibel erhielten die RG-Aktiven Britta Ritzerow und Laura-Marina Kroll von den Zuschauern, kein anderes Paar knackte die 100er-Marke. „Die Kür war eine schöne Sache. Das werden wir wieder machen“, sagte Kroll, die hofft, dass sich diese Möglichkeit herumspricht und mehr Reiter mitmachen.

Dass der Abreiteplatz neu gemacht wurde und nun nicht mehr Wiese, sondern Sand als Untergrund bietet, wurde von den Gästen wohlwollend aufgenommen. Kroll freute sich besonders über das Lob eines Richters, der zum ersten Mal am Heideweg zum Beurteilen war. Hier sei nicht so viel Hektik wie bei den großen Turnieren. Er habe die familiäre Atmosphäre genossen, berichtete die Vorsitzende.

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