Sechs Tore, vier Platzverweise: Flierich gewinnt Derby

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Gillian Daude rennt allen Bönenern davon und flankt zum 2:2 auf Ferris Garroth (im Vordergrund).

Der TVG Flierich-Lenningsen atmet nach dem ersten Saisonsieg im dritten Spiel der Fußball-Kreisliga B1 kräftig durch. Dabei waren die Germanen beim Derby gegen die IG Bönen II zunächst auf der Verliererstraßen und lagen 0:2 zurück, ehe sie die Partie am Butterwinkel zu einem 4:2-Erfolg drehten. Mit vier Platzverweisen war im eigentlich jederzeit fairen Lokalduell zusätzlich einiges geboten.

Die IG-Reserve fand besser in die Partie und ging nicht unverdient mit 2:0 durch einen Doppelschlag in Führung. Erst hatte Yousef Bouaid nach einem Standard per Kopf getroffen (21.), dann schoss Issam Benasaid auf Vorlage von Raphael Thiemann aus der Distanz erfolgreich ab.

TVG-Coach Thorsten Müller ärgerte vor allem der zweite Gegentreffer. „Wir haben gar nicht mal so schlecht angefangen, aber bei den Toren helfen wir gehörig mit. Beim zweiten machen wir einen schlechten Pass, und dann reicht der IG ein Pass, um zum Abschluss zu kommen.“

Von Glahns Treffer haucht Flierich Leben ein

Florian von Glahn brachte die Fliericher in der 34. Minute mit dem 1:2 zurück ins Spiel. „Es musste ein Fernschuss sein, aber danach haben sich die Schleusen geöffnet“, meinte Müller. Der Gastgeber kam stark in die zweite Hälfte, war sehr präsent in den Zweikämpfen. Ein Konter über die rechte Seite, vorgetragen von Gillian Daude führte zum verdienten Ausgleich, Ferris Garroth brauchte die flache Hereingabe nur einschieben (55.).

In der 61. Minute zeigte der Schiedsrichter IG-Coach Bülent Karakaya wegen Meckerns Gelb-Rot.

Zweimal Gelb-Rot für die IG in einer Minute

In der 61. Minute rückte der Schiedsrichter erstmals in den Blick, als er IG-Coach Bülent Karakaya innerhalb von wenigen Sekunden zweimal Gelb, also Gelb-Rot zeigte. „Ich habe nur 'Einwurf für uns' gerufen“, meinte der Trainer. Thiemann folgte ebenfalls wegen Meckerns (Thiemann: „Für Hahaha“) noch in der gleichen Minute.

Die Überzahl war Flierich aber nicht anzumerken. „Wir sind dann immer zu raschelig und werden unruhig“, meinte Daude. Der Riesenchance für von Glahn (68.) standen ein Schuss von Berke Karakaya (70.) sowie die Möglichkeit für Benasaid, gegen den Christoph Wöllert auf der Linie rettete (72.), gegenüber.

Flierich dreht Rückstand im Derby gegen IG-Zweite

Flierich dreht Rückstand im Derby gegen IG-Zweite

IG beim 3:2 durch Evert im Pech

Ein zur Bogenlampe abgefälschter Schuss von Philip Evert (75.) von der Strafraumgrenze brachte der Germania dann die Führung. Flierich verpasste bei Kontern das schnelle 4:2 und hatte in 80. Minute Glück, dass Holger Westergerling Fuat Cetin nach einem Standard blockte. Westergerling erhielt einen Pferdekuss, und weil er dem Unparteiischen nicht schnell genug runterging, sah er für das Wort „Schwätzer“ Rot. In der 87. Minute rannte Oguzhan Calkam Daude unabsichtlich in die Hacke, dafür flog auch er wegen einer Notbremse vom Platz. In der Nachspielzeit entschied Daude dann die Partie.

„Endlich“, meinte Müller zum Sieg, während Karakaya mit seinem Platzverweis haderte. „Ich bin schuld“, sagte er zur Niederlage.

TVG: Schubert – Wöllert, Wienpahl, Unterkötter, Pauken – von Glahn, Breidert, Garske, Garroth – Daude, Evert; Westergerling, Henkel, Eickhoff
IG II: Sancar – Yildirim, Bouaid, Niketta, Erdem – Thiemann, Benasaid – Gibert, Be. Karaykaya, Calkam – Hizarci; Karrouchi, Öz, Velhinho, Cetin
Tore: 0:1 Bouaid (21.), 0:2 Benasaid (25.),, 1:2 von Glahn (34.), 2:2 Garroth (55.), 3:2 Evert (75.), 4:2 Daude (90.+3)
Gelb-Rote Karten: IG-Trainer Bülent Karakaya und Thiemann wegen wiederholten Meckerns (61.)
Rote Karten: Westergerling wegen Schiedsrichterbeleidigung (81.), Calkam wegen Notbremse (87.)

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