Altenbögge kann beruhigt in die längere Pause gehen

RSV-Sieg im Derby: Für Florian eine „bombastische Reaktion“

„So ein Spiel gewinnt man gerne.“ Lukas Florian genoss die Atmosphäre und den Sieg im Derby gegen Oberaden.
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„So ein Spiel gewinnt man gerne.“ Lukas Florian genoss die Atmosphäre und den Sieg im Derby gegen Oberaden.

Nach drei Spielen steht für den RSV Altenbögge in der Handball-Verbandsliga schon eine Pause an. Der Saisonstart ist dank der zwei Heimerfolge und 4:2 Punkten ist gelungen. Lukas Florian, der schon zu Bönener Kreisliga-Zeiten dabei war, zieht nach dem packenden Kreisduell am Sonntag gegen den SuS Oberaden (28:26) eine erste Bilanz.

Bönen – „Oberaden Altenbögge war schon immer Derby. Wir spielen seit Jahren gegeneinander. So ein Spiel gewinnst du gerne. So macht es am meisten Bock vor einer vollen Halle“, war er noch tags darauf von der Stimmung in der mit 208 Zuschauern gut gefüllten MCG-Halle begeistert. Nach einigen Kräftemessen mit der der SuS-Zweiten und ein paar Freundschaftsspielen mit der Ersten gab es nun zum ersten Mal ein Aufeinandertreffen in der Meisterschaft mit Oberaden I, der neben Bönen einzigen Team aus dem Handballkreis Hellweg in der Verbandsliga. Solche Spiele sind anders.

Der Sieg war aber für Florian noch aus anderen Gründen wichtig: „Das war für die Gemüter gut. Gerade nach der Niederlage in Hern war das für die eigene Moral wichtig.“ In den drei Partien dieser noch jungen Saison wusste der RSV zweimal zu überzeugen (gegen Oberaden und beim 32:26-Auftaktsieg gegen Emsdetten II). Demgegenüber steht die 27:37-Pleite bei Westfalia Herne. Da klappte dann aber gleich gar nichts.

„Wir sind in der Deckung nicht gut verrutscht, und Herne hat das mit seinem qualitativ sehr guten im Angriff ausgenutzt“, sagt Florian: „Wir sind schon in der ersten Hälfte in sechs, sieben Gegenstöße reingerannt, haben leichtsinnig gespielt. Und vor dem Tor waren wir auch nicht gut. Ich persönlich habe ja auch vier Dinger verschossen.“

Erst Ende Oktober wieder im Einsatz

Der RSV stand also vor dem Duell mit Oberaden ein bisschen unter Zugzwang, zumal die Partie am vierten Spieltag beim TV Verl auf den 20. November verlegt worden ist, weil die Halle in Verl belegt ist. In der Liga treten die RSV erst wieder nach den Herbstferien am 24. Oktober an, davor ist lediglich das Kreispokalspiel bei Westfalia Kamen am 10. Oktober. Bei einer Niederlage gegen den SuS hätten die Bönener recht lange die 2:4 Punkte vor Augen gehabt.

„Die Reaktion war bombastisch“, sagt Florian zu dem Auftritt im Spiel nach der Pleite in Herne. „Wir lagen eine Viertelstunde vor Schluss 17:20 zurück, haben da aber nicht den Kopf verloren. Das ist allen zu verdanken, auch denen die auf der Bank mitgejubelt haben – und der bockstarken Halle im Hintergrund.“ Für den 25-Jährigen war der Derbysieg eine geschlossene Mannschaftsleistung. „Jeder, der auf der Platte stand, hat alles gegeben. Oberaden hat ja fast nur mit einer Mannschaft gespielt. Denen ist am Ende ein bisschen die Puste ausgegangen“, sah Florian kleine Nuancen, die zugunsten der Altenbögger den Ausschlag gaben.

RSV in der Verbandsliga angekommen

Mit den vier Punkten ist der RSV aus Sicht des Rückraumspielers nun auch endgültig in der Klasse angekommen: „Letzte Saison hatten wir ja nur ein Spiel. Aber jetzt haben wir gesehen, dass wir gegen Mannschaften, die schon jahrelang in der Verbandsliga spielen, mithalten können.“ Dazu gehört für ihn auch, dass der Verein in den letzten Jahren mitgewachsen ist.

„Wenn das in Altenbögge jemand vor drei Jahren gesagt hätte, was hier jetzt abgehet, hätten alle vermutlich mit den Köpfen geschüttelt“, hatte Jens Schulte-Vögeling schon direkt nach der Partie mit Blick auf die Stimmung in der Halle und der Vorstellung auf der Platte gesagt. Für Florian, der schon in der Jugend beim RSV spielte, und als 17-Jähriger schnell zum Leistungsträger bei den Kreisliga-Senioren wurde, ist die Entwicklung einfach nur „Wahnsinn“. „Hätte uns damals jemals gesagt, wir spielen Verbandsliga, hätten das die Wenigsten geglaubt.“ Florian hat alle drei Aufstiege mitgemacht und kann sich nicht vorstellen, den Verein zu wechseln. „So eine familiäre Atmosphäre gibt es nur in wenigen anderen Vereinen.“

„Dürfen nicht nachlässig werden“

Für den 25-Jährigen ist es daher fast eine Pflicht, in den kommenden Spielen alles rauszuhauen. „Wir müssen dranbleiben und dürfen nicht nachlässig werden“, spornt er sich und seine Teamkollegen an. Dabei weiß er gar nicht recht, was auf die Altenbögger zukommen wird. Die Verbandsliga ist schließlich Neuland, obwohl die Bönener ihr schon seit 2020 angehören. „Da sind viele Mannschaften, die wir überhaupt nicht kennen. Man lernt sie an den Spieltagen kennen. Das ist ja auch das Interessante an einer neuen Liga“, sagt Florian: „Aber ich behaupte jetzt mal ganz frech, dass wir in allen Spielen mithalten können. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir die Klasse halten.“

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