Sechs-Punkte-Spiel für VfK - SpVg will Serie fortsetzen

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Nach dem Spiel gegen den TuS 59 Hamm auf der Rehbusch-Asche tritt die SpVg nun auf Kunstrasen an. Der Einsatz von Sedat Cakir ist aber fraglich.

Bönen - Das absolute Kellerduell der Fußball-Kreisliga A1 steigt am Birkenfeld. Dort spielt der VfK Nordbögge als Letzter gegen den punktgleichen Vorletzten TuS 59 Hamm. Die SpVg Bönen will eine Pflichtaufgabe vor dem Spitzenspiel gegen den VfL Mark aus dem Weg räumen. Als einziges Bönener Team spielt die IG zuhause.

TuS 59 Hamm – VfK Nordbögge (Sonntag 14.30 Uhr/Birkenfeld).

Letzter gegen Vorletzter. Hohe Fußballkunst ist am Birkenfeld sicherlich nicht zu erwarten, zumal der Rasen, wenn denn gespielt wird, extrem tief sein dürfte. Dafür ist die Bedeutung der Partie umso höher. „Die nächsten drei Spiele – VfL Mark ausgenommen – sind extrem wichtig, weil es gegen direkte Konkurrenten geht. Da darf man nicht verlieren“, sagt VfK-Coach Jürgen Serr, dessen Mannschaft zum Hinrundenende auf den Tabellen-13. Hammer SC trifft.

Für Sonntag ist aber eigentlich ein Sieg Pflicht, denn mit nur vier Punkten liegen beide Teams schon fünf Zähler hinter dem ersten Nichtabstiegsplatz zurück. Serr will auf eine defensive Taktik setzen, frei nach dem Motto von Huub Stevens „Die Null muss stehen“. „Die Jungs wollen immer nach vorne, Tore machen, aber so viele Tore müssen wir erst mal schießen, wie wir kassieren“, sagt er angesichts von 55 Gegentreffern in 13 Partien. Die Bilanz des TuS 59 ist mit 54 in 14 Spielen aber kaum besser.

Beim VfK kehrt Lars Lenser in den Kader zurück. Der Kapitän weist aber Trainingsrückstand auf. Durchaus ein Problem für Serr: „Wir müssen 90 Minuten rauf und runter rennen“, fordert er eine große Einsatzbereitschaft.

Hammer SC – SpVg Bönen (Sonntag 14.30 Uhr/Pilsholz).

Die Marschroute des Tabellenzweiten vom Rehbusch ist eindeutig: den HSC schlagen und dann ein Woche später ein echtes Topspiel gegen den VfL Mark bestreiten. Dementsprechend spricht SpVg-Trainer Hendrik Dördelmann von einer wichtigen Partie am Pilsholz: „Wir wollen ungeschlagen in die Winterpause gehen.“

Vor dem Kräftemessen mit dem Tabellen-13. tritt der Coach daher als Mahner auf: „Spielerisch sind die Hammer nicht schlecht“, sagt er und erklärt, dass der HSC weiter hinten in der Tabelle stehe als es das Potenzial der Mannschaft erwarten lasse. Dördelmann vergleicht den Gastgeber auch wegen des Kunstrasenplatzes mit dem 14. Lohauserholz II, bei dem die SpVg nur 2:2 spielte. „Wir müssen den Ball mehr laufen lassen und die Geduld bewahren“, fordert der Trainer. Der will an der zuletzt gezeigten, eher abwartenden Taktik festhalten, auch wenn sein Team natürlich als Favorit in die Partie geht. „Die Devise bleibt weiter, hinten sicher zu stehen“, sagt Dördelmann: „Wir müssen vorne aber zwingender werden.“

Die Bönener bangen um drei Leistungsträger: Jörn Holtmann, Sedat Cakir und Raphael Poljsak sind allesamt angeschlagen. „Ich denke aber, dass es bis Sonntag reichen wird“, so Dördelmann. Fatih Korkmaz kann dagegen nicht mitspielen, er ist in der Türkei. Dafür kehrt Sebastian Schneck nach überstandener Grippe zurück ins Team.

IG Bönen – SVF Herringen (Sonntag 14.30 Uhr/Schulzentrum).

Die Chance sich vom Tabellenkeller abzusetzen, verpasste die IG bei der unnötigen 1:2-Niederlage in Rünthe. Gegen den Liga-Zehnten agierten die Bönener ordentlich, gingen aber leer aus. „Wir haben halt die Tore nicht gemacht“, so Co-Trainer Evren Karka. Neben großen Gelegenheiten verschoss die IG diesmal sogar einen Elfmeter.

Gegen Herringen wird es vermutlich schwerer zu bestehen. „Die haben gute Leute, das wird nicht leicht“, sagt Karka. Der Bezirksliga-Absteiger hat sich nach einem schwachen Saisonstart mittlerweile stabilisiert und seit dem 18. Oktober, dem Gastspiel bei der SpVg Bönen, fünf Siege in Serie gesammelt. Das macht aktuell Platz sieben.

Die IG muss weiter nach einem Ersatz für den verletzten Torwart Emre Tuczugolu suchen. Auch Karka bangt um seinen Einsatz wegen eines Hexenschusses. Ob Ali Soyarslan rechtzeitig fit wird, ist ungewiss. „Wir versuchen dagegen zu halten und unsere Heimstärke auszunutzen“, erklärt Karka: „Aus den letzten beiden Spielen in diesem Jahr müssen wir einen Dreier auf jeden Fall holen. - bob

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