Kickboxer Senol Cetin erkämpft sich WM-Chance

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Im Finale der Kamener „Fight Night“ ließ Senol Cetin (rechts) dem Polen Michael Oleschak keine Chance.

KAMEN -  Senol Cetin hat sich eine Chance auf den WM-Titel erkämpft. Bei der „Fight Night“ in der Kamener Koppelteichhalle gewann der 39-jährige Bönener das Kickbox-Turnier und kann so gegen Ende des Jahres gegen den aktuellen Titelträger antreten. „Das hätte ich selber nicht gedacht, dass ein alter Mann das schaffen kann“, so der Ex-Weltmeister schmunzelnd.

Letztlich war Cetin in seinen Kämpfen deutlich überlegen. Der größte Brocken stellte sich ihm mit dem Wuppertaler Lutz Neuenkirchen gleich zu Beginn entgegen. In dem ausgeglichenen Kampf profitierte der Bönener von der verletzungsbedingten Aufgabe seines Kontrahenten, dem die Ferse schmerzte. Im Halbfinale hatte Cetin mit dem Kölner Harun Acitinar weniger Probleme. Erneut gewann er nach technischem K.o. in der zweiten Runde.

Vor 350 Zuschauer betätigte sich der Schauspieler und Kampfsportfan Ralf Richter („Bang Boom Bang“) als Ringsprecher, wenn die Athleten den Weg zum Viereck zurücklegten. So auch vor dem Finale, in dem Cetin auf den Polen Michael Oleschak traf. Wieder steigerte sich der Bönener und fuhr einen souveränen Sieg ein. Beachtlich, schließlich steckte seinem Gegenüber ein Kampf weniger in Knochen, weil zwei niederländische Kickboxer dem Turnier fernblieben. „Danach war ich platt“, meinte Cetin dennoch überglücklich: „Das war hart, weil ich auch viel für den Abend organisiert habe.“

In den nächsten Tagen wird sich der 39-Jährige erst einmal erholen. „Ich gönne mir jetzt eine Pause“, sagte Cetin. In den Ring steigt er wieder im September, wenn er zu einer Veranstaltung in Istanbul eingeladen ist. - bob

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