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Sieg in Stockum soll „Eisbrecher“ bei der SpVg Bönen sein

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Von: Markus Liesegang

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Nahm entscheidenden Einfluss auf den Spielverlauf in Stockum: Bönens Verteidiger Yusuf Senel (Mitte) traf zum 3:0 für die SpVg und war maßgeblich an der Roten Karte für Stockum beteiligt.
Nahm entscheidenden Einfluss auf den Spielverlauf in Stockum: Bönens Verteidiger Yusuf Senel (Mitte) traf zum 3:0 für die SpVg und war maßgeblich an der Roten Karte für Stockum beteiligt. © Markus Liesegang

Abwehrspieler Yusuf Senel hofft auf ein Ende der spielerischen Unsicherheiten bei der SpVg Bönen und wünscht sich auf Dauer eine stabile Defensive.

Bönen - Mit 4:0 gewann die Fußball-A-Ligist SpVg Bönen am Sonntag beim sieglosen Tabellenletzten SV Stockum. Der zweite Saisonsieg der Bönener gegen nur zehn Stockumer hätte durchaus höher ausfallen können, ja müssen. „Macht doch mal was fürs unser Torverhältnis“, meckerte Trainer Cengiz Güner. Die Chancenverwertung war das einzige Manko bei den Gästen in der zweiten Hälfte des Kellerduells. Vor allem die starke rechte Seite mit den Flankengebern Yusuf Senel und Dennis Schlenkhoff sorgte immer wieder für Gefahr. Beide trafen und beide harmonierten gut.

„Wir spielen ja erst seit zwei, drei Wochen auf der rechten Seite zusammen“, sagt Senel, „ich kannte Dennis’ Laufwege nicht, zumal ich ihn vorher ja nur als Gegner beim BV 09 Hamm gesehen hatte. Aber es wird jetzt immer besser.“

Senel brauchte Eingewöhnungszeit

Schlenkhoff war nach dem Wechsel an den Bönener Rehbusch lange verletzt, Senel wurde von Ex-Trainer Tayfun Basyigit „degradiert“, wie er sagt. „Da war die Überlegung, wechsel ich, oder gehe ich in die Zweite“, erinnert sich der seit 2002 bei der SpVg aktive Fußballer. „Ich bin ein Wohlfühlmensch“, begründet der 25-Jährige den Schritt zurück zu seinem Ex-Trainer Ralf Thiemann, der die Bönener Reserve coachte. Güner habe dann für diese Saison um ihn angefragt, Thiemann sein Okay gegeben. So spielt er wieder in der Kreisliga A. „Auch dort musste ich mich erst eingewöhnen“, gibt Senel zu.

„Das wollte ich unbedingt machen“, blickt Senel auf seinen Treffer zum 3:0 am Sonntag in Stockum zurück. „Es ist ja fünf Jahre her, dass ich ein Tor geschossen habe, damals war es gegen Wiescherhöfen.“ Seinen Offensivdrang erklärt Senel mit seiner fußballerischen Vita: „In der B-Jugend war ich noch Stürmer, in der A habe ich im Mittelfeld gespielt. Ein Tor zu machen ist ein schönes Gefühl, wichtiger ist mir aber, dass die Mannschaft gewinnt.“

Senel doppelt spielentscheidend

Trotzdem war Senel in Stockum quasi die doppelt spielentscheidende Person. Es stand erst 1:0 (Ersan, 42.) für die Gäste, als der Rechtsverteidiger in der 65. Minute Zouhir Naciri von den Beinen holte. Beim Aufhelfen schlug dieser dem Bönener in den Nacken und sah zurecht die Rote Karte. „Ich wollte, dass er sie sicher kriegt, deswegen habe ich vielleicht ein wenig übertrieben“, gibt Senel zu. Kurz darauf trafen Schlenkhoff zum 2:0 (71.) und Senel selbst (75.).

„Aber wir müssen nicht nur gegen die vermeintlichen Abstiegskandidaten gewinnen, sondern auch diese 50:50 Spiele“, fordert der Verteidiger. „Dieses Spiel sollte der Eisbrecher für uns gewesen sein.“

Zumal die Defensive jetzt stabiler wirke. „Das war ja vor Corona das, was uns unter Tayfun ausgezeichnet hat.“ Und in dieser Saison hätte die Besetzung der Innenverteidigung ständig gewechselt. „Im ersten Saisonspiel (1:3 gegen den Hammer SC) habe ich neben Cengiz dort gespielt. Aber das mit Timo Walter und Marvin Stappert klappt ja jetzt ganz gut. Die waren gegen Herringen richtig gut.“

Wichtiges Erfolgserlebnis

Mentale Stärke, Selbstvertrauen seien extrem wichtig im Fußball. Senel hofft, dass die Unsicherheit in der Mannschaft jetzt ad acta gelegt werden könne. Das Erfolgserlebnis des 1:0 in Stockum bestätigt die Aussage des Rechtsverteidigers. Nach der Führung klappte vieles. „Wenn man mit einem Tor vorne liegt, heißt es: Hey, die können ja doch gewinnen. Ein Rückstand hingegen macht vorsichtig und unsicher. Man trifft leicht die falschen Entscheidungen.“

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