Showdown für den RSV gegen Lünen

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Seit dem Sieg über Oberaden steht Altenbögge an der Tabellenspitze. Jetzt fehlt noch ein Punkt zur Meisterschaft. Lukas Florian kehrt dazu in den Kader zurück.

BÖNEN -  Nur noch ein Spiel trennt den RSV Altenbögge von der Meisterschaft in der Handball-Kreisliga und vom Wiederaufstieg in die Bezirksliga. „Alle sind voll motiviert. Das fängt beim Mittelmann an, geht über die Ergänzungsspieler bis hin zu mir, der nur das Eis reicht“, sagt Betreuer Björn Dörnemann vor dem Endspiel am Samstag gegen den Lüner SV II um 16 Uhr in der MCG-Halle.

Ein Punkt reicht den Bönenern dabei, denn die liegen einen Punkt vor dem einzig verbliebenen Verfolger SuS Oberaden II und entschieden den direkten Vergleich mit zwei Erfolgen für sich. „Doch auf Unentschieden kann man nicht spielen“, sagt Rückraumspieler Tino Stracke, für den daher wie für seine Teamkollegen nur ein Sieg zählt. „Wenn der Anpfiff kommt, dann wird absolut Vollgas gegeben“, verspricht Dörnemann, dass der RSV im letzten Spiel der Saison noch einmal alles raushauen wird.

Beim Abschlusstraining am Donnerstag saßen alle Altenbögger noch lange zusammen und besprachen ein paar Dinge für die große Abschlussfeier, die am Samstag ab 20 Uhr im Zechenturm steigt. Ansonsten herrschte so viel Normalität wie möglich. Allerdings hält Dörnemann es für wahrscheinlich, dass seitdem der Grad der Nervosität gestiegen ist: „Sicherlich ist Aufregung da. Und es wird garantiert einem der Ball wegfliegen, weil er aufgeregt ist. Aber dann spielt man normal weiter Handball.“

Dieser einfache Spaß am Sport war der Grund, warum der RSV eine Saison mit bislang nur einer Niederlage hingelegt hat. Er zeigte sich auch im Hinspiel, als die Bönener dem Tabellensechsten 44 Tore einschenkten, und nur deshalb 38 Gegentreffer kassierten, weil sie in der Schlussphase zu viel experimentierten. „Das Hinspiel war sicher positiv, aber das interessiert mich nicht. Wir wissen nicht, mit wem Lünen in der Halle aufläuft“, sagt Dörnemann. So halten sich seit längerem Gerüchte, der LSV wolle seine Mannschaft mit A-Jugendlichen verstärken, die sonst zum erweiterten Kader des Landesliga-Teams zählen. Stracke jedenfalls schert sich darum nicht. „Soll die U 21 ruhig kommen, dann zeigt die Ü 30 denen eben, wie es geht“, versprüht der Leistungsträger Optimismus pur.

Zuletzt haperte es beim RSV allerdings mit einem guten Start. „Wenn es uns nicht gelingt, uns früh abzusetzen, dann sieht man, dass wir uns schwer tun“, zieht Stracke seine Lehren aus den jüngsten Auftritten. Doch er weiß auch: „Bis jetzt ist es zum Glück immer gutgegangen.“ Und das muss es schließlich nur noch einmal. Stracke warnt in jedem Fall vor den Routiniers beim LSV. „Die haben ein paar alte Hasen dabei, die Fehler mehr ausnutzen werden als Heeren zum Beispiel.“

Dörnemann setzt daher auf die Unterstützung aus der Halle: „Ich würde mich über einen achten Mann auf der Tribüne freuen“, freut er sich auf ausverkaufte Ränge wie im Spitzenspiel gegen Oberaden Mitte März: „Es ist wichtig, dass die da oben die Halle abreißen“, sagt der Betreuer.

Die Altenbögger bieten bis auf den verletzten Dennis Geckert wohl alles auf, was sie haben. Lukas Florian ist ebenso dabei wie Guiliano Wöllert aus der A-Jugend. Auch Torhüter Thomas Wollek wird sich umziehen. Sein Einsatz wird aber genauso kurzfristig entschieden wie der des anderen Routiniers Martin Höhmann.

Oberaden spielt übrigens erst nach Ende der RSV-Partie. In Bönen wäre es jedem Recht, wenn die SuS-Reserve ab 18.30 Uhr jedoch nur noch ein Freundschaftsspiel beim TuS Westfalia Kamen bestreitet. - bob

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