Handball

RSV-Neuzugang Sören Feldmann ist froh über weniger Verantwortung

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Der frühere ASV-III-Trainer Sören Feldmann ist froh darüber, sich beim RSV Altenbögge nur noch auf seine Spielerrolle konzentrieren zu müssen.

Bönen - Die aktuellen Einheiten des RSV Altenbögge begutachtet ein Neuzugang des Handball-Landesligisten ganz genau: Sören Feldmann war schließlich die vergangenen drei Jahre Spielertrainer beim Liga-Konkurrenten ASV Hamm-Westfalen III und hat daher den Kennerblick. „Tino macht das schon ganz gut. Alles, was er macht, hat Hand und Fuß“, sagt er über seinen neuen Coach Tino Stracke: „Ich weiß, ja wie viel Arbeit in so einer Vorbereitung steckt.“

Feldmann will sich dagegen wieder ganz auf seine Aufgaben als Spieler konzentrieren. Im Vorjahr ist er Vater geworden, die Zeit, um die Trainingseinheiten zu planen, die Videos über den nächsten Gegner zu sichten und die eigene Mannschaft auf die nächste Begegnung vorzubereiten, will der 29-Jährige lieber für die Familie nutzen: „Der Trainerjob ist sehr zeitintensiv.“

Dabei hatte er vor einem guten halben Jahr eigentlich damit begonnen, sich mit seiner vierten Saison in Hamm zu beschäftigen. „Anfang, Mitte November habe ich als Trainer die ersten Gespräche mit den Spielern geführt“, sagt er. Doch es deutete sich an, dass sich viele ASV-Akteure anderweitig umschauen würden. Da setzte bei Feldmann ein Umdenken ein. „Der Verein hat eine Gleichgültigkeit an den Tag gelegt“, so der damalige Spielertrainer: „Da habe ich im Dezember gesagt, dass ich aufhöre.“

Stracke fragte kurz darauf seinen alten Bekannten wegen dessen Zukunft an und der brauchte nicht lange überlegen. „Ich habe es fünf Minuten bis zur Halle“, so Feldmann, der in Wiescherhöfen wohnt. Zudem gebe es in der Umgebung wenig Alternativen im Bereich der Landesliga. Und war da noch etwas anderes: „Das ganze Drumherum um die Mannschaft ist anders. Die Wertschätzung ist viel größer“, sagt Feldmann, der mit den Vorgängervereinen des ASV – der HSE und der SG Handball Hamm – von der Verbandsliga bis zur 3. Liga im Einsatz war. „Die Landesliga ist auch keine Liga, von der man sagt, dass macht man im Vorbeigehen“, genießt er die Beachtung, die er jetzt bei der RSV-Ersten erfährt.

Mit der will er eine ruhige Saison verleben. Die Liga kennt er aus seinen eigenen Spielbeobachtungen gut genug. „Es sollte alles entspannter werden“, peilt er nach dem Klassenerhalt in letzter Sekunde einen sicheren Mittelfeldplatz an. „Die Neuzugänge haben schon eine gewisse Qualität, aber man sollte nicht zu hohe Erwartungen haben. Die Mannschaft muss sich erst finden.“

Bei der täglichen Arbeit wird Feldmann Stracke unterstützen, auch vor den Spielen werden sich beide des Öfteren absprechen. „Ich glaube, Tino ist darüber auch froh. Wir haben ja verschiedene Blickwinkel“, sagt er getreu dem Motto ‘Vier Augen sehen mehr als zwei’. Ansonsten freut sich der Linksaußen darauf, wieder lediglich die Spielerrolle auf dem Platz einzunehmen. Beides zusammen sei schon schwierig gewesen, weil man immer auch die Mannschaft im Blick habe und in der Verantwortung stehe. Allerdings möchte er schon mit seiner Erfahrung vorangehen und besonders die Jüngeren auf dem Feld führen. „Ich weiß viele Situationen einzuschätzen. Wo die Jungs nervös werden, das hat man auch in den Testspielen gesehen, kann ich sagen, bleibt ruhig.“ So steht er auch für die Rückraumpositionen bereit, spielt jedoch am liebsten auf Außen, wo er seine Schnelligkeit und sein Wurf-repertoire einbringen kann.

Aus seiner Zeit als Gegner des RSV kennt er natürlich die Stärken und Schwächen seiner neuen Mannschaft. „Die spielen immer eine starke Deckung. Das ist ihr Prunkstück“, sagte er einst seinen Schützlingen: „Lucki Florian ist natürlich ein richtig guter, dynamischer Rückraumspieler, Florian Warias ein starker Kreisläufer. Und mit Kai Kleeschulte ist die Torhüterposition überragend besetzt.“ Vorne sei Altenbögge viel über die Physis gekommen: „Aber gelingt es einem, das Tempo hochzuhalten, hatte man hintenraus immer eine Chance.“ Das gelte es mit dem aufgestockten Personal abzustellen und das werde auch gelingen, glaubt Feldmann. „Spiele werden am Ende gewonnen, nicht in den ersten zehn Minuten.“

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