Schwacher RSV verliert 31:33 in Lünen

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Andre Brandt fand dank seiner Mitspieler zunächst gut in die Partie, verlor nach einem guten Start wie seine Teamkollegen aber den Faden.

Lünen - Erstmals seit dem 17. Oktober ist der RSV Altenbögge in der Handball-Bezirksliga wieder als Verlierer vom Feld gegangen. In der Lünener Rundsporthalle verlor Bönen nach einer schwachen Leistung gegen den LSV mit 31:33 (14:16). „Wir waren schlecht und haben nicht auch nur annähernd unsere Leistung gezeigt“, sagte RSV-Coach Mike Rothenpieler.

Der Trainer war zwar enttäuscht über den Auftritt seiner Mannschaft, fasste die Niederlage aber als Ausrutscher auf: „Vielleicht kam das zum richtigen Zeitpunkt, damit einige wach werden und merken, dass man mehr tun muss.“ Die Bönener scheinen die Weihnachtspause nicht gut verkraftet zu haben, nach der durchwachsener Vorstellung gegen Jahn Dellwig (30:24) zum Rückrundenstart, unterlagen sie nun ersatzgeschwächten Lünenern. „Es geht nicht, wenn man nur 80 Prozent zeigt. Kaum einer hat dagegengehalten“, erklärte der Coach. Auch Rothenpieler hatte Ausfälle zu beklagen und musste angeschlagene Akteure aufbieten, wollte dies aber ebenso wenig als Ausrede gelten lassen wie die ungewohnte Rundsporthalle. „Das war ein unerklärlicher Auftritt als Tabellenführer“, sagte er.

Dabei ging es zunächst gut los. Die Altenbögger hielten sich an ihre Konzepte, spielten die LSV-Abwehr auseinander und verhalfen Andre Brandt zu einfachen Toren. Doch anstatt mit dieser Taktik weiter zu agieren, änderten die Bönener zum Ärger ihres Trainers ihren Kurs. Das funktionierte jedoch nicht, und so übernahm Lünen nach zehn Minuten die Führung – und sollte sie bis zum Spielende nicht mehr abgeben. Lag der LSV zunächst ein Tor vorne, waren es bald zwei, später drei und vor der Pause sogar vier. Immerhin ließ sich der RSV nicht abschütteln und ging mit einem 14:16 in die Halbzeit.

Der Gastgeber zog wieder auf 18:14 davon, doch erneut blieb Altenbögge dran. Die Gäste besaßen dabei genügend Chancen, um vorbeizuziehen, vergaben diese Möglichkeiten bei Tempogegenstößen oder Überzahlsituationen aber kläglich. „Wir hätten noch fünf Stunden spielen können, wir hätten nie gewonnen“, bilanzierte Rothenpieler schließlich: „Wir haben gehörig zu der Niederlage beigetragen. Aber Lünen hat das auch gut gemacht.“ Der LSV, der den Altenböggern schön im Hinspiel ein Unentschieden abgetrotzt hatte, sammelte mit dem Sieg wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Die Partie war letztlich frühzeitig entschieden, auch wenn der RSV in den letzten zwei Minuten noch auf zwei Tore verkürzte. Für eine Wende war es an diesem „gebrauchten Tag“, so Rothenpieler, zu spät. - bob

RSV: Wollek (1.-25., 50.-60.), Karlin (25.-50.) – Geckert (5), Eißing, Leniger, Gerwien (1), Stracke (6/1), Brandt (5), Florian (8/1), T. Weber (1), J. Weber (1), Grzybowski (1), Goergens, Lublow (3)

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