Handball

RSV-Kapitän Feldmann: "Wir haben jetzt mehr Tempo"

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Nach einer "durchweg positiven" Vorbereitung geht Sören Feldmann mit "einem guten Gefühl" in die Saison.

Bönen – Nach einer langen Vorbereitung geht es am Sonntag mit dem Heimspiel gegen den TV Brechten nach fast vier Monaten wieder um Punkte für den Handball-Landesligisten RSV Altenbögge. Der hat in Jens Schulte-Vögeling einen neuen Trainer und in Sören Feldmann einen neuen Mannschaftsführer, der dem WA vor der Saison ein Interview gab. 

Im Gespräch mit Boris Baur erklärt Feldmann, warum er die logische Wahl als Kapitän ist, wieso er mit dem Saisonziel vorsichtig ist und weshalb er auch mit dem kleinen Kader leben kann.

"Allen ist die Spannung anzumerken."

Herr Feldmann, seit dem 21. Juni läuft bereits die Vorbereitung auf die neue Saison, eine unheimlich lange Zeit. Wann setzte das Gefühl ein, dass es wieder losgehen könnte?

Das hat am Wochenende bei der Pokalrunde Einzug gehalten mit der offiziellen Saisoneröffnung beim RSV, als die Mannschaftsfotos gemacht wurden. Es reicht jetzt so langsam mit der Vorbereitung. Die Spannung ist allen anzumerken, dass es endlich losgeht. Aber es ist ja nicht mehr lang hin.

Wie ist die Vorbereitung denn insgesamt verlaufen?

Ich finde durchweg positiv. Wir hatten vielleicht ein, zwei Spiele, in denen wir nicht unser Leistungsniveau gezeigt haben, aber das hatte mit unterschiedlichen Faktoren zu tun. Im Großen und Ganzen war das ganz gut. Dass die Vorbereitung in die Ferien fällt und mit Urlaub verbunden ist, ist in der Landesliga nun einmal so. Wir sind alles keine Profis. Ich habe ein gutes Gefühl.´

"Jens ist immer optimal vorbereitet."

Mit Jens Schulte-Vögeling hat ein neuer Trainer das Amt von Tino Stracke übernommen. Wie arbeitet er?

Jens ist sehr akribisch und immer optimal vorbereitet. Er merkt, wenn er Zug reinbringen muss, aber auch, dass Spaß wichtig ist. Er weiß das gut zu steuern.

Inwieweit hat er an der Spielweise der Mannschaft etwas geändert?

Wir haben jetzt deutlich mehr Tempo drin. Wir schalten schneller um von Abwehr auf Angriff. Spielerisch hat er ansonsten auf dem aufgebaut, was wir schon hatten. Da hat Jens eher Details verändert. Aber es ist vor allem das Tempospiel.

"Dominik Weigel ist am Kreis eine Wucht"

Mit Dominik Weigel und Luca Tröster hat der RSV zwei Neuzugänge aus der Oberliga aus der ASV-Reserve geholt. Was können sie der Mannschaft geben?

Beide haben unheimlich viel Qualität. Dominik ist am Kreis eine Wucht. Er ist einer der besten Kreisläufer der Liga, und das hinten wie vorne. Luca ist sehr variabel. Er bringt Tempo mit und hat einen guten Wurf. Er kann Außen und auf Halb spielen, was uns auch helfen wird.

Zudem sollen die Junioren schon jetzt im ersten A-Jugendjahr in das Team integriert werden. Wie gehen die Etablierten damit um? Das ist zu den Älteren eine recht große Altersdifferenz.

Definitiv, aber sie machen es schon gut. Dass es generationen-technisch ein Unterschied ist, ist ja normal. Das macht eine Mannschaft aber auch aus. Die Jungs merken jetzt langsam, dass sie bei den Senioren sind und da eine andere Körperlichkeit ist. Thomas Wollek (der A-Jugend-Trainer – Anm. d. Red.) hat schon gesagt, dass seine Jungs davon profitieren, dass sie bei uns mitspielen. Im Grunde muss es ja das Ziel sein, die Jungen heranzuführen und zu integrieren, so lange sie das Doppelspielrecht haben.

"Die Liga wird deutlich ausgeglichener sein."

In der Vorsaison schloss Altenbögge im vorderen Mittelfeld ab, der Abstand nach ganz oben war aber relativ groß. Was ist diesmal drin?

Uns zu halten wäre ganz gut. Man muss erstmal abwarten. Wir haben fünf Aufsteiger in der Liga, von denen man überhaupt nichts weiß. Das kann ein Vorteil, aber auch ein Nachteil sein. Ich denke, dass die Liga deutlich ausgeglichener sein wird. Es gibt keine Übermannschaft mehr wie Dorstfeld mit den Älteren, die früher höher gespielt haben. Es gibt unheimlich viele gute Mannschaften in der Breite. Wir müssen gucken, wie unser Saisonstart ist. Wir haben den TV Brechten und ASC Dortmund zu Beginn. Brechten dürfen wir nicht unterschätzen, der TVB ist stärker geworden und hat am Wochenende bei den Dortmunder Stadtmeisterschaften im Finale gestanden und dort gegen den Verbandsligisten OSC Dortmund erst im Siebenmeterwerfen verloren. Da kommt was auf uns zu.

"Ich bin auch einer, der gerne die Verantwortung übernimmt."

Der Verein hat den Kader relativ kleingehalten. Könnte das ein Problem werden, wenn es mit Verletzungen schlecht läuft, wo auch Florian Warias bis auf Weiteres ausfällt.

Wir müssen darauf hoffen, dass es hält. Du kannst den Kader aber auch aufblähen mit 16 Leuten. Dann hast du jedoch schnell Leute unzufrieden, weil sie wenig Einsatzzeit bekommen. Ich sehe es positiv und sage, dass wir gut aufgestellt sind. Und die Jugend muss ja reinschnuppern können. Das muss ja das Ziel sein. Die wollen ja nicht nur hintendran sitzen. Florian Warias wäre sicher eine gute Ergänzung zu Dominik Weigel. Es wäre schön, wenn er nach einer Pause zurückkommt und sagt, er greift wieder an.

Nach einem Jahr in Altenbögge sind Sie nun zum Kapitän gewählt worden. Eine Überraschung oder hatten Sie damit gerechnet?

Es zeichnete sich schon durch die Rolle als Co-Trainer in der vergangenen Saison ab. Da wirst du öfter gefragt, wie siehst du das. Ich bin auch einer, der gerne die Verantwortung übernimmt. Ich habe jetzt beide Seiten gesehen, da fällt das leichter (Feldmann war vor seinem Wechsel zum RSV Spielertrainer beim ASV Hamm III – Anm. d. Red.). Wenn Jens etwas sagt, weiß ich, was er will. Ich sehe mich als Bindeglied zwischen Trainer und Mannschaft.

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